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03.07.2010

Deutschland - Argentinien 4:0

Danke Jungs!

Und natürlich auch vielen Dank an unseren Viertelfinal-Gastgeber Nierenspender! Auf 3 x 2 Metern macht so ein Sieg einfach noch mehr Spaß! Wir sehen uns am Mittwoch in der Hummel!

29.06.2010

PORTUGAL 2010 - Das Heimreise-Wochenende incl. Deutschland vs. England

Claudia e meu gatinho














German Supporters :-)











René, Björn and the others - a little bit more cautious ;-) celebrating the third german goal









Der Abschied aus Portugal fiel uns etwas (aber wirklich nur etwas) leichter, weil wir, als wir Freitag abend losdüsten, wussten dass wir an den folgenden zwei Tagen viele liebe Freunde wieder sehen werden.

Zunächst kam mir Samstag früh um zwei auf einer gottverlassenen spanischen Autobahn die Idee, Astrid und Stefan in Seligenstadt anzurufen, ob wir dort nicht vielleicht die ersten Achtelfinals schauen können. Und gesagt, getan. Pünktlich zum Abpfiff des ersten Spiels rollten wir aufm Parkplatz vor Astrids Haus ein. Dennoch hatten wir zwischen Porto Manso und Seligenstadt eine grandiose Leistung geboten. Zunächst ich in der Nacht, später dann Frankreich-Spezialist Christian zwischen Bayonne und Karlsruhe auf den Autobahnen der Grande Nation. In nur 19 Stunden und ohne jeglichen längeren Zwischenstopp (Ausnahme zweimal Tankstopp) waren wir vom schönen Douro-Tal ca. 2200 km an den Main gerammelt. Sensationell!

An dieser Stelle nochmals ein herzlicher Dank an Astrid & Stefan für die spontane Aufnahme in die sehr nette Nachbarschaftsrunde. Hoffentlich ist euer amerikanischer Freund über die Niederlage seiner US-Boys etwas hinweg. Wir haben uns sehr wohl gefühlt bei Euch.

Sonntag wartete dann der ultimative Höhepunkt... Die Mutter aller Schlachten. Deutschland gegen die Inselaffen. Der Rahmen passte, was Claudias Eltern im Gartenhaus aufgefahren hatten, war allererste Sahne! Vielen, vielen Dank!!! Die Stimmung war glänzend, nicht nur wegen des saustarken Spiels unserer Mannschaft, sondern auch weil der Papageienzüchter aus Montevideo ein ziemlich blinder Vogel war und den "kurz" vor dem Tornetz aufspringenden Ball eben nicht im deutschen Tor gesehen hatte.

Auf dem dritten Bild sieht man auf dem NICHT (!) gestellten Foto, (sensationeller Schnappschuß, liebe Claudia) welche Anspannung von Teilen des zahlreichen Publikums beim 3:1 unserer Jungs abfiel. Ganz ehrlich... Wenn ich mir das Bild so anschaue, möchte ich mir selber niemals, aber wirklich niemals auf der Straße begegnen. Und René's stahlhartem Oberarm auch nicht. Das mehrwöchige einarmige Reißen am Ufer des Douro hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht, mein Lieber! :-)

Morgen ist dann endgültig erstmal Schluß mit lustig, dann wartet wieder das Büro. Gott sei Dank ist spielfrei. ;-) Aber nicht lange. Freitag gehts mit den Viertelfinals weiter. Am Samstag treffen wir auf Argentinien und weil Chrischi mir soeben mitgeteilt hat, dass er frei hat, genießen wir den Halbfinaleinzug auf einer 3 x 2 m Leinwand beim Nierenspender im schönen Winterstein. Ich freu mich!!!

17.05.2010

Der, wo Ballack verletzt hat

Jeder beschäftigt sich ja heute mit Michael Ballack und seinem verletzungsbedingten WM-Aus. Hab Christian heut mittag auch telefonisch vollgeflucht und darüber philosophiert, wie man Kevin-Prince im Vorrundenspiel Deutschland - Ghana am besten über den Platz hetzt, bis irgendwer ihn umhaut. Naja... Hab auf den Seiten der Zeit einen hochinteressanten Bericht über "den Täter" gefunden. Sehr lesenswert, wie ich finde. Sechs vollgepackte Seiten, es lohnt sich aber, sich dafür Zeit zu nehmen (Boah, was ein Wortspiel...)!

http://www.zeit.de/2010/20/DOS-Bolzplatz

PS: Mehr zum aufregenden Umzugswochenende zeitnah!

02.12.2009

Weltmeisterschaft 2010 - Vor der Endrundenauslosung

In knapp 53 Stunden schaut die Fußball-Welt nach Kapstadt. Am Freitag werden ab 18:30 Uhr die Endrundengruppen der Weltmeisterschaft 2010 ausgelost. Heute hat die FIFA die Einteilung der Lostöpfe bekanntgegeben. Überraschungen gab es keine, es war der erwartete Mix aus sportlichen und geographischen Kriterien. In Topf 1 befinden sich neben Gastgeber Südafrika die besten sieben Teams der Weltrangliste: Brasilien, Spanien, die Niederlande, Italien, Deutschland, Argentinien und England. Die anderen Töpfe wurden nach geographischen Gesichtspunkten eingeteilt. In Topf 2 befinden sich mit den USA, Mexiko, Honduras, Neuseeland, Australien, Südkorea, Nordkorea und Japan die Teams aus der CONCACAF-Zone sowie aus Asien und Ozeanien. Die übrigen afrikanischen und südamerikanischen Teams (Algerien, Ghana, Elfenbeinküste, Kamerun, Nigeria, Paraguay, Uruguay und Chile) landeten in Topf 3. Alle übrigen Europäer (Frankreich, Dänemark, Portugal, Serbien, Slowenien, Slowakei, Schweiz und Griechenland) wurden in Topf 4 platziert. Damit sind für unser Team Kombinationen mit sehr unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad möglich. Nachfolgend mal ein paar Möglichkeiten.

