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04.09.2009

Fußball pur statt Eventkultur

Unter dieses Motto hat eine Karlsruher Page ihren Bericht und die Fotostrecke zum Spiel der Regionalliga West zwischen dem SV Waldhof Mannheim und der Zwoten vom 1. FC Kaiserslautern (Endstand 0:2) gestellt. War mächtig was los dort am Mittwoch Abend.

http://seit1894.de/hopping/0910/hin/4_ma_kl.htm

31.08.2009

Stadionträume

Heute: Donbass-Arena (Schachtjor Donezk - Ukraine)

Fußball wird, zumindest in unseren Breiten, in Stadien gespielt. Und weil ich den Fußball liebe, verfolge ich auch die Entwicklung der Stadionlandschaft in Deutschland, Europa und der Welt sehr aufmerksam. Wenn wieder irgendwo ein großes oder kleines Schmuckkästchen eröffnet wird, beginne ich zu träumen. Wäre ich auch einer dieser superreichen Unternehmer, würde ich meinem Verein auch so einen Tempel bauen. Denn für die Weiterentwicklung eines Vereins ist es mittlerweile fast eine Grundvoraussetzung, dass man ein modernes Stadion besitzt. Deshalb schießen, nicht nur in Deutschland, neue Arenen wie Pilze aus dem Boden. Auch der FC Rot-Weiß ist um einen Stadionneu- bzw. umbau bemüht. Dabei sind wir auf öffentliche Geldgeber angewiesen, weswegen eine dieser neuen Traumarenen, ein reines Fußballstadion nicht möglich ist. Weitere Informationen zum Erfurter Projekt gibt es unter http://stadion-erfurt.de.

Solcherlei Geldsorgen kennt Rinat Achmetow nicht. Der ukrainische Unternehmer ist laut wikipedia 31 Milliarden Dollar schwer und somit kein geringerer als der reichste Mann Europas. Achmetow ist Präsident von Schachtjor Donezk und führte den Klub mit viel Geld in die nationale Spitze und im Frühjahr 2009 zum UEFA-Cup-Sieg. Und nun hat Achmetow seinem Klub auch ein neues Stadion geschenkt. Gut 50.000 Zuschauer passen in die Donbass-Arena. Ein richtig geiles Stadion, wie ich finde. Es ist, weil eben privat finanziert, das einzige ukrainische Stadionprojekt für die Europameisterschaft 2012, welches bereits fertig ist.

Ein Blick auf die Superschüssel, die vorgestern eröffnet wurde, kann bei Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Donbass_Arena) oder auf der offiziellen Seite (http://donbass-arena.com/en/) geworfen werden. So ein Ding in Erfurt... Mein lieber Schwan... Und ich, der Bauherr, in der Loge... ;-)

In unregelmäßigen Abständen möchte ich Euch in der Rubrik "Stadionträume" ab sofort einige tolle Arenen vorstellen. Geschichtsträchtige Schüsseln, hypermoderne Neubauten. Und sicher auch ein paar kleinere, die, was Kosten und Kapazität angeht, richtig gut nach Erfurt passen würden. Und wenn ich mal irgendwann ganz viel Kohle hab, gibts den großen Tempel... *TRÄUM*

10.08.2009

Die Saison 2009/10 in der NOFV-Oberliga Süd
Unsere U 23, das "Projekt" und vieles andere


So, liebe Freunde, ich bin wieder im Lande und versuche nun, all das aufzuarbeiten, was am Wochenende liegen geblieben ist. Zum Wochenendausflug gibt es im Laufe der Woche mehr.

Zunächst mal ein www-Fundstück aus dem Fußball (wenn man diese Kommerz-Sch... R(ed)B(ull) Leipzig so nennen kann).

Einige Eindrücke aus der Leipziger Volkszeitung vom (aus meiner Sicht in der Vergangenheit mehr als durchschnittlichen) Guido Schäfer, der sich in seinen Artikeln der letzten Wochen mehrfach als großer Freund des Brauseprojekts geoutet hat.

Das erste Spiel von RB fand bei der Zweiten unserer Freunde statt und es passierte das, was die Sachsen wohl auch in Zwickau, Dresden, bei uns und so ziemlich allen anderen Oberliga-Plätzen erwarten dürfte... ein reichlich frostiger Empfang. Aber lest selbst...

http://www.lvz-online.de/aktuell/content/106156.html

Unsere Zweite, die ja in der gleichen Klasse antritt, gewann übrigens ihr erstes Spiel gegen Dynamo II mit 2:1. Den 0:1-Rückstand konnte die Truppe von Albert Krebs durch zwei Beck-Tore noch in einen Sieg verwandeln.


03.08.2009

Oberliga Nordost-Süd 2009/10 - FC Rot-Weiß Erfurt II

Unsere zweite Mannschaft kickt auch in der kommenden Saison in der Oberliga. Der ZFC Meuselwitz hat die Liga nach oben verlassen, Eilenburg, Wolfen und Magdeburg II nach unten. Neu dabei sind der Regionalliga-Absteiger Sachsen Leipzig sowie die drei Landesmeister Dynamo Dresden II (Sachsen), Schott Jena (Thüringen) und der VfL Halle 96 (Sachsen-Anhalt). Im Mittelpunkt der Sommerberichterstattung stand aber sicher RasenBallsport (kurz: RB) Leipzig. Wie das Kürzel vielleicht schon verrät, steckt hinter diesem "Projekt" der österreichische Brausekonzern Red Bull, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, den am Boden liegenden Leipziger Fußball zu reanimieren. Nach Red Bull Salzburg und den New York Red Bulls (in der MLS) ist Leipzig der dritte Standort, dem Flügel verliehen werden soll.

