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28.07.2011

RWE 3 : 0 FCC

Das wollte ich unbedingt noch nachreichen...

DERBYSIEGER!

TABELLENFÜHRER!

21.03.2011

Arbeitsverweigerung reicht für den FCC

Christian und ich hatten ja schon oft rumgesponnen, welches die schönste Art und Weise ist, ein Fußballspiel im allgemeinen oder eben jenes Derby zu gewinnen, welches am Samstag auf dem Abbe-Acker über die Bühne ging. Wir träumten von unberechtigten Foulelfmetern in der Nachspielzeit, regelwidrigen Platzverweisen und und und. Dass diese Spinnereinen am vergangenen Samstag Realität wurden, hätten wir im Leben nicht gedacht, als wir gegen halb eins die Ufer der Saale erreichten.

Für Erheiterung im prall gefüllten Gästeblock sorgte der fehlfarbene Anhang schon vor dem Anpfiff, als sie bei ihrer Choreo eindrucksvoll unter Beweis stellten, dass die meisten von ihnen nur mit Mühe die Hürde Grundschule übersprungen haben. Anders kann das fehlende „M“ im Wort Stimme (bzw. um es jenenserisch zu sagen: STIME) kaum erklärt werden. Die rot-weiße Kurve antwortete mit einem lautstarken „Ihr seid nur Analphabeten“ und stellte kurz darauf fest, dass im „Leuchtturm Thüringens“ auch die Uhr nicht gelesen werden kann. Eine pralle Viertelstunde später gings los, obwohl der Sportplatz bereits gefüllt war. Das Gastfreundschaft nicht zu den bevorzugten Jenaer Eigenschaften zählt, zeigte sich auch, als wir feststellen mussten, dass der Stadionsprecher kaum zu verstehen war, die entsprechenden Boxen waren wohl runtergedreht worden.



Irgendwann begann das Spielchen dann doch und schon nach drei Minuten brachte Reichwein die Kugel im Gehäuse der Jenaer Tor-Null(e) unter. Der Schiriassistent auf der Gegentribünenseite winkte aber mit seinem Fähnchen – zu Unrecht, wie sich später herausstellen sollte. Das Derby begann munter, auch Zeiss hatte nach einer starken Aktion von Orlando, der die gesamte Erfurter Verteidigung nach einer RWE-Ecke überrannte und sehr ansehnlich zu Brown-Forbes passte, eine dicke Möglichkeit. Der blaue 37er brachte es aber fertig, den Ball aus fünf Metern so aufs Tor zu bringen, dass Orle mit einer Faust spektakulär zur Ecke klären konnte. Schon in dieser Phase, als wir das Spiel mehr oder weniger im Griff hatten, wirkten wir bei einigen Situationen in der Defensive fahrig, brachten uns mit Quer- und Rückpässen zwei-, dreimal in unnötige Gefahr.

Nach einer halben Stunde gelang den Guten dann aber endlich die Führung. Nachdem Nulle gegen Pfingsten-Reddig stark pariert hatte und Reichwein, alleine auf Nulle zulaufend, wiederum zu Unrecht wegen Abseits zurückgepfiffen worden war, löffelte der Capitano, artig unterstützt vom abfälschenden Bopp, das Bällchen aus gut 20 Metern schön über Nulle ins Netz. 1:0 – dem Spielverlauf entsprechend. Es lief alles rund. Erst recht, als Hitzkopf Orlando direkt nach dem Tor sowie drei Minuten später jeweils wegen Provozierens Gelb gezeigt bekam und duschen musste. Christian und ich waren uns einig: diesen Typ möchten wir nicht geschenkt haben. Fußballerisch gehört er in die zwote Liga – was sein Hirn angeht, ist er wohl irgendwo auf dem Niveau der Jenaer Choreo-Verantwortlichen anzusiedeln.