SCHWER

Deutschland, USA, Elfenbeinküste, Frankreich
Deutschland, Australien, Paraguay, Portugal

LEICHT

Deutschland, Nordkorea, Algerien, Slowakei
Deutschland, Neuseeland, Chile, Slowenien

Meine Lieblingskombination wäre NEUSEELAND - GHANA - FRANKREICH. Ja, ich hätte gerne die Franzosen. Und zwar am letzten Spieltag, damit wir Domenechs Mogeltruppe direkt in den Flieger schießen könnten.

Natürlich gab es auch diesmal wieder die große Zipfelmützen-Vorab-Gruppenauslosung. Dabei sind interessante, offene Gruppen entstanden. Deutschland müsste sich mit Honduras, Ghana und der Schweiz auseinandersetzen. Aber seht selbst:












Wie es wirklich kommt, erleben wir am Freitag ab halb sieben live im ZDF.

19.11.2009

Weltmeisterschaft 2010 - Qualifikation

Seit vergangener Nacht kurz vor zwei ist die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 Geschichte. In Montevideo sicherte sich Uruguay das letzte der 32 Flugtickets nach Südafrika. Den Südamerikanern genügte in Montevideo ein 1:1-Unentschieden gegen Costa Rica, um sich im letzten Moment doch noch auf die WM-Landkarte zu quetschen.

Zuvor hatte Europa einen Qualifikationsabend erlebt, der überraschend und teilweise auch dramatisch verlief. Und bei dem ich am Ende vor Wut kochte. Es war 23:40 Uhr, als die ARD das Spiel Frankreich – Irland zusammenfasste. Ich kannte das Endergebnis, war traurig, das meine Boys in Green nach heroischem Kampf das WM-Ticket knapp verpasst hatten. Doch was ich dann sah, ließ mich fast platzen. Jeder, aber auch wirklich jeder Blinde hatte gesehen, dass Henry den Ball erst mit der Hand stoppt um ihn dann mit dem selben Körperteil auch noch Gallas vorzulegen, der in der 103. Minute nur noch zum 1:1 einnicken brauchte. Nur der Schiri sah nichts. 20 000 (!) mitgereiste Iren und ein großer Fan auf einer Couch in Zentralthüringen trauten ihren Augen nicht. Das offensichtlichste Handspiel seit der Hand Gottes. Mein lieber Zipfelmützen-Kollege Herr Schulz mag sich über die Qualifikation der Froschfresser bzw. das Scheitern der Iren freuen, ich finde es einfach nur zum kotzen. Hätten sie 5:0 verloren, okay. Aber so… Ekelhaft! Sollen sie in Paris mal schön feiern, in dieser furchtbaren Verfassung werden die Baguettefresser und ihr dussliger Trainer bei der Endrunde sogar gegen Neuseeland und Honduras Probleme bekommen. So, damit will ich’s mal bewenden lassen.

Mit Portugal schaffte es nur noch eines der favorisierten Teams zur Weltmeisterschaft. Die Portugiesen setzten sich im Hexenkessel von Zenica 1:0 gegen Bosnien-Herzegowina durch. Nachdem der Linienrichter von einem Gegenstand am Kopf getroffen worden war und sich dabei eine Platzwunde zuzog, stand das Spiel kurz vor dem Abbruch.

In den beiden anderen europäischen Duellen setzten sich die Außenseiter durch. Die Slowenen stürzten mit einem 1:0-Heimsieg die hochgehandelten Russen und deren Trainerdenkmal Guus Hiddink, dem man bis gestern sogar zugetreut hätte, San Marino ins WM-Achtelfinale zu führen. Die Sbornaja dürfte sicherlich das auf dem Papier stärkste Team sein, dass die WM im nächsten Sommer am Fernseher verfolgen muss. Und auch König Otto fährt zur WM. Der alte Trainerfuchs und seine Hellenen siegten gegen eine enttäuschende ukrainische Mannschaft 1:0 und überraschten damit wohl auch ihre Fans in der Heimat. Ich bin gespannt, wie die griechischen Medien, die Rehakles nach dem niveauarmen 0:0 vom Samstag schon zum Teufel gewünscht hatten, nun reagieren.

Das erste Ticket des Abends hatte sich Algerien gesichert. In der „Schlacht von Khartum“ sicherten sich die „Wüstenfüchse“ doch noch den Endrundenplatz gegen den amtierenden Doppel-Afrikameister Ägypten. Die Pharaonen, die den Kontinent dominieren, sind in der WM-Qualifikation mal wieder jämmerlich gescheitert.

Anbei findet ihr ALLE Ergebnisse und Tabellen der WM-Qualifikation. Von den ersten Vorqualifikationen bis zu den letzten Relegationsspielen. Und natürlich die vollständige WM-Landkarte.

Die Auslosung der Endrundengruppen findet am 04.12.2009 (Freitag) ab 18:30 Uhr (live im ZDF) in Kapstadt statt.

17.11.2009

Weltmeisterschaft 2010 - Qualifikation

Ein Klick auf die beigefügte WM-Karte verrät es, das Starterfeld ist am Wochenende wieder um drei Nationalmannschaften gewachsen.

