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18.07.2011

Arbeitsnachweis 2010/11

In fünf Tagen beginnt mit dem Derby gegen unsere fehlfarbenen Freunde von der Saale die neue Saison für unseren FC Rot-Weiß Erfurt. Es wurde daher höchste Zeit für mich, das zurückliegende Spieljahr 2010/11 „statistisch zuzumachen“. Wer also links auf die Grafik klickt, erhält den kompletten Arbeitsnachweis unserer ersten Mannschaft für die abgelaufene Saison. Und erhält einige interessante Fakten:

3420 Spielminuten – das wäre die maximal mögliche Zahl bei 38 Saisonspielen gewesen. Geschafft hat das keiner. Am nächsten kam ihr unser Torwart Dirk Orlishausen, der 3285 Minuten auf dem Feld stand. Bester Feldspieler war ausgerechnet Alterspräsident Rudolf Zedi, der die 3000er-Marke ebenso knackte wie Sturmführer Marcel Reichwein und Elfmetergott Nils Pfingsten-Reddig. Apropos Reichwein. Nicht der nach Rostock gewechselte Tino Semmer, sondern „Cello“ war unser bester Stürmer. 12 Tore und 10 Vorlagen sollten einigen, die immer gleich beim erstbesten Ballverlust unserer Nummer 10 pfeifend und beleidigend loszuwettern, zu denken geben.

Der dritte Torwart Jonas Heidrich sowie die von Verletzungssorgen geplagten Sebastian Becker, Julien Humbert und Chunly Pagenburg hatten überhaupt keinen Einsatz für unsere erste Mannschaft. Während Heidrich, Humbert und Pagenburg aber jeweils noch einige Einsätze in der zweiten Mannschaft bestritten, kickte Sebastian Becker keine einzige Minute in der Saison 2010/11. Am Ende musste er seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden. Kurzarbeiter, mit einer einzigen Minute Einsatzzeit ist Christopher Handke. Der mittlerweile nach Halberstadt gewechselte Innenverteidiger wurde am 17. Spieltag in Regensburg in der letzten Minute eingewechselt.

25.05.2011

Drei neue Spieler - zwei altbekannte, neue Gegner

Nach den Ausflügen in die Welt des E-Sports möchte ich heute wieder einen Blick auf das reale Fußballgeschehen werfen.

Heute Nachmittag gab unser Verein offiziell bekannt, dass Joan Oumari und Serge Yohoua jeweils Zweijahresverträge beim FC RWE unterschrieben haben. Die Verpflichtung von Oumari war ja auf Grund von Meldungen verschiedener Zeitungen in den vergangenen Tagen bereits absehbar. Der 22-jährige Berliner mit libanesischen Wurzeln hat letzte Saison die Babelsberger Innenverteidigung zusammengehalten und wurde im Nachwuchs der Reinickendorfer Füchse ausgebildet.

Serge Yohoua kommt von der zweiten Mannschaft des FC Ingolstadt aus der Bayernliga. Der 22-jährige Stürmer stammt aus der Elfenbeinküste und steuerte zum Regionalliga-Aufstieg der Schanzer sechs Tore bei. Da er allerdings überwiegend von der Bank kam, dürfte er in die Kategorie Perspektivspieler einzuordnen sein.

Bereits letzte Woche hatte Rot-Weiß Phil Ofosu-Ayeh vom SV Wilhelmshaven verpflichtet. Der 19-jährige beackert die gesamte rechte Außenbahn und komplettiert diese, nun deutsch-gahnaische Seite.

Gestern hat sich auch das Teilnehmerfeld der 3. Liga weiter vervollständigt. Am Nachmittag gab Rot-Weiß Ahlen bekannt, dass das Amtsgericht Münster das Insolvenzverfahren eröffnet hat. Damit wird RWA auf den letzten Tabellenplatz gesetzt und steigt ab. Unsere Niederlage am 07.05. wird dadurch noch sinnloser und ärgerlicher. Wenigstens müssen wir auf absehbare Zeit nicht mehr dorthin fahren. Stattdessen reisen wir weiter nach Burghausen. Der dortige SV Wacker profitiert damit zum zweiten Mal in drei Jahren von einem wirtschaftlichen Knock-Out der Konkurrenz. 2009 hatten die Salzachstädter nur wegen des Rückzugs von Kickers Emden die Klasse gehalten. Glücksschweine, die!

Naja, und zu der schwarz-gelben Party in Osnabrück gestern schreib ich besser nix. Der MDR und seine seit gestern 23:00 Uhr dauererregierte Sportredaktion werden das in den nächsten Tagen sicherlich bis zum Erbrechen auswalzen. Angesichts des bevorstehenden Dynamo-Sendemarathons darf die Frage erlaubt sein, ob Sport im Osten auch noch über die 3. Liga berichtet oder ob nur noch Vorberichte auf das Dynamo-Sonntagsspiel laufen.

Allerdings gibt’s seit gestern auch einen neuen Wackelkandidaten in Sachen Lizenz. Der SV Babelsberg steht, darf man dem dortigen Präsidenten glauben, vor dem Sturz ins Bodenlose. Während man von anderen Vereinsoberen immer Durchhalteparolen hört, gab 03-Präsident Speer (ja genau der, der vor ein paar Monaten als Brandenburger Minister zurücktreten musste, weil seine Geliebte Unterhaltsvorschuss beziehen musste, weil er seine Vaterschaft leugnete) humorlos zu Protokoll, dass man die „knüppelharten“ Auflagen des DFB „nicht erfüllen“ könne. Sollten die Filmstädter absteigen, würde auch der Tabellen-19. der abgelaufenen Saison, Werder Bremen II, den Klassenerhalt am grünen Tisch schaffen. Und man darf gespannt sein, ob sich auch für die Bayern-Reserve noch jemand findet… Eine Saison so ganz ohne sportlichen Absteiger wäre (zumindest in der 3. Liga) mal was neues…

16.05.2011

1:0 gegen Aalen - Bernd Rauw kommt

Mit einem durch den Wehener Sieg in Bremen bedeutungslosen 1:0-Erfolg über den VfR Aalen hat sich unser FC Rot-Weiß am Samstag in die Sommerpause verabschiedet. Auch wenn die Ernüchterung über die katastrophale zwote Halbzeit in Ahlen bzw. die Heimniederlage gegen Regensburg in der Woche davor noch groß ist, darf der RWE-Fan überwiegend stolz auf die Saison 2010/11 zurückblicken. Gegen Jxxx und Dresden wurden vier Siege eingefahren. Den 3:1-Erfolg in Elbflorenz übertrug der mdr, sehr zu deren eigenem Leidweisen, sogar live und in Farbe. Schön auch, dass neben der Zipfelmützen-Stammbesetzung auch René, Andreas und Sören zu Gast im Steigerwaldstadion waren.

