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19.07.2010

Radtour zum Forsthaus Kissel (12,5 km)

Neuer Wohnort - neues Radrevier. Und was für eins. Nach dem es im Süden Erfurts oft tellerflach durch die Felder ging, bietet sich hier zwischen Rennsteig, Werratal und Rhön ein vollkommen anderes, spektakuläres Bild. Anstiege, Abfahrten, Berge, Wälder, Aussichtspunkte... einfach herrlich. Und nach Urlaub, Weltmeisterschaft und Umzug schafften wir es heute nach Feierabend endlich mal auf die Fahrräder.

Unser Ziel war das Forsthaus am Kissel, eine Ausflugsgaststätte im nahe gelegenen Thüringer Wald. Als Startpunkt habe ich den Parkplatz am Festplatz in Schweina gewählt. Und dort geht es auch gleich mit der Kletterei los. Am Schweinaer Friedhof vorbei erklimmen wir auf einem Schotterweg den Klingelberg (399 m). Kaum ist der Anstieg geschafft, bietet ein asphaltierter Wirtschaftsweg beste Fahrbedingungen. Wir passieren das Lindchen und kreuzen die L 1126. Nun beginnt, komplett asphaltiert, der Anstieg zum Kissel. Zunächst gemächlich, gegen Ende warten dann auch einige steilere Rampen. Sechs Kilometer nach dem Start ist das Forsthaus Kissel (546 m) erreicht. Dort kann man sich außer Montags täglich ab 10:30 Uhr stärken und weiter zum Rennsteig radeln. Nur 2,2 Kilometer vom Forsthaus entfernt befindet sich das Ruhlaer Häuschen, welches direkt am berühmten Fernwanderweg liegt. Der Trinius-Weg führt direkt dort hin. Wir nehmen diesen Weg aber genau in die andere Richtung (Schweina) und stürzen uns auf gut befahrbaren Forstwegen in eine kurvenreiche Abfahrt, die am Naturbad Schweina endete. Und nicht viel später endete dann auch die ganze Runde. Nach 12,5 km hatten wir den Festplatz in Schweina wieder erreicht.

Fazit: Eine feine Feierabend-Runde die eine Menge bietet. Schöne Aussichtspunkte (Lindchen), eine schöne Kletterei, viel Wald und die lange Abfahrt zurück.

Beim nächsten Mal werden wir uns mit dem Fotoapparat bewaffnen, dann gibts auch ein paar schöne Bilder zur ersten Zipfelmützen-Rundroute im Wartburgkreis.



Kissel-Runde auf einer größeren Karte anzeigen

20.09.2009

Wipfra-Ilm-Tour

Claudia und ich sind die Tour heute mal komplett gefahren. Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen ging das richtig prima.

Die Strecke ist 52 km lang, am "Wendepunkt" Kranichfeld sind's rund 25 km.

Anbei die Bilder zur Tour. Die Wegbeschreibung im Eintrag vom August 2008 wird zeitnah überarbeitet und verfeinert, die Karte mit den exakten Standorten der Fotos ergänzt. Ggf. werd ich die Einträge noch zusammenlegen, aber gebt mir da noch etwas Zeit.


(1) Eines der schlechtesten Wegstücke der Strecke kurz vor Ettischleben

(2) Radweg zwischen Ettischleben und Bösleben (im Hintergrund)

(3) Kirche in Achelstädt

(4) Kreuzungspunkt "Osthausener Wald", rechts geht die Tour weiter, aber auch links den Berg hinauf gelangt man über das Oberschloß nach Kranichfeld

(5) Ilmradweg zwischen Stedtener Mühle und Kranichfeld

(6) Kreuzungspunkt "Goldene Aue", geradeaus geht die Tour weiter, links gehts hinauf zum Riechheimer Pass

(7) Blick auf den Stausee Hohenfelden

(8) Radweg zwischen Stausee Hohenfelden und Hohenfelden

(9) Kreuzungspunkt "Sandgrube", im Bild die Eichenberg-Hütte

(10) Blick auf Riechheim

(11) Radweg zwischen Riechheim und Elleben

(12) Radweg vor Kirchheim (im Hintergrund)

(13) Kreuzungspunkt "Kirchheimer Höhe"

(14) Radwegen zwischen Kirchheimer Höhe und Eischleben/Ichtershausen

(15) Kurz hinter dem Kreuzungspunkt "Schülzenburg", die Tour verläuft hier ein paar Meter parallel zur A 71

28.08.2009

Wipfra-Ilm-Tour

Heute möchte ich meine erste Tour präsentieren. Während Chrischi hauptsächlich Touren für das Mountain-Bike ausarbeitet, bin ich eher der Tourenradler und präsentiere entsprechende Kurse auf ausgeschilderten Radwegen, asphaltierten Wirtschaftswegen und gut befahrbaren Feld- und Waldwegen.

Die erste Tour deckt den nordöstlichen Teil des Ilm-Kreises sowie den südwestlichen Teil des Kreises Weimarer Land ab.