Bereits am frühen Morgen verfolgten die Zipfelmützen live die Qualifikation von Neuseeland, die Bahrain mit 1:0 bezwangen und nun zum zweiten Mal nach 1982 bei einer Weltmeisterschaft dabei sind.

Am Nachmittag fingen dann in der Afrika-Gruppe-2 die Super Eagles aus Nigeria noch die Adler von Karthago (Tunesien) ab. Während Nigeria sein Auswärtsspiel in Kenia 3:2 gewann, vergeigten die Nordafrikaner ihren Auftritt in Mosambik (0:1).

Besser machte es der Tabellenführer der Gruppe 1, Kamerun. Die unzähmbaren Löwen gewannen 2:0 in Marokko und verteidigten so ihre Spitzenposition vor Gabun, das ohnehin in Togo verlor.

Da Ghana und die Elfenbeinküste ja bereits qualifiziert waren, stellt Westafrika also gleich vier der sechs WM-Teilnehmer des Kontinents.

Noch keine Entscheidung ist in Gruppe 3 gefallen. Ägypten gewann 2:0 gegen Algerien und erzwang dadurch ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden. Das Match steigt morgen Abend in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. Die Kicker vom Nil retteten sich erst in der fünften (!) Minute der Nachspielzeit in das Entscheidungsspiel. Neben der auf dem Papier stärkeren Mannschaft dürfte somit auch der psychologische Vorteil auf Seiten der Ägypter liegen.

Noch keine endgültigen Entscheidungen sind in Europa gefallen. Die beste Ausgangsposition haben sicherlich die Franzosen, die sehr glücklich in Irland mit 1:0 gewannen. Dennoch schreibe ich „meine“ Boys in Green noch nicht ganz ab. Auch wenn es den Iren sicherlich nicht liegt, ein Spiel machen zu müssen, sollten sie in der Lage sein, gegen diese schwachen Franzosen auch in Paris mindestens ein Tor zu schießen.

Noch knapper geht es in den anderen drei Relegationsduellen zu. Die Russen kassierten nach einem Spiel auf ein Tor in der 87. Minute doch noch einen Gegentreffer der Slowenen und müssen nach dem 2:1-Heimsieg nun mehr zittern als vorm Anpfiff im Riesenreich gedacht. In Griechenland fordert die Öffentlichkeit nach dem furchtbar anzuschauenden 0:0 gegen die Ukraine bereits den Kopf von König Otto. Und auch Portugal hat nach dem knappen 1:0-Heimsieg über Bosnien-Herzegowina alles andere als eine beruhigende Ausgangsposition vor dem Rückspiel. Die Südosteuropäer, die beste Gelegenheiten ausließen, hätten sogar ein noch besseres Ergebnis erzielen können, trafen aber dreimal nur Pfosten oder Latte.

In der Amerika-Relegation ist dagegen nach dem 1:0-Sieg Uruguays in Costa Rica wohl schon eine Vorentscheidung zugunsten der Mannschaft vom Rio de la Plata gefallen.

Am Donnerstag Morgen sind wir schlauer, dann stehen alle 32 Teilnehmer fest und wir können uns Gedanken über unsere Traumgruppe machen.

13.11.2009

Qualifikation zur WM 2010 - Vorschau auf die Relegationsspiele

23 Teams haben ihre Tickets für die Weltmeisterschaft in Südafrika gebucht. Neun Startplätze sind noch zu vergeben. Und um diese streiten sich genau noch 18 Teams. Auf allen Kontinenten. Die WM-Qualifikation startet also am Wochenende in ihre heiße Phase. Von Wellington bis Montevideo, von Dublin bis Kairo – die Luft brennt.

Die erste Entscheidung fällt bereits morgen früh, wenn sich ab acht Uhr (MEZ) Neuseeland und Bahrain (Hinspiel: 0:0) zum alles entscheidenden Rückspiel in Wellington treffen. Eurosport ist live dabei!

Die Neuseeländer haben im Land eine riesige Euphorie entfacht, das Westpac Stadium in Wellington ist ausverkauft. Die All Whites träumen von der zweiten WM-Teilnahme nach 1982 in Spanien. Für Bahrain, die auf ihren besten Stürmer verzichten müssen, wäre es die erste Endrunden-Teilnahme. Pikant: die Wüstensöhne waren bereits 2006 im interkontinentalen Play-Off-Spiel an Trinidad&Tobago gescheitert.

Ab 14:00 Uhr fällt die erste Entscheidung in Afrika. In Gruppe B liefern sich Tunesien (in Mosambik) und Nigeria (in Kenia) ein Fernduell. Während Nigeria auf einen tunesischen Ausrutscher hoffen muss, können die Nordafrikaner mit einem Sieg aus eigener Kraft ihre fünfte WM-Teilnahme, die vierte in Folge, perfekt machen.

Ebenfalls ein Fernduell liefern sich ab halb fünf in Gruppe A Kamerun (in Marokko) und Gabun (in Togo). Die unzähmbaren Löwen, die auf ihre sechste WM-Teilnahme (zuletzt 2002) hoffen, haben einen Punkt Vorsprung vor Gabun. Das Land, das etwas größer als die alte Bundesrepublik ist, in dem aber nur 1,4 Millionen Menschen wohnen, ist wohl der größte Außenseiter, der noch im Rennen um ein WM-Ticket ist. Gabun, dass im Norden sogar eine gemeinsame Grenze mit Kamerun hat, war noch nie für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Selbst an der Afrika-Meisterschaft nahm man erst dreimal (zuletzt von 19 (!) Jahren) teil.