Mit dem Ende der Saison 2010/11 beginnt nun die Zeit des Wartens. Nicht nur auf die neue Spielzeit, zuvor richtet sich mein nervöser Blick täglich auf die RWE-Homepage sowie die einschlägig bekannten Medien. Wann werden Neuzugänge verkündet? Wer ist im Gespräch?

Am heutigen Nachmittag hat der FC Rot-Weiß bekannt gegeben, dass Bernd Rauw einen Zweijahresvertrag (plus Option) bei uns unterschreibt. Der Innenverteidiger ist Jahrgang 1980 (Top!!!), Belgier und spielte zwei Jahre bei Union Berlin, zuvor unter Stefan Emmerling in Emden. Erst- und Zweitligaerfahrung sammelte er in Aachen und Bielefeld.

Die Zeitung mit den vier großen Buchstaben brachte heute zudem den Namen von Guido Kocer ins Spiel, der für den SV Babelsberg diese Saison sechs Tore erzielt hat und zuvor im Rostocker Nachwuchs aktiv war.

Der mdr meldete am Sonntag bei Sport im Osten, dass Selim Aydemir nach Chemnitz geht und dort Nachfolger von Chris Löwe wird, der ja zum neuen deutschen Meister nach Dortmund wechselt. Eine Bestätigung aus Chemnitz, Halle oder von sonst woher gibt es aber noch nicht.

Und, noch ein Hinweis an die Verantwortlichen im Steinhaus: Darlington Omodiagbe bitte nicht verpflichten! :-)

01.05.2011

Von Regensburg, T-Bone-Steaks und einem späten Sonnenaufgang

Es gibt so Tage, da läuft alles schief…

Was war alles geschrieben worden, vom leichtesten Restprogramm und das ja nichts mehr schief gehen könne, wenn man die Leistung vom Wehen-Sieg zu Grunde legt. Jaja, eben „wenn“ und „Leistung vom Wehen-Sieg“. Da es die gegen Regensburg nicht gab, freuten sich statt den knapp 10 000 RWE-Fans eben nur das Häufchen mitgereister Jahn-Fans über den Auswärtserfolg. Und das leichteste Restprogramm existierte eben nur auf dem Papier. Klar, für Regensburg ging es um nix mehr, aber selbst deren Trainer wunderte sich über den engagierten Auftritt seiner Elf. Hinten kompakt, nach vorne zwar selten richtig gefährlich, aber stets präsent, so hatten die Oberpfälzer sich über die Saison gesehen als drittbeste Auswärtsmannschaft der Liga etabliert. Und weil wir überhaupt keine Mittel fanden, mit zu wenig Tempo und Genauigkeit spielten, stand es elend lange 0:0. Wegen der Patzer der Konkurrenz hätte selbst das noch für Platz 3 gereicht, doch wie gesagt, es gibt so Tage, da geht gar nix. Und so gab es eben die 87. Minute, das 0:1 und den Sturz auf Platz 4. Aber mal ganz ehrlich, wer von uns hätte diese Ausgangsposition vor den letzten beiden Spielen (vierter Platz, ein Punkt auf Platz 3) vor der Saison nicht freudestrahlend akzeptiert. In diesem Sinne: Auf nach Ahlen! Der Traum lebt weiter!

Aber der Samstag war noch nicht rum. Christian’s Leverkusener etablierten mit einer 0:2-Niederlage ihren Ruf als Vizekusen, Arbeitskollege erlebte das Debakel seiner Eintracht in Mainz und am Ende des Abends gab es dann ein bißchen Portwein, Kirsch und Apfel zu viel. Mein lieber Schwan, was eine Nacht und was ein anschließender Sonntag. Für mich ging die Sonne heut erst ziemlich spät auf. Nachmittags irgendwann… ;-)

Soooo schlimm, war das Wochenende aber eigentlich doch wieder nicht. Wir feierten einen schönen Doppel-Geburtstag. Es war schön, dass unser kleiner, netter Kreis mal wieder zusammengekommen war. Nochmal einen herzlichen Dank an unsere beiden Gastgeber, die die American-Barbecue-Party mit T-Bone-Steaks (die aber wohl doch ne Nummer zu groß waren ;-)), Burgern, Spareribs und Maiskölbchen garnierten.

Und was unsere Eishockey-Jungs da zur Zeit in der Slowakei leisten… Mein lieber Schwan… Grad 4:3 gegen die Slowakei gewonnen. Trotz Hossa, Halak, Gaborik, Stümpel, Demitra und und und. Nach zwei Spielen (Freitag 2:0 gegen Russland) Gruppensieger!

Fazit: ein Wochenende wie das Leben, es geht immer auf und ab. Und weil es, RWE isoliert betrachtet, gestern bergab ging, freuen wir uns auf Ahlen nächste Woche…

25.04.2011

3 x 3 = 3

Eigentlich hatte ich ja den 38. Spieltag prognostiziert. Die ganze Saison über hinter dem begehrten Platz hergehechelt und dann schön am letzten Spieltag das Feld von hinten aufgrollt. Hätte den Vorteil gehabt, dass man dann nicht mehr verdrängt werden kann.

Nun ist es aber „schon“ am 35. Spieltag passiert. 1:0 in Wiesbaden. 1 500 RWE-Fans. Nils Pfingsten-Reddig (alle Gags zu Pfingsten und Ostern verkneif ich mir, dieses Wortspiel wurde in den semi-professionellen Medien ausgewrungen). Wahnsinn! Kollege Chrischi hätte sogar nen Eisbecher spendiert, wenn er gestern in der Hummel gewesen wäre. Aber das kann man ja vielleicht im Laufe der Woche noch nachholen?!? :-)

Erinnerungen an den Sommer 2004 werden wach. Auch da hatte uns vor der Saison niemand auf der Rechnung. Auch da räumte Rudolf Zedi im Erfurter Mittelfeld auf. Auch da konnte ich bei den entscheidenden Auswärtsspielen in Feucht (bzw. Fürth) und Schweinfurt nicht dabei sein. Auch in Wiesbaden waren wir nicht, dafür planen die Zipfelmützen mit voller Kapelle nach Ahlen aufzubrechen. Ein schlechtes Omen? Ach Quatsch, denn erstmal gilt die volle Konzentration dem schweren Heimspiel gegen Regensburg. Ja, ich sage bewußt „schwer“ und erinnere warnend (und mit erhobenem Zeigefinger!) an die vermeintlich leichten Heimspiele gegen Stuttgart II, Burghausen oder Saarbrücken, die wir alle nicht gewonnen haben.

90 Minuten kämpfen, beißen, kratzen. Und ein Tor schießen. Für unseren großen Traum. Allein um dem Schweine-MDR die Dynamo-Party zu versauen. Was sitzen die bei Sport im Osten schon wieder mit der feuchten Buchse im schwarz-gelb-gemalterten Büro. Einfach widerlich. Ich gehe sogar soweit, dass die beim Sachsensender sagen: „wenn nicht Dynamo, dann auch nicht Erfurt“. Denen wäre doch Wehen x-mal lieber als der (nach Aue) nächste Verein aus ihrem Sendegebiet, der oberhalb ihrer geliebten Dynamos spielt.