Red Bull übernahm für sein Vorhaben den Leipziger Vorortverein SSV Markranstädt, gab ihm den Namen RasenBallsport (Sponsorennamen sind in Deutschland verboten) und peppte den Kader mit zahlreichen Profis auf. Insbesondere in Augsburg bediente sich RBL. Von dort holte man mit Sven Neuhaus (letztes Jahr Stammtorwart in der 2. Liga) sowie den Verteidigern Ingo Hertzsch (Ex-Nationalspieler) und Thomas Kläsener (Bundesliga auf Schalke) gleich drei Hochkaräter. Doch ich will nicht zu tief in eine Kaderanalyse einsteigen.

Während die Bonzen des Sächsischen Fussballverbandes oder auch der Besitzer des Zentralstadions, in dem mittelfristig Profifussball geboten werden soll, in lauten Jubel ausbrachen verfolgen die Verantwortlichen und Anhänger der beiden rivalisierenden Leipziger Traditionsclubs Lok und Sachsen das Treiben in Markranstädt skeptisch bis ablehnend. Bereits wenige Tage nach Bekanntgabe des Red Bull-Deals hatten einige "Fans" den Rasen des Stadions in Markranstädt mit Unkrautbekämpfungsmitteln ruiniert und zahlreiche Werbebanden besprüht. Plötzlich haben die beiden so verfeindeten alteingesessenen Leipziger Vereine ein gemeinsames Feindbild. Der Hass, der sie bisher trennte, könnte sie nun, zumindest so lange es gegen Red Bull geht, einen. Man darf gespannt sein, wie sich die Situation in Leipzig entwickelt.

Angesichts der zahlreichen Stadtderbys in Leipzig, dem Mitwirken der zweiten Mannschaften von Erfurt, Dresden, Jena und Aue sowie anderer traditionsreicher Vereine mit großer Fanschar (Zwickau) dürfte eine interessante und für die Sicherheitskräfte sicherlich brisante Oberliga-Saison bevorstehen. Albert Krebs und seine Jungs wollen erneut die Klasse halten, sicherlich aber etwas souveräner als im vergangenen Jahr. Stärkster Neuzugang sollte Christian Beck sein, der aus Halle zurückkam.

Anbei eine Übersicht mit allen Terminen unserer Jungs, die Tabelle wird im Laufe der Saison regelmäßig aktualisiert.

31.08.2007

2. Bundesliga 2007/08 - 4. Spieltag (31.08.2007)

KICKERS OFFENBACH - FC AUGSBURG 1:0 (0:0)

Eines vorneweg... die Anzeigetafel auf dem Bieberer Berg funktioniert immer noch nicht.

Am heutigen Freitag feierte ich unter Flutlicht meine OFC-Saisonpremiere. Im Gegensatz zu früheren Spielen hatte mich diesmal in den Stehplatzbereich der Waldemar-Klein-Tribüne begeben. Die Stimmung der gut 10 000 wirkte hier, direkt unter dem Dach, noch gigantischer.

Das Spiel in Halbzeit eins war leider gar nicht gigantisch. Augsburg startete mit leichten Vorteilen, dann erarbeitete sich der OFC ein leichtes Übergewicht, zum Schluss noch mal die Gäste. Insgesamt aber eine schwache erste Hälfte mit vielen Fehlern. Insbesondere die Kickers agierten viel zu ungenau und hatten mit dem griechischen Stürmer Agritis einen absoluten Totalausfall auf dem Platz. Gefährlich wurde es nur, wenn der Linienrichter auf der Haupttribünenseite die Abseitsregel „im Zweifel für den Stürmer“ auslegte. Das machte der gute Mann sehr zum Unmut der Kickers-Fans gleich viermal zu Gunsten der Schwaben (aus meiner Sicht waren alle Entscheidungen aber richtig!) und in der 40. Minute musste OFC-Keeper Endres daher gegen den durchgebrochenen Szabics retten.

In der Halbzeit erlöste OFC-Trainer Frank Agritis und die Zuschauer und wechselte den Griechen gegen Epstein aus. Der OFC kam mit viel Schwung aus der Kabine. Insbesondere über die linke Seite über Judt erzeugten die Hessen viel Druck und kamen zu ersten Chancen. Doch erst eine unfassbare Dummheit von FCA-Torwart Sven Neuhaus leitete die Kickers-Führung ein. Der Ball (und meine Augen) waren bereits wieder auf dem Weg in Richtung Mittelfeld als Neuhaus OFC-Stürmer Epstein vollkommen unmotiviert zu Boden stieß und der ordentliche Schiri Fischer zu Recht Elfmeter gab. Weshalb die Ersatzspieler der Gäste wild gestikulierend auf den Schiri los stürmten, bleibt ihr Geheimnis. Der Elfer war berechtigt und Sieger nutzte die Chance nach einer Stunde eiskalt. Die Augsburger blieben in der Folgezeit vieles schuldig und Chancen Mangelware. Lediglich nach einem Freistoß brannte es zehn Minuten vor Schluss im Strafraum der Kickers. Ansonsten pflückte Endres alle Bälle sicher runter. Mehr Mühe als mit dem Gegner hatte der OFC in Halbzeit zwei mit dem Schiri, der zum Schluss etwas seine großzügige Linie verlor, eine vollkommen lächerliche Gelbe Karte zeigte und auch unter seinem Haupttribünen-Linienrichter litt, der nun immer im Zweifel gegen den Stürmer winkte. Spielentscheidende Fehler machte das Pfeiffen-Trio aber nicht. Fazit: Ein glücklicher OFC-Sieg gegen eine Augsburger Mannschaft, die mich schwer enttäuscht hat.