Das letzte afrikanische WM-Ticket wird ab halb sieben in Kairo vergeben. Die vermeintlich beste afrikanische Mannschaft der letzten Jahre, die Ägypter, müssen dabei gegen Algerien mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen. Bei einem ägyptischen Sieg mit zwei Toren Differenz müsste es am kommenden Mittwoch sogar ein Entscheidungsspiel geben, da beide Mannschaften dann punkt- und torgleich wären. Bei allen anderen Resultaten wären die Algerier das dritte Mal (zuvor 1982 und 1986) für eine Endrunde qualifiziert. Es ist immer wieder erstaunlich welche Probleme die Ägypter in der WM-Qualifikation haben. In den letzten zehn Jahren wurden sie dreimal Afrikameister, die letzte WM-Teilnahme liegt aber bereits 19 Jahre zurück. Wie heiß die Atmosphäre in Kairo werden wird, erfuhren die Algerier bereits auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel. Ägyptische „Fans“ bewarfen den algerischen Bus mit Steinen, fünf Spieler der Gäste wurden verletzt.

Maximal Vorentscheidungen können in Europa fallen. Hier stehen am Samstag erst die Hinspiele auf dem Programm. Um 17 Uhr in Moskau ist Russland der klare Favorit gegen Slowenien. Das russische Öffentlichkeit nimmt den Gegner nicht ernst. Nationaltrainer Hiddink warnte daher diese Woche eindringlich vor den abwehrstarken (nur vier Gegentore in zehn Qualifikationsspielen) und sehr effektiv spielenden Slowenen.

Um 19 Uhr duellieren sich in Athen Griechenland und die Ukraine im vermeintlich spannendsten Duell in Europa. Für beide Teams geht es um die zweite WM-Teilnahme. Während die Ukraine 2006 bis ins Viertelfinale vordrang, wartet Griechenland schon seit 15 Jahren auf den zweiten Endrunden-Auftritt. 1994 in den USA scheiterten die Griechen sang- und klanglos in der Vorrunde.

Neben den Neuseeländern drücke ich natürlich den Iren am heftigsten die Daumen. Und so chancenlos sehe ich die Mannschaft von Giovanni Trapattoni gegen Frankreich gar nicht. Die Franzosen spielten eine teilweise furchtbare Qualifikation, waren im Kampf um den Gruppensieg gegen Serbien chancenlos. Obwohl mit Henry, Anelka und Benzema überdurchschnittliche Spieler zur Verfügung stehen, lahmt das attraktive Offensivspiel der Franzosen seit Jahren. Selbst bei der Vizeweltmeisterschaft 2006 vermochten „Les Bleus“ spielerisch nicht zu überzeugen. Der umstrittene Nationalcoach Raymond Domenech, der auf den verletzten Franck Ribery verzichten muss, würde wohl gefeuert werden, werden anstatt des Weltmeisters von 1998 die Iren ihre vierte WM-Teilnahme perfekt machen würden. Die Spiel beginnt 21:00 Uhr und läuft live bei Eurosport.

Um halb zehn gibt’s dann das immer wieder reizvolle Duell David gegen Goliath. Portugal, dass ohne seinen verletzten Superstar, den von mir heiß „geliebten“ Cristiano Ronaldo, auskommen muss, trifft auf Bosnien-Herzegowina. Die Bosnier, die in ihrer jungen Geschichte noch an einer EM- oder WM-Endrunde teilgenommen haben, setzen auf ihre Bundesliga-Stars Misimovic, Dzeko, Ibisevic und Salihovic. Die Bosnier erscheinen mir nicht chancenlos. Portugal konnte in der Qualifikation bisher nicht überzeugen, konnte zu Hause nur Malta und Ungarn schlagen. Die Bosnier ließen die Türkei und Belgien ganz souverän hinter sich, waren aber gegen Spanien auch im eigenen Stadion absolut chancenlos.

Tief in der Nacht rollt der Ball schließlich auch in Amerika. Um drei Uhr am Sonntag morgen empfängt Costa Rica das Team aus Uruguay. Costa Rica, die 1990, 2002 und 2006 an den Endrunden teilnahmen, verfügt im Gegensatz zu den Gästen über keinerlei Relegationserfahrung. Die Urus sicherten sich 2002 gegen Australien die Tickets in den Play-Offs, scheiterten allerdings vier Jahre später auf dem gleichen Wege. Die Südamerikaner dürften in erster Linie auf ihr Heimrecht im Rückspiel bauen.

15.10.2009

Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010

Da hat’s Diego ja doch noch geschafft. Dank einer disziplinierten Defensivleistung gewannen die Gauchos den „Classico Rio de la Plata“ 1:0 in Montevideo – der erste Sieg in Uruguay seit 33 Jahren. Da Ecuador gleichzeitig in Chile verlor, können sich die Jungs aus Uruguay mit dem Relegationsduell gegen Costa Rica trösten. Die Mittelamerikaner spielten in den USA 2:2. Ein achtbares Ergebnis, das jedoch nicht ausreichte um Platz 3 zu halten. Honduras gewann 1:0 in El Salvador, zog noch an Costa Rica vorbei und ist direkt für Südafrika qualifiziert.

In Europa qualifizierten sich die Schweiz (0:0 gegen Israel) und die Slowakei im polnischen Schneetreiben als letzte Teams direkt für die Weltmeisterschaft. Portugal, die Ukraine und Griechenland buchten die letzten Relegations-Tickets. Diese Spiele werden am Montag ausgelost und finden Mitte November statt. Dann fällt ebenfalls die Entscheidung in Afrika und in den beiden Interzonen-Relegationen zwischen Neuseeland und Bahrain bzw. Costa Rica und Uruguay.