Nun aber alle zum Heimspiel gegen Regensburg. Und nach Ahlen. Und zum Heimspiel gegen das andere Aalen. Schwiegermutter kommt zum Kaffeekränzchen? Die Nichte wird getauft? Im Heimatkanal läuft die Nachberichterstattung zur königlichen Hochzeit? ALLES UNWICHTIG!

3 x 3 = 3

ist die Formel für die kommenden drei Wochen!

3 Spiele, jeweils 3 Punkte, Platz 3

21.03.2011

Arbeitsverweigerung reicht für den FCC

Christian und ich hatten ja schon oft rumgesponnen, welches die schönste Art und Weise ist, ein Fußballspiel im allgemeinen oder eben jenes Derby zu gewinnen, welches am Samstag auf dem Abbe-Acker über die Bühne ging. Wir träumten von unberechtigten Foulelfmetern in der Nachspielzeit, regelwidrigen Platzverweisen und und und. Dass diese Spinnereinen am vergangenen Samstag Realität wurden, hätten wir im Leben nicht gedacht, als wir gegen halb eins die Ufer der Saale erreichten.

Für Erheiterung im prall gefüllten Gästeblock sorgte der fehlfarbene Anhang schon vor dem Anpfiff, als sie bei ihrer Choreo eindrucksvoll unter Beweis stellten, dass die meisten von ihnen nur mit Mühe die Hürde Grundschule übersprungen haben. Anders kann das fehlende „M“ im Wort Stimme (bzw. um es jenenserisch zu sagen: STIME) kaum erklärt werden. Die rot-weiße Kurve antwortete mit einem lautstarken „Ihr seid nur Analphabeten“ und stellte kurz darauf fest, dass im „Leuchtturm Thüringens“ auch die Uhr nicht gelesen werden kann. Eine pralle Viertelstunde später gings los, obwohl der Sportplatz bereits gefüllt war. Das Gastfreundschaft nicht zu den bevorzugten Jenaer Eigenschaften zählt, zeigte sich auch, als wir feststellen mussten, dass der Stadionsprecher kaum zu verstehen war, die entsprechenden Boxen waren wohl runtergedreht worden.



Irgendwann begann das Spielchen dann doch und schon nach drei Minuten brachte Reichwein die Kugel im Gehäuse der Jenaer Tor-Null(e) unter. Der Schiriassistent auf der Gegentribünenseite winkte aber mit seinem Fähnchen – zu Unrecht, wie sich später herausstellen sollte. Das Derby begann munter, auch Zeiss hatte nach einer starken Aktion von Orlando, der die gesamte Erfurter Verteidigung nach einer RWE-Ecke überrannte und sehr ansehnlich zu Brown-Forbes passte, eine dicke Möglichkeit. Der blaue 37er brachte es aber fertig, den Ball aus fünf Metern so aufs Tor zu bringen, dass Orle mit einer Faust spektakulär zur Ecke klären konnte. Schon in dieser Phase, als wir das Spiel mehr oder weniger im Griff hatten, wirkten wir bei einigen Situationen in der Defensive fahrig, brachten uns mit Quer- und Rückpässen zwei-, dreimal in unnötige Gefahr.

Nach einer halben Stunde gelang den Guten dann aber endlich die Führung. Nachdem Nulle gegen Pfingsten-Reddig stark pariert hatte und Reichwein, alleine auf Nulle zulaufend, wiederum zu Unrecht wegen Abseits zurückgepfiffen worden war, löffelte der Capitano, artig unterstützt vom abfälschenden Bopp, das Bällchen aus gut 20 Metern schön über Nulle ins Netz. 1:0 – dem Spielverlauf entsprechend. Es lief alles rund. Erst recht, als Hitzkopf Orlando direkt nach dem Tor sowie drei Minuten später jeweils wegen Provozierens Gelb gezeigt bekam und duschen musste. Christian und ich waren uns einig: diesen Typ möchten wir nicht geschenkt haben. Fußballerisch gehört er in die zwote Liga – was sein Hirn angeht, ist er wohl irgendwo auf dem Niveau der Jenaer Choreo-Verantwortlichen anzusiedeln.

Bis zur Pause kontrollierten wir die Partie absolut souverän und ohne Probleme. Alles schien seinen Gang zu nehmen, wir waren auf dem allerbesten Wege, die böse Stadt zu erobern. Doch die Vorfreude auf Halbzeit Zwo wurde schnell im Keim erstickt, denn die einheimische Zehn zeigte nun, wie man, wenn man spielerisch und numerisch unterlegen ist, so ein Derby bestreiten muss. Bis zum Umfallen ackerten und kämpften die blau gekleideten Gastgeber. Wir zogen uns dagegen immer weiter zurück, waren viel zu passiv, verloren fast jeden Zweikampf. Insbesondere über die rechte Seite, Weidlich und der für den gesperrten Malura nach rechts gerückte Möckel wirkten nach der Pause unglaublich schwach, erzeugte der FCC sehr viel Torgefahr. Unsere Laune sank von Minute zu Minute, wir konnten uns nicht erklären, was mit der rot-weißen Truppe los war. Richtig schlecht wurde es, als ausgerechnet der Ex-Erfurter Ullmann, dessen Vater RW-Mannschaftsarzt ist, (natürlich) von rechts bedient wurde und die Kugel nach einer Stunde zum Ausgleich ins Tor schiebt. Auch danach änderte sich nichts am Spiel. Jena hätte längst in Führung liegen müssen, doch entweder klärten wir auf der Linie (Pfingsten-Reddig und Weidlich) oder der Zeiss-Angriff verpasste beste Einschussmöglichkeiten knapp. Und Pech hatten die Gastgeber auch, als Ullmann im Strafraum von Hillebrand an der Ferse getroffen wurde und der Elfmeter-Pfiff ausblieb. Dem Schiedsrichter möchte ich hier weniger einen Vorwurf machen, aus seiner Position war diese Berührung sicher schwer zu sehen. Warum aber sein Assistent, der bei Reichwein in Hälfte Eins zweimal brav die Fahne gehoben hatte, jetzt nicht winkte, obwohl er allerbeste Sicht hatte… Ach is ja auch egal, was kümmert mich das Elend anderer. Und gerade das von „denen“.