Bis zur Pause kontrollierten wir die Partie absolut souverän und ohne Probleme. Alles schien seinen Gang zu nehmen, wir waren auf dem allerbesten Wege, die böse Stadt zu erobern. Doch die Vorfreude auf Halbzeit Zwo wurde schnell im Keim erstickt, denn die einheimische Zehn zeigte nun, wie man, wenn man spielerisch und numerisch unterlegen ist, so ein Derby bestreiten muss. Bis zum Umfallen ackerten und kämpften die blau gekleideten Gastgeber. Wir zogen uns dagegen immer weiter zurück, waren viel zu passiv, verloren fast jeden Zweikampf. Insbesondere über die rechte Seite, Weidlich und der für den gesperrten Malura nach rechts gerückte Möckel wirkten nach der Pause unglaublich schwach, erzeugte der FCC sehr viel Torgefahr. Unsere Laune sank von Minute zu Minute, wir konnten uns nicht erklären, was mit der rot-weißen Truppe los war. Richtig schlecht wurde es, als ausgerechnet der Ex-Erfurter Ullmann, dessen Vater RW-Mannschaftsarzt ist, (natürlich) von rechts bedient wurde und die Kugel nach einer Stunde zum Ausgleich ins Tor schiebt. Auch danach änderte sich nichts am Spiel. Jena hätte längst in Führung liegen müssen, doch entweder klärten wir auf der Linie (Pfingsten-Reddig und Weidlich) oder der Zeiss-Angriff verpasste beste Einschussmöglichkeiten knapp. Und Pech hatten die Gastgeber auch, als Ullmann im Strafraum von Hillebrand an der Ferse getroffen wurde und der Elfmeter-Pfiff ausblieb. Dem Schiedsrichter möchte ich hier weniger einen Vorwurf machen, aus seiner Position war diese Berührung sicher schwer zu sehen. Warum aber sein Assistent, der bei Reichwein in Hälfte Eins zweimal brav die Fahne gehoben hatte, jetzt nicht winkte, obwohl er allerbeste Sicht hatte… Ach is ja auch egal, was kümmert mich das Elend anderer. Und gerade das von „denen“.

Um die 80. Spielminute herum, sah ich mich genötigt, dass Wort „Arbeitsverweigerung“ an die Daheimgebliebenen zu texten. Mehr war es einfach nicht, was unsere Jungs da auf dem Rasen zeigten. Doch dann gab Reichwein einem langen Pass eine kleine, aber entscheidende Richtungsänderung. Wir schreiben die 85. Spielminute. Drexler rollt der abgefälschte Ball genau ins Füßchen, er läuft auf Nulle zu. Und er verwandelt eiskalt. TOOOOOOOOOOOOR! 2:1! DERBYSIEGER! Hatten wir vorher 40 Minuten Scheiße gespielt? War es unverdient? Und… war es gar Abseits??? Wie von einer Tarantel gestochen, rannten Zeiss-Spieler und -Verantwortliche auf den Linienassi zu und wollten sich mal erkundigen. Der stand jedoch zu seiner Entscheidung, weil er einfach nicht gesehen hatte, dass Reichwein den Ball noch abfälscht. In DIESEM Moment war Drexler meterweit, wirklich mega-eindeutig, im Abseits. Da er diese Berührung aber nicht gesehen hatte, ließ der Linienmann seinen Wimpel auf sechs Uhr hängen und wir führten tatsächlich! GEILO! Nach 40 Minuten Arbeitsverweigerung durch ein unberechtigtes Tor beim Erzfeind führen, nach dem der fünf Minuten zuvor beschissen worden war! Herrlich! Göttlich! Mit Worten nicht zu beschreiben!












Die Aussage, die Anreise für Gästefans ohne Eintrittskarte sei die Anreise zwecklos, wurde eindrucksvoll wiederlegt!


Zwei Minuten später verwandelt Drexler noch einen Konter. 3:1! Die Entscheidung! Der Block tobt. Der Block bebt. Abpfiff. Orle klettert auf den Zaun, Drexler kriegt das Megaphon in die Hand, wird von Zedi auf den Schultern getragen. UFTA!!! DERBYSIEGER!!! Und wir sind uns einig: so isses viel schöner, als ein 5:0, was schon zur Halbzeit sicher ist.