12.10.2009

Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010

Was für ein Qualifikations-Samstag! Erst der wichtige 1:0-Erfolg der deutschen Mannschaft in Russland und dann nach Mitternacht live bei Sky die Südamerika-Qualifikation mit den Spielen Argentinien - Peru und Ecuador – Uruguay. In beiden Spielen Dramatik in den Schlussminuten, ein infernalisches Gewitter über Buenos Aires und ein patschnasser aber überglücklicher Diego Armando Maradonna, der den Last-Minute-Sieg seiner ultraschwachen Gauchos mit einem Diver der Güteklasse A feierte. Aber der Reihe nach…

In Europa ist fast alles entschieden, nur in zwei der neun Gruppen ist noch offen, wer sich das direkte WM-Ticket sichert. Einmal betrifft dies die Gruppe 2, wo die Schweiz im Heimspiel gegen Israel noch einen Punkt benötigt, um Griechenland (Pflichtaufgabe gegen Luxemburg) auf Distanz zu halten. Das sollte ebenso machbar sein, wie für die Slowakei ein Heimsieg gegen die superschlechten Polen in Gruppe 3. Aber Vorsicht! Die Slowakei verlor am Samstag völlig überraschend gegen Slowenien. Das hatte zwar den für die Slowaken angenehmen Effekt, dass der große Nachbar Tschechien so gut wie raus ist, allerdings sind die Slowenen, die am letzten Spieltag drei Punkte gegen San Marino so gut wie sicher haben, nun wiederum den Slowaken auf die Pelle gerückt.

In den anderen europäischen Gruppen ist dagegen so gut wie alles klar. In Gruppe 1 ist Dänemark durch und verbaute Schweden gleichzeitig so gut wie sicher den Weg nach Südafrika, denn die Portugiesen haben am letzten Spieltag Heimrecht gegen Malta. Sollte sich Portugal, dass aber verletzungsbedingt ohne Cristiano Ronaldo auskommen muss, diese Chance noch nehmen lassen, müsste man die Südwesteuropäer wegen Dummheit wohl gleich noch von der nächsten WM ausschließen.

Ähnliches gilt in Gruppe 6 für die Ukrainer, die in Andorra einen Dreier benötigen, um die Kroaten auf Distanz zu halten.

In den Gruppen 4 (Deutschland direkt, Russland Relegation), 5 (Spanien direkt, Bosnien-Herzegowina Relegation), 7 (Serbien direkt, Frankreich Relegation) und 8 (Italien direkt, Irland Relegation) ist alles klar.

In Südamerika hat sich Chile am Wochenende als drittes Land qualifiziert. Die La Roja gewann 4:2 in Kolumbien. Allerdings spielen die Chilenen am Mittwoch eine wichtige Rolle im Dreikampf um Platz 4. Denn dann gastiert Ecuador in Santiago de Chile und wenn die Gäste gewinnen, sind sie Fünfter und hätten damit im November in Relegationsspielen gegen den Nordamerika-Vierten die Chance, sich doch noch für die WM zu qualifzieren. Der absolute Kracher steigt aber in Montevideo, wo mit Uruguay und Argentinien ausgerechnet zwei Erzrivalen und zweimalige Weltmeister um das letzte direkte südamerikanische WM-Ticket kämpfen. Besonders brisant ist die Lage auch, weil der Verlierer, abhängig vom Ergebnis des Spiels Chile – Ecuador, am Ende auch mit völlig leeren Händen dastehen könnte. Der ganze Spaß kommt übrigens in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag live bei Sky!

In Nordamerika haben sich die Amis und Mexiko traditionell für die Endrunde qualifiziert. Seit 1994 haben sich beide Mannschaften in der sogenannten Concacaf-Gruppe immer gemeinsam durchgesetzt. Um den letzten direkten Platz liefern sich Costa Rica (in den USA) und Honduras (in El Salvador) ein Fernduell. Der Verlierer ist (im Gegensatz zu Südamerika) allerdings sicher in der Relegation, hier kann kein Team mehr von hinten gefährlich werden.

In Afrika hat sich die Elfenbeinküste in Gruppe 5 wie erwartet das WM-Ticket gesichert. In Gruppe 1 hat sich der Vier- auf einen Zweikampf halbiert. Kamerun (10 Punkte) und Gabun (9) ermitteln in einem Fernduell in Marokko bzw. Togo den WM-Teilnehmer. Auch in Gruppe 2 müssen die beiden verbliebenen Konkurrenten (Tunesien und Nigeria) im November jeweils auswärts antreten. Die Nigerianer müssen dabei auf einen Ausrutscher der Tunesier in Mosambik hoffen. In Gruppe 3 gibt es am 14.11. ein echtes Endspiel. Ägypten (10) empfängt zu Hause Algerien (13). Bei einem 2:0-Erfolg der Ägypten wären beide Mannschaften exakt punkt- und torgleich, dann würde der direkte Vergleich (Hinspiel gewann Algerien 3:1) auf Grund der Auswärtstore für die Kicker vom Nil sprechen. Super spannend!

Im Relegations-Hinspiel konnte sich Neuseeland durch ein torloses Remis in Bahrain eine überraschend gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Wellington sichern, dass aber erst im November stattfindet.

Die WM-Landkarte sieht damit wieder ein Stück bunter aus, mit 19 von 32 Teilnehmern steht nun bereits mehr als die Hälfte fest.