Um die 80. Spielminute herum, sah ich mich genötigt, dass Wort „Arbeitsverweigerung“ an die Daheimgebliebenen zu texten. Mehr war es einfach nicht, was unsere Jungs da auf dem Rasen zeigten. Doch dann gab Reichwein einem langen Pass eine kleine, aber entscheidende Richtungsänderung. Wir schreiben die 85. Spielminute. Drexler rollt der abgefälschte Ball genau ins Füßchen, er läuft auf Nulle zu. Und er verwandelt eiskalt. TOOOOOOOOOOOOR! 2:1! DERBYSIEGER! Hatten wir vorher 40 Minuten Scheiße gespielt? War es unverdient? Und… war es gar Abseits??? Wie von einer Tarantel gestochen, rannten Zeiss-Spieler und -Verantwortliche auf den Linienassi zu und wollten sich mal erkundigen. Der stand jedoch zu seiner Entscheidung, weil er einfach nicht gesehen hatte, dass Reichwein den Ball noch abfälscht. In DIESEM Moment war Drexler meterweit, wirklich mega-eindeutig, im Abseits. Da er diese Berührung aber nicht gesehen hatte, ließ der Linienmann seinen Wimpel auf sechs Uhr hängen und wir führten tatsächlich! GEILO! Nach 40 Minuten Arbeitsverweigerung durch ein unberechtigtes Tor beim Erzfeind führen, nach dem der fünf Minuten zuvor beschissen worden war! Herrlich! Göttlich! Mit Worten nicht zu beschreiben!












Die Aussage, die Anreise für Gästefans ohne Eintrittskarte sei die Anreise zwecklos, wurde eindrucksvoll wiederlegt!


Zwei Minuten später verwandelt Drexler noch einen Konter. 3:1! Die Entscheidung! Der Block tobt. Der Block bebt. Abpfiff. Orle klettert auf den Zaun, Drexler kriegt das Megaphon in die Hand, wird von Zedi auf den Schultern getragen. UFTA!!! DERBYSIEGER!!! Und wir sind uns einig: so isses viel schöner, als ein 5:0, was schon zur Halbzeit sicher ist.













Am Sonntag erfahre ich in den Foren von aus dem Zeiss-Block fliegenden Metallgegenständen. Nur mit Glück werden keine RWE-Fans verletzt. Ein Jenaer Ordner liegt im Krankenhaus, ein Böller aus dem Zeiss-Block explodierte neben seinem Ohr. Die Pyro-Show vorm Spiel war nicht angemeldet. Unsere Jungs vom Live-Radio müssen nach dem 2:1 von Polizei/Ordnungskräften geschützt werden. Foren-User „ronry“ ist da dran, er bereitet Strafanzeigen vor, informiert Euch hierüber bitte im Spieltagsthred (ab Seite 16) in der RWE-Community selbst. Hoffentlich wird der Zeiss-Anhang, der immer so dargestellt wird, als könne er keinem Schäfchen was zu leide tun, endlich mal ins richtige Licht gerückt.


12.03.2011

Erfurt stürzt den Spitzenreiter

Offenbach kam als ungeschlagener Tabellenführer ins Steigerwaldstadion und verlor. Dresden war fünf, Koblenz sogar sechs Spiele unbesiegt. Sie verließen das SWS als Verlierer. Heute kam Tabellenführer Braunschweig und hatte sage und schreibe 17 Mal nicht mehr verloren, ein 18. ungeschlagenes Spiel wäre Liga-Rekord gewesen. Doch auch für die Gelb-Blauen aus der Löwenstadt gab es in Capital City nix zu holen.

Andreas machte dem FC Rot-Weiß zum Spitzenspiel seine Aufwartung und bekam zunächst einen sehr souveränen Spitzenreiter zu sehen, der vom Anpfiff weg zeigte, dass er zurecht (gemeinsam mit Hansa Rostock) die Liga dominiert. Nach einer RWE-Ecke spielen die Braunschweiger über Kumbela und Bellarabi einen astreinen Konter, den Kruppke zur hochverdienten Führung abschließt. Wir zeigten uns bemüht, hatten aber scheinbar kein Konzept, um die Gäste ernsthaft in Gefahr zu bringen. Doch dann kamen die fünf Minuten des Marcel Reichwein. Erst spitzelt er die Kugel aus Nahdistanz über die Linie, dann versenkt er eine von Semmer verlängerte Stenzel-Flanke artistisch per Direktabnahme in den Winkel. Das Spiel war noch vor der Pause unverhofft gedreht, ich will nicht sagen, auf den Kopf gestellt.

In Halbzeit Zwo bemühten sich die Gäste eifrig um den Ausgleich. Ihre beste Chance, die Orlishausen mit einem Wahnsinns-Reflex zu nichte machte hatten sie aber, als Weidlich einen Konter bereits zum 3:1 abgeschlossen hatte. So blieb das Bemerkenswerteste in Hälfte Zwo meine gewonnene Wette gegen Andreas, für die ich bei frühlingshaften Temperaturen ein kühles Blondes spendiert bekam.

06.03.2011

RWE-Serie auf dem Bersch ist beendet

Der Ausflug in meine „alte Heimat“ endete leider mit einer unglücklichen 1:2-Niederlage auf dem Bersch. Damit fand auch unsere über ein Jahrzehnt andauernde Serie (wir waren bis dahin in Offenbach ungeschlagen) ein jähes Ende. Wir hatten das Spiel ganz locker im Griff, mit dem ersten Angriff gehen die Kickers nach einer knappen Stunde in Führung. Das 2:0 kurz vor Schluß ist der endgültige K.O., Drexler’s 1:2 (sein erstes Pflichtspieltor für RWE) leider nur noch Ergebniskosmetik. Fazit: Mit der Stahlrohrtribüne wurde auch der RWE-Mythos auf dem Bieberer Berg abgerissen.

31.01.2011

RWE wieder auferstanden - 3:0 gegen Koblenz

Der FC Rot-Weiß ist wieder da. Eine Woche nach dem 0:3-Untergang an der Ostsee überrannten wir Koblenz mit 3:0. Allerdings präsentierten sich die Gäste - um im maritimen Bilde zu bleiben - als ziemliche Leichtmatrosen.

Pfingsten-Reddig verwandelte nach Foul an Reichwein den fälligen Elfmeter nach rund 20 Minuten zur hochverdienten 1:0-Führung. Zwei Minuten später zeigte sich dann, dass der Schiri keinen Arsch in der Hose hat. Es kam einem vor wie eine Wiederholung. Wieder dringt Reichwein am vorderen, rechten Eck in den Strafraum ein. Er wird noch klarer gefoult als vor 120 Sekunden, doch so knapp hintereinander wollte der erst 23-jährige Referee wohl nicht zweimal auf den Punkt zeigen. Nach einem Schubser von Klasen gegen Caillas blieb die fällige Rote Karte kurz vor der Halbzeit ebenfalls stecken. Wat ein Weichei.