Ausgangspunkt der Tour (wie übrigens aller meiner Haustouren) ist das Hotel "Zur Krone" in Eischleben. Die westlichen Streckenteile (Eischleben bis Achelstädt und ab Riechheim bis zurück nach Eischleben) führen durch eine landwirtschaftlich geprägte, waldarme Gegend. Abgesehen von einigen kleineren Stichen kann man hier entspannt radeln, ein Großteil der Landwirtschaftswege sind asphaltiert. Lediglich kurz vor Ettischleben ist der Weg zwischen der L 1060 und dem Ortseingang in schlechtem Zustand.

Hinter Achelstädt beginnt der erste längere Anstieg. Er ist nicht supersteil, aber der doch recht steinige Weg erhöht den Schwierigkeitsgrad. Hat man den Achelstädter Berg erklommen, ändert sich die Landschaft. Der Osthausener Wald spendet auf der Abfahrt ins Tal der Ilm das erste Mal auf der Tour für längere Zeit Schatten. Nach der Durchquerung von Stedten erreicht man an der Stedtener Mühle den Ilmtal-Radwanderweg, dem die Tour bis nach Kranichfeld hinein folgt. Während der Ilmtal-Radwanderweg am ehemaligen Textilhaus Wilke in Richtung Bad Berka abbiegt, folgt die Tour dem Straßenverlauf Richtung Erfurt (an der Tankstelle links abbiegen). Am Ortsausgang Kranichfeld beginnt ein Radweg parallel zur L 1052. Am Ende des kleinen Anstiegs endet der Radweg. Um die Benutzung der Landstraße zu vermeiden, habe ich die Tour in Richtung Stausee Hohenfelden über den links in den Wald biegenden Weg gelegt.

Der Stausee Hohenfelden und die Avenida-Therme werden passiert, auf einem neu asphaltierten Radweg geht es nach Hohenfelden. Dort wartet der schwerste Anstieg des Tages, die Kletterpartie zur Sandgrube und weiter an den Fuß des Riechheimer Berges. Verläßt man den Tour-Parcours kurz hinter der Sandgrube nach links in Richtung Gaststätte Sonnenhof bietet sich ein fantastischer Ausblick auf den Stausee Hohenfelden und die wirklich superschöne Landschaft. Ein lohnenswerter Abstecher!

Nach dem Riechheimer Berg (auch hier kann man sich mit einem Abstecher zum Berggasthof für die Kletterei belohnen!) beginnt der genußvolle Teil der Tour. Auf durchweg asphaltierten Wegen rollt man von den Höhenzügen hinab zurück Richtung Wipfra. Über Riechheim, Elleben, Elxleben und Kirchheim geht es zurück nach Eischleben, wo man sich im Biergarten der Krone auch noch ein kühles Blondes genehmigen kann. Prost!



Tour Eischleben-Kranichfeld auf einer größeren Karte anzeigen

25.08.2009

Rund um den Stausee Heyda

Die kleine Runde (ca. 17km) führt von der Pörlitzer Höhe über Unterpörlitz nach Heyda, im Uhrzeigersinn um den Stausee herum und wieder über Unterpörlitz zurück zur Pörlitzer Höhe.

Fahrer ohne Mountainbike werden auf dieser Strecke ihre Probleme bekommen da die Wege teils von Gras überwachsen und mit Wurzeln gespickt sind oder wie an der Ostseite des Stausees fast nur aus Wurzeln bestehen. Mit dem entsprechenden Rad macht diese Strecke aber Spaß und ist sowohl landschaftlich als auch fahrtechnisch reizvoll. Konditionell wird einem nicht so viel abverlangt da die Strecke weder lang ist noch extreme Steigungen aufweist.

Strecke als GPX-Datei
Strecke als KML-Datei


Stausee Heyda auf einer größeren Karte anzeigen

Hoehenprofil

03.12.2005

Winter erfahren

Freitag mittag. Seit anderthalb Wochen war ich nicht mehr auf dem Rad. Temperaturen um die null Grad und Schnee/Regenschauer haben meine Motivation mich mit dem Rad ins Freie zu begeben auf den Tiefpunkt sinken lassen. Heute Nacht hat es wieder etwas geschneit, das Thermometer zeigt knapp -1 Grad. Die frische Schneedecke lockt an die frische Luft....wenn ich mich jetzt nicht überwinde werde ich wohl den ganzen Winter das Fahrrad im Keller stehen lassen. Also schnell rein in die Klamotten bevor der innere Schweinehund wieder die Oberhand gewinnt.

Nun steh ich also mit dem Rad vor der Haustür und der eisige Wind lässt mich ernsthaft überlegen das Bike wieder in den Keller zu bringen. Ach was, ich will mich nicht umsonst mit den 3 dicken Paar Socken in die dafür zu engen Radschuhe gequetscht haben....also auf gehts. Erstmal auf Asphalt raus aus der Stadt. Die Finger frieren in den kurzen Radhandschuhen und das vom Vorderrad aufgewirbelte Dreckwasser von der Straße spritzt mir genau ins Gesicht, es wird Zeit das ich Schnee unter die Reifen bekomme sonst brech ich gleich ab.