07.10.2009

Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010

Die WM-Qualifikation nähert sich dem Ende, in Europa, Nord- sowie Südamerika steht der letzte Doppel-Spieltag in den Gruppen auf dem Programm. In Afrika könnten am vorletzten Spieltag weitere Entscheidungen fallen, zwischen dem Asien-Fünften Bahrain und Ozeanien-Sieger Neuseeland steigt das Relegations-Hinspiel. Es könnten sich also eine ganze Menge Mannschaften bereits am Wochenende, spätestens aber am kommenden Mittwoch ihre WM-Tickets sichern. Da wird es Zeit, einen Blick in die Gruppen zu werfen. Beginnen wir in Europa.

Ein spektakulärer Dreikampf tobt in Gruppe 1. Und das Schlüsselspiel steigt am Samstag in Kopenhagen beim Derby zwischen Dänemark und Schweden. Ein schwedischer Sieg würde das fast sichere Aus für Portugal bedeuten. Denn am kommenden Mittwoch können Dänemark (gegen Ungarn) und Schweden (gegen Albanien) in vermeintlich leichten Heimspielen jeweils auf drei sichere Punkte spekulieren. Die Portugiesen, denen dann auch die sechs fest eingeplanten Heimpunkte gegen Ungarn und Malta nichts mehr helfen würden, müssen also den Dänen die Daumen drücken. Meine Gefühle sind zwiespältig, einerseits wäre es angesichts unseres WM-Urlaubs in Portugal schade, wenn die Portugiesen nicht dabei wären, andererseits wäre es für mich ein innerer Vorbeimarsch, wenn mein Spezialfreund Cristiano Ronaldo bei der WM zugucken müsste. Übrigens sind natürlich auch die mit Portugal punktgleichen Ungarn noch nicht endgültig draußen, allerdings ist den Magyaren doch zuletzt etwas die Luft ausgegangen und an zwei Auswärtssiege glaube ich nicht. Tipp: Der Ausgang des skandinavischen Nachbarschaftsduells, von dem so vieles abhängt, ist unheimlich schwer vorherzusagen. Ich tippe auf ein Unentschieden und den absoluten Showdown am kommenden Mittwoch, wo dann sogar die Tordifferenz entscheiden dürfte.

Spannend ist auch die Gruppe 2 mit dem Duell der deutschen Trainer Hitzfeld und Rehagel. Die Schweizer haben die beste Ausgangsposition und werden am Samstag in Luxemburg alles daran setzen, die 1:2-Schmach aus dem Hinspiel vergessen zu machen. Griechenland steht gegen die zuletzt stark aufgekommenen Letten vor einem echten Endspiel. Fahren die Hellenen den erwarteten Sieg ein, dürfte angesichts des Mittwoch-Heimspiels gegen Luxemburg zumindest der zweite Platz sicher sein. Israel verfügt nur noch über theoretische Chancen, muss auf einen Patzer der Schweizer in Luxemburg und auf ein Unentschieden zwischen Griechenland und Lettland hoffen. Tipp: Die Schweiz wird als Gruppensieger zur Weltmeisterschaft fahren.

In Gruppe 3 ist die Slowakei so gut wie durch, im Heimspiel gegen den Zweiten Slowenien genügt bereits ein Unentschieden. Im Nachbarschaftsduell der Enttäuschten zwischen Tschechien und Polen geht es um die Wahrung der aller-allerletzten Chance. Ich hoffe ja traditionell noch auf die Nordiren, die dürften es allerdings schwer haben, da sie am Samstag spielfrei sind und zuschauen müssen, wie die Konkurrenz punktet. Die Tschechen haben in ihren beiden Heimspielen gegen Polen und Nordirland eine realistische Chance auf sechs Punkte, daher mein Tipp: Die Slowakei sichert sich als Gruppensieger die erstmalige WM-Teilnahme, die Tschechen springen noch auf Platz 2.

In Gruppe 4 ist die Lage eindeutig. Alles blickt nach Moskau, wo unsere Jungs gegen die Russen wenigstens einen Punkt benötigen um am kommenden Mittwoch gegen Finnland aus eigener Kraft alles klar machen zu können. Gewinnen wir sogar, sind wir Gruppensieger und die Russen Zweiter. Gewinnen die Russen, können sie am Mittwoch aus eigener Kraft in Aserbaidschan das WM-Ticket buchen. Tipp: Ich glaube nicht, dass wir in Russland verlieren.

Die Gruppe 5 wurde von Europameister Spanien dominiert, die bereits sicher für die WM qualifiziert sind. Dahinter streiten sich Bosnien-Herzegowina und die Türkei um den zweiten Platz. Die Bosnier müssen am Samstag „nur“ in Estland gewinnen, dann ist alles klar. Stolpert das Team aber in Tallin, können sich die Türken wieder berechtigte Hoffnungen machen, denn Bosnien muss am letzten Spieltag gegen die verlustpunktfreien Spanier antreten. Tipp: Bosnien wird Gruppenzweiter.

Ähnlich ist die Ausgangslage in Gruppe 6. Die Engländer sind qualifiziert und mit Kroatien und der Ukraine streiten sich zwei Teams um Platz 2. Das alles entscheidende Spiel findet in Kiew statt und es stellt sich die Frage, wie motiviert die bereits qualifizierten Engländer gegen die Ukraine antreten werden. Verlieren die Three Lions nämlich, springt die Ukraine auf Platz 2 und dürfte angesichts ihres letzten Gegners am Mittwoch (Andorra) auch dort bleiben. Und da die Kroaten England 2008 in Wembley die EM-Teilnahme ruinierten, hätten die Insulaner sicher nichts dagegen, wenn die Kroaten 2010 zuschauen müssten. Gegen diese Theorie spricht aus meiner Sicht allerdings die Person Fabio Capello. Der Startrainer dürfte an solche Spielereien sicherlich keinen Gedanken verschwenden und wird der Ukraine die Punkte nicht auf dem Silbertablett servieren. Tipp: Schwierig. Auch ein nicht hundertprozentig motiviertes England erscheint mir momentan stark genug, um in der Ukraine wenigstens einen Punkt mitzunehmen und den Osteuropäern so die Chancen auf die WM fast sicher zu rauben.