Nach dem Wechsel leistete dann Gäste-Torwart Paucken ganze Arbeit. Nachdem er schon in der ersten Halbzeit einen reichlich unsicheren Eindruck gemacht hatte, veredelte er seine Patzer nun endlich auch zu Toren für uns. Einen Reichwein-Freistoß läßt er nach 49 Minuten durch rutschen, fünf Minuten vor Schluß trabt er vollkommen unmotiviert aus seinem Tor heraus und läßt sich von Hauswald aus 25 Metern ganz locker überlupfen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Rheinländer nur noch zehnt. Kittner war vom Schiri vom Platz gestellt worden, nachdem er die Parade des Jahres gezeigt hatte. Im Tor liegend stoppte er den Ball mit der Brust auf der Linie. Sensationell. Der Schiri traute dem Koblenzer soviel Geschick aber nicht zu, zeigte Rot und gab Elfmeter. Diesmal verschoss Pfingsten-Reddig allerdings, das erste Mal nach fünf Treffern vom Punkt in Folge. War aber egal, denn Koblenz war sowas von schlecht, Ersatzkeeper Sponsel, der den grippeerkrankten Orlishausen kurzfristig vertreten musste, bekam nicht einen ernsthaften Ball auf seinen Kasten.

Ein schöner, kalter Fußball-Nachmittag, den der härteste Kern endlich mal wieder vollständig erlebte.

PS: Wie ihr seht, hab ich die Anzeigetafel vollständig überarbeitet. Ich möchte den Beiträgen noch mehr Zipfelmützen-Bezug geben und will zukünftig einen Ergebnisservice nur noch in Zusammenhang mit einem Bildchen präsentieren - also nur noch dann, wenn wir auch vor Ort waren. Dies soll den Charakter der Page unterstreichen. Wir sind keine Seite für aktuelle Ergebnisse und News - der Schwerpunkt soll, auch im Zusammenhang mit RWE, noch mehr auf die Zipfelmützen gesetzt werden. Dieses Mal habe ich Kollege Chrischi als Motiv ausgewählt. Wegen seiner immensen Arbeitsbelastung war er diese Saison tatsächlich das erste Mal live dabei. Und die enorme Kälte kann man auf dem Bildchen auch erahnen (man beachte einfach, was der hübsche junge Mann in seiner Hand hält)... ;-)

28.01.2011

Lesebefehle!

Ich befehle mal noch ein bißchen das Lesen:

spox.com zur wirtschaftlichen Situation in der 3. Liga Bitte nicht wegen dem gruseligen Foto über dem Artikel die Leselust verlieren.

Dazu passt ein Treffen von 14 der 20 Drittliga-Vereine, die auf Einladung unseres Präsidenten Rolf Rombach in Erfurt zusammen gekommen waren. Wilfried Mohren informiert darüber auf der offiziellen RWE-Seite

Die Welt über den Star, den die Schlampen lieben. Es könnte sich möglicherweise lohnen, ihm bei Twitter zu folgen.

27.01.2011

Nüscht zu holen an der Ostsee

Wie lange hatte der in der Drittklassigkeit darbende RWE-Fan davon geträumt, sein Team mal zu einem Auswärtsspiel ins Ostseestadion zu begleiten. Am vergangenen Samstag war es nun so weit. Die schicke Spielwiese heißt zwar mittlerweile DKB-Arena und wir spielen dort wegen der Rostocker Talfahrt und nicht wegen unseres kometenhaften Aufstiegs im deutschen Fußball, aber egal. Endlich mal nach Rostock.

Kurz nach halb sechs gings in Erfurt los, Kollege Schulz und ich endlich mal wieder auf großer Fahrt. Die Rundrum-Berichterstattung via facebook fiel leider ins Wasser, da die Bilder-Hochladefunktion ebenso streikte wie das Navigationsgerät. Nicht das wir das gebraucht hätten, aber ich habe bei so einer langen Strecke gerne die prognostizierte Ankunftszeit im Blick. Am Rasthof Köckern staunte ich, dass angesichts der fast menschenleeren Autobahnen an diesem Samstag morgen die Toiletten hoffnungslos überfüllt waren und das sich selbst am McDonalds um halb acht in der Früh eine Riesenschlange bildete. Ansonsten ermöglichte die frühe Startzeit eine sehr gemütliche Hinfahrt, die auf der tristen Rückseite des Rostocker Hauptbahnhofes endete, wo man sich allerdings angesichts des Polizeiaufgebots eher in der tunesischen Hauptstadt wähnte als an der deutschen Ostseeküste.

Zum Spiel selbst braucht man eigentlich gar nicht, es war sportlich schlicht zum Vergessen. Nach zwo Minuten das 0:1, nach knapp zwanzig das 0:2. Die Hoffnung, vielleicht nach der Pause noch was zu drehen, erhielt schon nach wenigen Sekunden in Hälfte Zwo einen Dämpfer. 0:3. Danke, das wars. Respekt an unseren gut gefüllten Gästeblock, der bis zum Abpfiff fröhlich und lautstark durchsang.

Eine kritische Anmerkung sei mir aber doch erlaubt: Da die Fangruppen in Rostock verteilt stehen und die allseits bekannten Suptras in der Nähe des Gästeblocks ihr Domizil haben, sahen sich einige unserer Anhänger schon vor dem Spiel genötigt, sich in Richtung der Suptras dusselig posend und wie die Tiere an der Plexiglasscheibe hängend in Szene zu setzen. Jungs, erstens macht ihr Euch absolut lächerlich und zwotens geht's im Endeffekt nur um Fußball. Cool Down!!!

Auf der Rückfahrt brachen wir sämtliche Rekorde: um noch rechtzeitig zu Christophers Geburtstag zu erscheinen, donnerten wir in sage und schreibe 3 Stunden und 40 Minuten von Rostock nach Erfurt. Großer Motorsport war das! Witzigerweise waren wir die ersten im F1.

PS: Highlight des Tages waren die staunenden Blicke der an jeder Straßenkreuzung in Rostock aufmarschierten Polizei, als sich der RWE-Busshuttle mit geöffneter Tür seinen Weg zum Bahnhof suchte. :-)

FOTOS WERDEN ZEITNAH NACHGEREICHT!

10.01.2011

RWE erlegt die Löwen

Unser FC Rot-Weiß mischt weiter die zweite Liga auf. Vier Tage nach dem Unentschieden in Cottbus gewannen die Jungs von Stefan Emmerling gegen 1860 München mit 3:2. Martin Hauswald und zweimal Marcel Reichwein erzielten die Tore für uns.

05.01.2011

Gelungener RWE-Start ins neue Jahr


Am Montag ist auch unser FC Rot-Weiß ins neue Jahr gestartet. Heute ging es gleich nach Cottbus, wo man mit dem gastgebenden FC Energie die Klingen kreuzte. Und unsere Jungs konnten dem Zweitliga-Spitzenteam von Pele Wollitz immerhin ein 1:1 abringen. Unser Tor erzielte Marcel Reichwein. Mehr dazu gibt’s im Spielbericht auf der Vereinsseite.


10.12.2010

Mitgliederversammlung 2010

Auch ein infernalisches Schneegestöber konnte meine Anwesenheit bei der diesjährigen Mitgliederversammlung unseres FC Rot-Weiß im Atrium der Stadtwerke nicht verhindern. Von den aktuell 2162 Mitgliedern waren ca. 170 anwesend.