Einen Kilometer später kann ich die Straße endlich verlassen und meine Reifenspuren in den noch unberührten Schnee auf einem Feldweg pressen, der Puls geht langsam nach oben und somit frieren die Finger auch nicht mehr. Der frische Schnee knirscht unter den Reifen und der Wind lässt hier auch nach, genau deswegen wollte ich doch raus, alle Gedanken ans Abbrechen verfliegen sofort. Als ich dann auf einen Waldweg biege zeigen sich die Tücken des Schnees. Unterhalb der Schneedecke verstecken sich tiefe Spurrillen und mein Bike versucht mich abzuwerfen wie ein bockiger Gaul seinen Reiter. Zum Glück konnte ich mich immer noch rechtzeitig retten, nur einmal musste ich in den Schnee der Böschung neben mir greifen.

Jetzt noch einen steilen Asphaltanstieg meistern und es geht endlich richtig in den Wald. Die Schneedecke am Anstieg ist festgefahren und dementsprechend recht rutschig, meine Bereifung ist alles andere als grobstollig, also nehme ich mir vor die ganz kleinen Gänge zu meiden. Tja, die Rechnung habe ich ohne meine Oberschenkel gemacht, schneller als ich zuschauen kann wandert die Kette immer weiter nach links, bis die Reifen irgendwann keinen Halt mehr finden. Also absteigen und hochschieben. Schon nach 10 Schritten hat sich unter den Ballen der Schuhe ein großer Schneeklumpen gebildet der das Laufen annähernd unmöglich macht. Gerade als das kräftige Aufstampfen nach ein paar Schritten um die Schneeklumpen wieder loszuwerden zur Routine wird bemerke ich hinter mir einen LKW den Berg hochkommen. Der Weg ist so schmal das dieser nicht an mir vorbeipasst und wenn der wegen mir erstmal anhalten muss dann kommt der am schneebedeckten Hang nicht wieder in die Gänge. Toll, nun auch noch den Berg hochrennen bis zur nächsten breiteren Stelle, so hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Zum Lohn darf ich jetzt durch den wunderschön verschneiten Wald fahren, der Schwalbenstein bricht zu meiner Rechten durch den Schnee und kurz vor dem Schöffenhaus huscht ein Eichhörnchen kurz vor mir über den Weg. Hier muss ich mich auch entscheiden wie ich die Abfahrt nach Manebach fahre, auf Asphalt direkt hinunter oder einen für Fahrräder verbotenen schmalen Wanderweg am Waldrand entlang. Auf dem Wanderweg ist nicht eine einzige Fußspur im Schnee zu entdecken, also werden schon keine Wanderer unterwegs sein...also dort lang, ist eh viel schöner als der Asphaltweg. Hier kann man nämlich die wunderbare Aussicht über Manebach hinweg auf den Kickelhahn genießen, schnell noch ein Foto gemacht und da zeigen sich auch schon die Nachteile der schönen Aussicht. Durch die fehlenden Bäume konnte der Wind ungehindert den Schnee der darunterliegenden Wiesen auf dem Weg verteilen, ich muss wieder absteigen un kämpfe mich durch kniehohe Schneeverwehungen. Aber der Baumbestand wird wieder dichter und der Weg schlängelt sich jetzt wieder befahrbar mitten hindurch. Ich bin total alleine mitten in dieser wundervollen Winteridylle und fühle mich wie im Märchenwald aus Kinderzeiten, wenn jetzt noch Hänsel und Gretel meinen Weg kreuzen ist das Bild perfekt. Aber auch dieses schöne Waldstück hat irgendwann ein Ende und ich muss über die Wiesen hinab nach Manebach.

Bei schönem Wetter heisst es hier "Wer bremst verliert", jetzt hänge ich aber dauerhaft an der Bremse und als weiter unten auf der Abfahrt der Belag zu Kopfsteinpflaster wechselt erwarte ich jeden moment den Sturz, aber auch das überstehe ich und begebe mich auf dem Ilmradweg nach Ilmenau zurück, hier treffe ich noch einen anderen verrückten Biker und wir ziehen parallel unsere Spuren in den auch hier noch unberührten Schnee. In Ilmenau angekommen muss ich dann aber entscheiden meine normalerweise noch weiter um Ilmenau herumführende Tour drastisch zu verkürzen denn meine Füße vermelden den nahenden Erfrierungstod, also quer durch den Ort zurück nach hause. Hier kann ich auch endlich wieder mein großes Kettenblatt nutzen, ich hatte schon Angst das das Rost ansetzt. Im Schnee war ich meistens nur auf dem kleinsten Blatt unterwegs. Zu Hause angekommen freuten sich meine Füße auf ein heißes Bad und ich weiß jetzt das mich zukünftig Kälte und Schnee sicher nicht mehr vom Biken abhalten werden, denn selten hatte ich trotz aller Wiedrigkeiten dabei so viel Spaß wie heute.





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