Am Sonntag erfahre ich in den Foren von aus dem Zeiss-Block fliegenden Metallgegenständen. Nur mit Glück werden keine RWE-Fans verletzt. Ein Jenaer Ordner liegt im Krankenhaus, ein Böller aus dem Zeiss-Block explodierte neben seinem Ohr. Die Pyro-Show vorm Spiel war nicht angemeldet. Unsere Jungs vom Live-Radio müssen nach dem 2:1 von Polizei/Ordnungskräften geschützt werden. Foren-User „ronry“ ist da dran, er bereitet Strafanzeigen vor, informiert Euch hierüber bitte im Spieltagsthred (ab Seite 16) in der RWE-Community selbst. Hoffentlich wird der Zeiss-Anhang, der immer so dargestellt wird, als könne er keinem Schäfchen was zu leide tun, endlich mal ins richtige Licht gerückt.


27.09.2010

Feuchter Traum

Trotz Dauerregens und Durchfeuchtung bis auf die Haut erlebten Herr Schulz, René, die Gebrüder H. (teilweise mit Lebensabschnittsgefährtin erschienen) und meine Wenigkeit einen richtig schönen Samstag. Eigentlich musste es ja regnen, denn René war zu seiner RWE-Taufe erstmals zu einem Punktspiel im SWS erschienen und zur Taufe brauchts... Wasser! Und das gab es reichlich. Dank Marco Riemers (die goldene Ehrennadel des Vereins haben schon andere bekommen, die sich um das Wohlergehen des RWE weniger verdient gemacht haben, als der spät eingewechselte FCC-Verteidiger) tödlichem Pass auf Danso Weidlich waren aber die nassen Jacken, T-Shirts und Unterwäsche vergessen und aus dem infernalischen Regenwetter wurde ein feuchter Traum. Einfach herrlich!

Später bei Sport im Osten hab ich mich dann gefragt, was das wohl für Zeug ist, was der Kurbjuweit vor dem Spiel in rauhen Mengen genommen haben muss. Zu blöde, um nen Spieler zu verplichten (ich spiele auf die Öztürk-Geschichte an), aber im Fernsehn über den Schiri herziehen. Anstatt sich über die sieben gelben Karten für seine Stümpertruppe aufzuregen, hätte er lieber dankbar sein sollen, dass es nicht zwei Rote gab (für Smeekes nach seiner Tätlichkeit und dem groben Foul von hinten in der Anfagsphase - Name ist mir entfallen). Aber es passt ja zum Niveau der MDR-Sportredaktion, dass solchen Blinzen auch noch ein Forum geboten wird.

25.09.2010

Derbysieger!

Mehr zum FEUCHTfröhlichen Derbysieg im Laufe des Wochenendes! Die Nummer 1 im Land sind wir!

04.07.2010

Video des Tages

NEUER FCC-SPONSOR IST EIN ALTDEUTSCHER HETEROSEXUELLER, DER SEINEM PRÄSIDENTEN EINEN ARBEITSEINSATZ WIE "EINE HAFENNUTTE" BESCHEINIGT

Gute Nachrichten für den FCC sind normalerweise schlecht für uns. Aber diese "gute Nachricht", nämlich der neue Hauptsponsor, macht sich bei seiner Präsentation gleich mal zum Fallobst.
Draufklicken und totlachen...

24.08.2009

3. Liga 2009/10 - Spielbericht

5. Spieltag - Sonntag, 23.08.2009

FC CARL ZEISS JENA - FC ROT-WEISS ERFURT 0:3 (0:2)

Liebe Freunde, was soll ich nach diesem Spiel bloß schreiben. Mir fehlen die Worte. Vor Begeisterung. Ein Ergebnis, von dem ich nach dem Saisonstart beider Mannschaften nicht mal ansatzweise zu träumen gewagt hätte... Einfach genial. Nur wenige Wochen nach dem grandiosen Pokalsieg gegen die Fehlfarbenen schon wieder Spiel, dass in die Erfurter Fußballgeschichte eingehen wird.

Bei strahlendem Sommerwetter erreichten Christian und ich den schon gut gefüllten Parkplatz auf der Rasenmühleninsel. Der Weg zum Stadion und der Einlaß verliefen problemlos, noch schnell ein kühles Radler und etwas im Programmheft geblättert, dann ging's los. Eine zugegebenermaßen hübsche Choreographie begleitete die Mannschaften beim Einmarsch ins Stadion.