Ganz Frankreich zittert vor den Färöer Inseln. Les Bleus spielen in Gruppe 7 wirklich eine furchtbare Qualifikation, eigentlich spielen sie schon seit einigen Jahren nur noch Fußball zum Abgewöhnen. Dennoch: mit einem Sieg über die Schafsinseln hätten die Franzosen den zweiten Platz sicher. Sollte es eine Sensation geben, hätte Österreich (ein Heimsieg gegen Litauen vorausgesetzt) am Mittwoch in Paris die Chance, in einem echten Endspiel die Franzosen noch zu verdrängen. Vor allen anderen steht noch Serbien, die zu Hause gegen Rumänien (Samstag) oder in Litauen (Mittwoch) noch einen Sieg brauchen, um direkt zur WM zu fahren. Tipp: Serbien wird Erster, die Franzosen Zweiter.

Finale auch in Gruppe 8, so spannend ist es allerdings nicht mehr. Italien muss in Irland antreten, kann sich aber angesichts von vier Punkten Vorsprung und einem Heimspiel gegen Zypern am Mittwoch in der Hinterhand sogar eine Niederlage erlauben. Eine solche würde zwangsläufig einen irischen Sieg bedeuten, der wiederum den Iren gegenüber Bulgarien endgültig den zweiten Platz sichern würde. Tipp: Italien Gruppensieger, Irland Zweiter.

In Gruppe 9 sind die Spiele bereits beendet, die Niederländer haben sich die WM-Fahrkarte gesichert. Norwegen muss aber zittern, denn es ist durchaus möglich, dass die Norweger der schlechteste Gruppenzweite werden und somit vorzeitig ausscheiden.

Wandern wir weiter nach Südamerika. Brasilien und Paraguay sind bereits sicher, Chile so gut wie qualifiziert. Um den vierten und fünften Platz tobt aber ein wilder Kampf, in den überraschend auch Argentinien verwickelt ist. Vielleicht es das große Glück des zweimaligen Weltmeisters, dass Trainer Diego Maradonna mal wieder zu fett ist und sich deswegen in Italien einer Kur unterzieht. Daher hält Altmeister Carlos Bilardo nun die Zügel in der Hand. Argentinien hat den Vorteil am Samstag ein vermeintlich leichtes Heimspiel gegen den Tabellenletzten Peru zu haben. Mit drei Punkten könnten die Gauchos die Konkurrenz gehörig unter Druck setzen. Die unmittelbar vor und hinter den momentan fünftplatzierten Argentiniern liegenden Ecuador und Uruguay treffen in Quito direkt aufeinander. Die ebenfalls noch im Rennen befindlichen Venezuela und Kolumbien müssen schwere Auswärtsaufgaben in Brasilien bzw. Paraguay lösen. Ich erwarte, dass diese beiden Teams am Samstag aus dem Rennen ausscheiden. Und dann könnte es am Mittwoch in Montevideo zu einem Showdown zwischen den Erzrivalen Uruguay und Argentinien kommen. Was für ein gigantischer Gedanke. Tipp: Argentinien löst das Ticket für die WM auf jeden Fall, zur Not als Gruppenfünfter über die Relegationsspiele im November.

In diesen Relegationsspielen würden die Argentinier auf den Vierten aus Nord- und Mittelamerika treffen. Die Lage hier ist noch ultraspannend, mit Ausnahme von Trinidad & Tobago, die weg sind, können die fünf anderen Mannschaften alle noch ausscheiden oder sich qualifizieren. Die Amerikaner haben die beste Ausgangsposition, aber auch das vermeintlich schwerste Programm. Mexiko und Costa Rica haben gegen den Letzten Trinidad dagegen gute Chancen, wenigstens einen Dreier einzufahren. Tipp: Die Amis und Mexiko werden sich qualifizieren, Honduras und Costa Rica streiten sich um den letzten direkten Platz, der Verlierer geht in die Relegation. El Salvador sehe ich draußen, sie müssten am Samstag in Mexiko gewinnen, um ihre Chancen zu wahren. Das erscheint unrealistisch.

In Afrika steht am Samstag der vorletzte Spieltag auf dem Programm. Interessant ist insbesondere die Situation in Gruppe 2, wo sich die beiden Schwergewichte Tunesien und Nigeria ein Fernduell liefern. Da beide am Wochenende ein Heimspiel haben, dürfte die Entscheidung in den November vertagt werden. In Gruppe 3 müssen die überraschend starken Algerier im Heimspiel gegen Ruanda unbedingt einen Dreier landen um dann mit einem Polster in das potentielle Endspiel in Ägypten zu gehen. Um die Chance auf das Endspiel zu wahren, müssen die Jungs vom Nil, die in der WM-Qualifikation traditionell mal wieder erstaunliche Probleme haben, zunächst die schwere Aufgabe in Sambia lösen. In den Gruppen 4 und 5 ist es dagegen spannungsarm, Ghana ist sicher qualifiziert und der dominierenden Elfenbeinküste fehlt noch ein Punkt aus den abschließenden zwei Spielen. Enger ist dagegen die Lage in Gruppe 1, wo alle Mannschaften noch Chancen haben. Ein sicherer Tipp erscheint mir nicht möglich, Kamerun hat aber sicher die beste Ausgangsposition.