Nach der Wahl von Wilfried „Winfried“ (O-Ton Rombach) Mohren zum Versammlungsleiter erläuterte Präsident Rolf Rombach den Jahresabschlussbericht zur Saison 2009/2010. Dabei musste er erstmals in seiner Amtszeit einen Verlust einräumen. Der Fehlbetrag beläuft sich auf 329.000 Euro und resultiert hauptsächlich aus den gesunkenen Zuschauerzahlen (statt der kalkulierten 7000 kamen nur 5500 im Schnitt zu den Heimspielen). Allein dadurch fehlen im Vergleich zur Vorsaison 294.000 Euro. Zwei Anmerkungen dazu: zum einen ist die Ablösesumme für Carsten Kammlott nicht berücksichtigt, da Chipper erst in der Saison 2010/11 an RB Leipzig verkauft wurde und zum zweiten konnte, trotz des Verlusts, der Schuldenberg auf Grund von Vereinbarungen und Verzichten auf 1,376 Millionen reduziert werden. Auch wenn ein Mitglied das anders sah, ist dies ein großer Erfolg der Führungsreihe um Rolf Rombach und Detlef Goss.

Nach den Zahlen äußerte sich der Präsident zum sich im vergangenen Jahr recht wild drehenden Personalkarussel. Allerdings trug er nur wenig vor, was aus der Presse oder den Foren nicht ohnehin schon bekannt war. Rombach verteidigte nochmals die Nicht-Verlängerung der Verträge von Stefan Beutel („sportlicher Stillstand“), Heiko Nowak („sportliche Erfolglosigkeit“) und Torwart-Trainer Thomas Köhler (finanzielle Gründe, 40 000 Euro Ersparnis). Albert Krebs habe vom Verein ein neues, reduziertes aber angemessenes Angebot erhalten. Krebs habe RWE weder zu- noch abgesagt, der Verein erfuhr aus der Zeitung, dass Krebs in Eisenach unterschrieben habe.

Auf Grund seiner reservierten, aber gnadenlos ehrlichen Art habe es Rainer Hörgl von Anfang in Erfurt schwer gehabt, die sportliche Krise und das kurzfristige Abrutschen in die Abstiegszone während der Rückrunde habe einen Wechsel auf der Trainerposition unumgänglich gemacht. Stefan Emmerling war einer von sechs Kandidaten und der erste mit dem ein Gespräch geführt wurde. Nach diesem habe die Latte für die anderen sehr hoch gelegen.

Im Bezug auf Carsten Kammlott verwies Rolf Rombach bei der Ablösesumme auf das Stillhalteabkommen mit RBL und betonte, dass Kammlott über seinen Berater an den Verein herangetreten sei und um einen Wechsel zu „den Österreichern“ gebeten hatte. Rombach machte deutlich, dass es sich nicht um einen Notverkauf gehandelt habe, der Verein konnte aber sehr gute Konditionen aushandeln und wird zukünftig, im Falle der zu erwartenden Aufstiege von RBL, weitere Gelder erhalten.

Rombach nagelte auch gegen den MDR und die Wettbetrugsgeschichte. Das Magazin „Fakt“ habe auf Grund der Aussage eines „Kapuzenmannes“ dem RWE erhelblichen Schaden zugefügt. Nach Abschluss der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wird RWE vom MDR einen Widerruf verlangen.

Relativ wenig gab es zum Thema Stadionneubau. Rombach unterstrich, dass die Stadt zu ihrer 8-Millionen-Zusage stehe, dass es beim Land aber darum gehe, „weitere Überzeugungsarbeit“ zu leisten. Näheres wollte Rombach nicht sagen, da es mit dem Land ein Stillschweigeabkommen gebe. Er erwarte aber, dass spätestens in drei Jahren mit einem (Teil-)Umbau begonnen wird. Ohne das Stadion sei man im Profifussball nicht länger wettbewerbsfähig. Solange muss es das Hauptziel des Vereins sein, sich in der 3. Liga weiter als stabile Säule des Ost-Fußballs zu etablieren. Er mahnte in diesem Zusammenhang Ruhe und Besonnenheit im Umfeld an. Wegen der geringen Wirtschaftskraft in der Region und der Stadionproblematik bestehe ein elementarer Nachteil bei den Werbeeinnahmen. Während ein durchschnittlicher Drittligist etwa 2,7 Millionen Euro Werbeeinnahmen pro Saison erzielt liegt diese Summe bei RWE ca. 1,2 Millionen Euro niedriger.

Positiv erwähnte Rombach die Eröffnung des Fanshops in der Innenstadt, den Umbau der Geschäftsstelle, die neu gewachsene Verbundenheit zwischen Mannschaft, Trainer und Fans sowie die aktuelle sportliche Entwicklung. Perspektivisch setzt der Verein noch stärker auf den Nachwuchs, U19-Trainer Christian Preußer erläuterte in einem Vortrag die Grundlagen dieses Konzepts.

Aufsichtsrat: Zunächst lobte AR-Vorsitzender Dr. Volker Hagenauer die Arbeit des Präsidiums, verglich das Verhältnis zwischen Präsidium und Ex-AR-Vorsitzenden Wolfgang Nürnberger mit einem zerschnittenen Tischtuch, kündigte einige Konzepte zu den Themen Sponsorengewinnung sowie Erhöhung des Zuschauerschnitts an und startete eine Unterschriftenaktion wegen der Stadionproblematik.

Etwas durcheinander ging es bei der Frage, ob der Aufsichtsrat nach den Rückzügen von Worschech, Waldhoff, Kolbe und Nürnberger zu jeder Zeit satzungsgemäß beschlussfähig war. Sowohl Dr. Hagenauer wie auch Ehrenratsvorsitzender Dr. Lother Kaiser bestätigten dies. Der Mitglieds-Satzungs-Guru, dessen Name mir leider wieder entfallen ist, bohrte aber so hartnäckig (und nach meinem Gefühl auch zurecht) nach, dass Vereinsjurist Thomas Patschke vorschlug, die Tagesordnung mit 2/3-Mehrheit zu ändern und die kooptierten, neuen AR-Mitglieder Bernd Eckert (Geschäftsführer BWAW) und Thomas Wick (Geschäftsführer STB Stahlbau aus Mühlhausen) durch die MV bestätigen zu lassen. Dies gelang erfolgleich und so war auch Wilfried Mohren erleichtert, der die Veranstaltung launig und professionell moderierte, bei den Abstimmungen aber etwas ins Schwimmen geriet (Beschluss der Tagesordnung, Fragen nach Gegenstimmen und Enthaltungen). Der Vorstand wirkte bei der Aufsichtsratsgeschichte reichlich unsicher und gab hier ein wenig souveränes Bild ab.

Dies soll das positive Gesamtbild aber nicht schmälern. Trotz des Verlustes befindet sich der Verein aus meiner Sicht auf dem richtigen Weg, allerdings muss aufmerksam begleitet werden, ob und wie die angekündigten Konzepte umgesetzt werden und ob diese bei der Bewältigung der Aufgaben (Zuschauerschnitt, Stadion, Sponsoren) hilfreich sind.