Während das Stadion die Südkurve für die Choreo noch feierte, bejubelten etwa 700 trotz miesem Saisonstart und Ultra-Boykottaufruf mitgereiste RWE-Fans bereits das 1:0. Ganze 28 Sekunden hatten unsere Götter gebraucht, um der Party-Stimmung auf dem Abbe-Acker ein jähes Ende zu bereiten. Und so gings: Die Gastgeber haben Anstoß, Jens Möckel erobert schnell den Ball, passt lang nach vorn, Carsten Kammlott nimmt den Ball auf, wird vom schwächsten Zeisser in Hälfte 1, Riemer, Richtung Tor begleitet und schiebt dann mustergültig ins lange Ecke ein. RRRRRUMMMMMMSSSSSS! EINS NULL. Niemand, aber auch niemand hatte mit soetwas gerechnet. Umso ausgelassener die Freude im Block.

Auch wenn es verrückt klingt, aber damit war das Spiel bereits entschieden. Denn die Mannschaft des FCC hatte sich wohl auf einen im Schongang zu erzielenden Kantersieg eingestellt (Smeekes hatte am Tag zuvor bei Sport im Osten ja sogar schon das Jubeln geübt) und war nun völlig verblüfft, dass wir nicht so schlecht sind, wie es die Tabelle momentan aussagt. Immer wieder setzten wir aus einer sicheren Abwehr heraus Nadelstiche nach vorne. Einer führte nach knapp 20 Minuten zum 2:0, das jedoch vom Schiri nicht anerkannt wurde. Sein Linienmann hatte den Ball vor Maluras Flanke im Aus gesehen - eine klare Fehlentscheidung. Was auch wir vor Ort sofort gesehen hatten, wurde später im TV eindeutig bewiesen.

Nach einer halben Stunde beschäftigten die Gastgeber unsere Abwehr etwas intensiver, wir standen nun kurzzeitig nicht mehr so dicht an den Leuten, verursachten einige Freistöße, von denen Ziegner einen an die Latte setzte. Genau zum richtigen Zeitpunkt, direkt nach der Drackendorfer Drangphase und kurz vor der Pause gelang uns das 2:0. Semmer köpfte eine Rockenbach-Ecke, an der Nulle vorbeiflog, ins Tor. Wieder hatte Semmer im Derby getroffen. Der Tino entwickelt sich allmählich zum Albtraum für den FCC. Es war sein drittes Tor im vierten Derby.

Nach der Pause war der FCC bemüht, den Druck auf unser Tor zu erhöhen. Doch bis auf einen Kopfball von Assani (der ja in der Vorwoche noch bei uns zur Probe trainiert hatte, dann die Ausrede seiner toten Oma herauskramte um beim FCC wegen "der besseren Perspektive" einen Vertrag zu unterschreiben), der knapp über das Tor strich, kam nicht viel. Ohne Präzision, ohne Laufbereitschaft, ohne Ideen, ohne Tempo präsentierte sich der FCC zum Unmut der knapp 11000 Zeiss-Fans im Abbe-Acker. Und als wir kurz drauf dass 3:0 durch Kammlott machen, war der Käse gegessen. Nach einer Stunde schickte der sehr großzügig pfeiffende Schiri Leicher, der einige Zweikampfsituationen falsch bewertete, dann nach einer Rudelbildung zwei Spieler vom Platz. Smeekes hatte Malura gefoult. Der bereits in Hälfte eins etwas übermotiviert wirkende Malura rempelte Smeekes daraufhin an und wurde mit Gelb-Rot zum duschen geschickt. Bevor er den Platz verlassen konnte, musste er sich aber erst wieder vom Rasen erheben, da er von Salvatore Amirante mit einem Faustschlag dorthin befördert wurde. Der Italiener flog daher auch vom Platz - glatt Rot.

Danach tat sich nur noch wenig, die Zeiss-Kicker schleppten sich über den Platz und hofften auf eine schnell runter laufende Uhr. Nur der eingewechselte Hähnge zwang Orlishausen zu einer Glanztat, sonst kam von den Gastgebern nix. Unsere Jungs taten nicht mehr als nötig und brachten den von den mitgereisten Fans lautstark bejubelten Sieg über die Zeit.

Danke für diesen grandiosen Nachmittag, Jungs!!!

DERBYSIEGER