Abschließend noch ein Blick nach Bahrain, wo die Wüstensöhne zum zweiten Mal in Folge die Chance haben, sich über eine interkontinentale Relegation für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren. 2006 scheiterten sie an Trinidad & Tobago, nun wartet Neuseeland. Ich würde es den Jungs aus Ozeanien gönnen, ich schätze Bahrain als fünftbeste Mannschaft Asiens allerdings stärker ein. Tipp: Bahrain verschafft sich eine gute Ausgangsposition, um sich im November in Wellington erstmals das Weltmeisterschafts-Ticket zu sichern.

10.09.2009

WM-Qualifikation 2010


Die Zipfelmützen-WM-Landkarte ist seit gestern Abend wieder ein Stück bunter geworden. Paraguay, Spanien und England haben ihre Tickets für die WM-Endrunde fix gebucht. Einige andere haben einen großen Schritt Richtung Südafrika gemacht, z. B. die Slowakei, Serbien, Italien oder Bahrain. Die nächste Gruppe hat wichtige Punkte liegen lassen (Dänemark, Schweiz, Ukraine, Frankreich, Österreich, Türkei, Argentinien), die Portugiesen haben ihre letzte Chance am Leben erhalten und einige sind endgültig ausgeschieden. Zu letzteren gehören leider auch meine Schotten, die gegen Holland (dass die Punkte gar nicht mehr benötigt hätte) verloren und so noch von Norwegen überholt wurden.

Die Karte ist angefügt, die kompletten Spielpläne folgen so schnell wie möglich.


07.09.2009

WM-Landkarte - Brasilien und Ghana für Südafrika qualifiziert

Großkampftag in der WM-Qualifikation. Auf allen Kontinenten wurde am Wochenende um Punkte gespielt. Mit Ghana (Afrika-Gruppe D) und Brasilien (Südamerika) sicherten sich die Teams Nr. 7 und 8 das Ticket nach Südafrika.

In Europa haben sich die Probleme von zwei großen Nationen alles andere als verkleinert. In Gruppe 1 steht Portugal um Cristiano Ronaldo mit dem Rücken zur Wand. Nach dem 1:1 in Dänemark scheint die direkte Qualifikation ausgeschlossen. Und auch der Play-Off-Platz ist in Gefahr, Ungarn und Schweden liegen vor den Portugiesen.

Ebenfalls in Schwierigkeiten steckt Frankreich. Die Grande Nation kam gegen die in der Qualifikation bisher so schwachen Rumänen in Paris nur zu einem 1:1 und fährt nun mit vier Zählern Rückstand auf Serbien am Mittwoch nach Belgrad zum vorentscheidenden Spiel.

Einen großen Schritt in Richtung Südafrika konnten dagegen die Schweiz (2:0 gegen Griechenland), Spanien (5:0 gegen Belgien) und Italien (2:0 in Georgien) machen.

Am Mittwoch geht es in Europa weiter. Neben dem bereits genannten Spiel der Franzosen treffen auch in den Duellen zwischen Ungarn und Portugal, Bosnien-Herzegowina und der Türkei sowie Nordirland und der Slowakei direkte Kontrahenten aufeinander. Spanien und England können bei entsprechenden Ergebnissen ihre Tickets sicher buchen.

In Südamerika haben sich die Brasilianer ausgerechnet mit dem 3:1 Sieg bei Erzfeind Argentinien das WM-Ticket gesichert. Dagegen stehen die Gauchos nur auf Platz 4 und müssen zumindest um die direkte Qualifikation bangen. Hinter Brasilien, aber eben vor Argentinien, liegen Paraguay und Chile sehr gut im Rennen. Den beiden Teams dürfte die Fahrkarte nach Südafrika kaum noch zu nehmen sein.

In Asien ermitteln Bahrain und Saudi-Arabien die Mannschaft, die gegen Ozeanien-Sieger Neuseeland ein WM-Ticket ausspielen darf. Das erste Spiel endete torlos, so dass die Saudis, die im Rückspiel Heimrecht genießen, wohl die besseren Karten haben.

In Afrika haben Tunesien, Algerien und die Elfenbeinküste beste Chancen, nach Südafrika zu fahren. Die Tunesier konnten beim 2:2 in Nigeria ihren Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Super-Eagles halten und haben die Qualifikation weiter selbst in der Hand. Algerien hat weiter drei Punkte Vorsprung auf Ägypten während der Elfenbeinküste nach dem 5:0 über Burkina Faso angesichts von sechs Punkten Vorsprung und dem 15 Tore besseren Torverhältnis nur noch theoretisch von Platz 1 der Gruppe E verdrängt werden kann.

In Nordamerika ist eine Vorentscheidung darüber gefallen, wer in der Sechser-Gruppe nicht zur WM fährt: El Salvador und Trinidad&Tobago sind praktisch raus. Die restlichen vier Teams (USA, Mexiko, Costa Rica und Honduras) sind nur einen Punkt getrennt und kämpfen um drei direkte Plätze für Südafrika. Doch auch der Vierte wäre noch nicht endgültig raus, er spielt gegen den Fünften aus Südamerika um einen WM-Startplatz.

Mit der Karte habt ihr immer im Blick, wer bereits die Tickets an das Kap der Guten Hoffnung gebucht hat.










Und nun gibts die ultimative Zahlen- und Tabellenflut. ALLE Ergebnisse, ALLE Tore, ALLE Tabellen der WM-Qualifikation. Natürlich auf dem neuesten Stand.