Nachdem Ehrenratsvorsitzender Dr. Kaiser auch den Terminstreit mit dem Vorschlag, die nächste MV an einem Freitag abend durchzuführen, geschlichtet hatte, wurde die Veranstaltung gegen 22:00 Uhr geschlossen und alle konnten sich durch den Schnee wieder nach Hause zurück kämpfen.

28.11.2010

Auch Malur kann glanzvolles 4:0 nicht verhindern

Seit dem 0:0-Remis im Heimspiel gegen Wehen hatte ich geschwiegen... und das hatte Gründe, denn es gab nichts weiter berichtenswertes. Ja, okay, es gab da ein Pokalspiel im fast unter Wasser stehenden Schweinestall an der Saale, dass wir verloren haben. Aber mal ehrlich? Was solls? Der FCC scheitert in Meuselwitz, wir liegen nach der 4:0-Gala gegen Ahlen klar auf Kurs "Platz 4" und dann können sich Ziegner & Co. ihren Pokalsieg mal schön einrahmen. Am besten neben dem Megaposter von der Trauerfeier nach dem Regionalliga-Abstieg.

Zurück zum Samstag... Ich möchte den Einwurf von Wilfried Mohren verlinken, in der dieser das ganze Drama um die unfassbare Unfähigkeit des Herrn Malur von den Erfurter Sportbetrieben in Worte fasst. Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen, wen's interessiert bitte hier klicken, ansonsten bleibt mir nur zu sagen: MALUR VERPISS DICH AUS UNSERER SCHÖNEN STADT! Wer zu blöde ist, in fünf Monaten nen Anschlußteil zu bestellen, sollte nicht in leitender Funktion tätig sein. Aber das habe ich nach dem Rolling-Stones-Desaster vor ein paar Jahren auch schon gesagt...

Das Spiel war mehr oder weniger ein Selbstläufer gegen erschreckend schwache Gäste. Neben dem sensationell schönen Tor von Danso zum 2:0 sorgte die Aufstellung von Stefan Emmerling für Gesprächsstoff. Obwohl Bertram mit Gelb-Rot-Sperre auf der Tribüne saß, musste Martin Pohl zunächst auf der Bank Platz nehmen. Hillebrand verteidigte innen, Stenzel ungewohnt auf links. Doch das klappte prima. War aber gegen die Münsterländer, die zuvor vier Siege in Serie gefeiert hatten, auch nicht schwierig.

Nach dem Sieg haben wir nur noch drei Punkte Rückstand auf den für den DFB-Pokal wichtigen vierten Platz. Nächste Woche gehts zum Aalen mit Doppel-A, in drei Wochen gastieren dann noch die VfB-Bubis in Capital City. Mal sehen, ob Malur die Rasenheizung dann in Gang gesetzt hat.

Der Gäste-Block

Los gehts...

Vogelkunde mit Christian... Er entdeckte den blauen Haubentaucher im Gäste-Tor. Der hielt jedoch stark, obwohl er nicht mal im RWE-Express in der Kaderliste stand.

Panorama

So sah es um kurz nach zehn im SWS aus... die dicke Schneeschicht wurde von 50 Fans beseitigt. Dankeschön!

14.11.2010

Linienrichter rettet RWE einen Punkt

Das erste Heimspiel mit den neuen Jacken… und, wie sollte es diese Saison auch anders sein, prüfte Petrus die Textilien auch gleich mal auf Herz und Nieren. Leider endete unsere Heimserie (sechs Siege am Stück) mit einem torlosen Remis. Schon gegen Sandhausen hatten wir die drei Punkte ja mit etwas Glück eingefahren. Heute gab es aber keinen Kopfball von Zedi. Auch wenn der Kapitän neben einem Seitfallzieher von Reichwein (1. Hälfte) und einem straffen 20m-Schuß von Stenzel (2. Hälfte) die meisten Chancen hatte. Doch irgendwie hätten beide Mannschaften heute wohl noch Stunden spielen können, ohne das Tor ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Und wenn es dann doch mal klingelte, dann griff der Schiedsrichter ein. Der drillerte nämlich ein eindeutig-reguläres Tor der Gäste aus Hessen weg (38. Minute), nachdem sein Assistent die Fahne geschwenkt hatte. Uns kam das im Stadion schon reichlich knapp vor, später bei Sport im Osten sahen wir staunend, dass der Wehener Schütze nicht weniger als einen Meter hinter dem Passgeber stand. Und da das Ganze auch noch direkt an der Strafraumgrenze geschah, der Linienrichter also sogar eine sichtbare Linie zur Hilfe hatte, ist die Entscheidung umso lächerlicher. Beide Teams scheuten, je länger das Spiel dauerte, immer mehr das Risiko. Wehen genügte nach zwei Niederlagen gegen Ahlen und Aalen ein Pünktchen und auch wir rissen uns angesichts der am Dienstag anstehenden Pokalbegegnung an der Saale kein Bein mehr aus. So blieb es am Ende beim 0:0. Ein Remis mit dem wir leben können.


13.11.2010

Kein Advent in Rostock

Unsere für den 12.12. geplante Advents-Auswärtsfahrt nach Rostock fällt ins Wasser. Weil die Polizei Castor-Transporte absichern muss, verlegte der DFB unser Spiel im Ostseestadion auf den

22. Januar 2011 (13:30 Uhr).

Die Winterpause ist damit für uns eine Woche früher beendet. Die Verlegung eröffnet aber auch die Möglichkeit, ein Zipfelmützen-Mega-Wochenende zu zelebrieren. Denn am Freitag (21.) und Sonntag (23.) spielen die Eisbären Berlin jeweils zu Hause in der O2-World. Die Gegner sind die rheinischen Traditionsteams aus Köln bzw. Düsseldorf.

Außerdem trifft am fraglichen Wochenende auch der Hamburger SV zu Hause auf die Eintracht aus Frankfurt. Leider hat der DFB die Termine noch nicht exakt festgelegt, sollte das Spiel nicht am Samstag Nachmittag ausgetragen werden, bietet sich vielleicht auch die Möglichkeit eines Abstechers an die Elbe.

24.10.2010

Zipfelmützen vor Ort -> Auswärtssieg!

Einen ungefährdeten 3:1-Erfolg feierten unsere Götter im Saarland. Nur Blinde erkennen den Zusammenhang zwischen der ersten Zipfelmützen-Auswärtstour 2010/11 und dem Erfolg in Saarbrücken nicht. :-)

4 894 Zuschauer hatten neben Claudia und mir den Weg in den sonnenüberfluteten Saarbrücker Ludwigspark gefunden und sahen einen Blitzstart der Gäste. Schon nach 50 Sekunden zappelte der Ball im Netz, nachdem Reichwein die halbe FCS-Abwehr ausgetanzt hatte. Na das nenn ich mal nen geilen Start ins Spiel!

Nachdem sich die Gastgeber vom frühen Schock etwas erholt hatten, setzten sie die gegenüber dem Dresden-Spiel unveränderte Abwehrkette (Ströhl-Möckel-Bertram-Stenzel) mehr und mehr unter Druck. Richtig gefährlich wurde es zweimal über die Ströhl-Seite, ein Ball strich am Pfosten vorbei, einer donnerte an den Erfurter Querbalken.

Doch bevor die Ostfranzosen zu aufmüpfig wurden, legten wir ganz lässig einen nach. Pfingsten-Reddig erkämpfte fair (wie man später bei Sport im Osten erstaunlicherweise sehen konnte) den Ball im Mittelfeld und ganz fix ging es über Reichwein und Caillas nach vorn. In der Mitte steht Semmer völlig frei. Saarbrücken NULL Erfurt ZWEI. Bitte. Danke. Viel zu viel, Scheiß Verein.

Nach dem zweiten Tor waren die Saarbrücker vollkommen von der Rolle, nix ging mehr bei den Blau-Schwarzen. Auch der Pausenpfiff änderte zunächst nix am Spielablauf. Wir kontrollierten das Ding und streuten ab und an ein Könterchen ein. Und einer dieser meist über Weidlich vorgetragenen Spielzüge führte zum 3:0. Denis-Danso, der später verletzt raus musste, bedient Semmer butterweich und der schiebt ganz überlegt ein. Formidable, wie der Franzose zu sagen pflegt.

Nach dem dritten Törchen übertrieben es unsere Jungs dann aber die letzten 20 Minuten etwas mit der Kräfteschonung. Die Gastgeber hatten von Minute zu Minute mehr Platz und erspielten sich Chance um Chance. Doch bis auf den Ball, den Pisano nun wirklich nicht mehr vorbeiköpfen konnte, verballerten sie alle ihre Möglichkeiten kläglich oder scheiterten an Dirk Orlishausen.

Ein schöner Auswärtsausflug, vielen vielen vielen Dank an Claudia, dass sie den ganzen Spaß mitgemacht hat! Es folgen noch ein paar Bildchen, man beachte das arme Schwein, das ganz alleine die Mittelkreisfahne auslegen muss. Ich rege mich ja immer bei uns auf, wenn die erst zehn Minuten vor dem Anpfiff ausgelegt wird, aber beim kommenden Heimspiel gegen Sandhausen werde ich dazu kein Wort verlieren, nachdem was ich im Ludwigspark gesehen habe.






























18.10.2010

Roger kommt ins Heim

Unserem René scheints im Steigerwaldstadion zu gefallen. Nach dem Derbysieg gegen den FCC war er nun auch gegen Dresden anwesend. Und wieder schüttete es aus Eimern. Aber wieder gab es einen Heimsieg, der gegen die zuvor fünfmal ungeschlagenen Sachsen deutlicher ausfiel, als vor dem Kick erwartet. Die Skepsis ergab sich unter anderem aus der Tatsache, dass unsere im Laufe der Saison keinesfalls sattelfeste Abwehr (noch kein Spiel ohne Gegentor) zu drei Vierteln gesprengt war. Pohl (fünfte Gelbe), Hillebrand (Gelb-Rot) und Malura (Rot) waren nach dem Heidenheim-Spiel gesperrt. Der einzig übriggebliebene Jens Möckel bekam mit Thomas Ströhl (links), Rückkehrer Tom Bertram (IV) und Fabian Stenzel (rechts) gleich drei neue Abwehrkollegen an die Seite gestellt.

Und wie das immer so ist, mit der vermeintlichen Verlegenheitsabwehr standen wir hinten sicherer als mit dem Stammpersonal. Für die gesperrten Jungs dürfte eine Rückkehr in die Startelf schwerer sein, als zunächst gedacht. Da staunte auch unser Ehrengast Andreas, der „seine Dynamos“ sicherlich in besserer Form erwartet hatte. Da Andreas aber ein Freund des gesamten Ostfußballs ist und er ja über besonders innige freundschaftliche Beziehungen zu den Zipfelmützen verfügt, war er nicht ganz so traurig.

Abschließend noch ein Wort zu der im ersten Moment vielleicht merkwürdigen Überschrift. Roger hat sich seine Heimeinweisung redlich verdient, denn der RWE-Nachwuchsspieler loste in der Halbzeit das TFV-Pokal-Viertelfinale aus und zog seinen zukünftigen Arbeitgeber doch tatsächlich in ein Auswärtsspiel an die Ufer der Saale. Mein lieber kleiner Roger, diesen Fauxpas musst Du in ein paar Jahren wieder gut machen, wenn Du die FCC-Kasper in einem Derby (so es denn dann noch eins gibt und die Westsachsen dann nicht schon in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sind) mit einem Doppelpack (mindestens!) abschießt.











Keine Choreo und 30 Minuten Schweigen - stiller Protest der Kurve gegen eine pauschale Bestrafung für den Böller im J...-Spiel













Bei diesem Spielstand würde ich, WÄRE ich denn heimlicher Dynamo-Fan, komisch gucken. ;-)





10.10.2010

Auswärtssiege vor dem Ilmenauer Sportlerball

Am punktspielfreien Wochenende nutzten Teile der Zipfelmützen das herrliche Herbstwetter und besuchten im Ilmenauer Hammersgrund das Frauen-Landesklassen-Spiel zwischen Germania Ilmenau dem dem SC 06 aus Oberlind.

Aus „organisatorischen“ Gründen verpassten wir die erste halbe Stunde. Das war aber nicht weiter tragisch, denn zum Zeitpunkt unseres Eintreffens stand es noch 0:0. Aber das sollte sich ändern. Unsere ersten Eindrücke ließen nichts Gutes erwarten. Die Gäste belagerten das Tor der Germania-Frauen, die sich kaum aus der Umklammerung befreien konnten. Das es zuvor eine stürmische Anfangsviertelstunde der Ilmenauerinnen gegeben hatte, erfuhren wir erst in der Halbzeit. Da stand es bereits 1:0 für Ilmenau, denn die Gastgeberinnen nutzten gleich ihre erste Ecke zur überraschenden Führung.

In der Halbzeitpause machten beide Trainer ihrem Unmut Luft. Während der 06-Trainer monierte, dass eine Spielerinnen „einmal geschlafen hätten“, rüttelte Germania-Trainer Zelle seine Spielerinnen lautstark wach und machte deutlich, dass sie wohl nicht nocheinmal so viel Glück hätten, wie in Hälfte eins. Doch am Spiel änderte sich zunächst wenig. Oberlind fuhr gegen die nervös und hektisch verteidigenden Ilmenauerinnen Angriff auf Angriff. Nur mit aller Mühe gelang es den Gastgeberinnen, die Bälle zu klären. In der 52. Minute klingelte es dann aber – ein Blackout der heute sehr unsicheren Germania-Torfrau, die einen 35-Meter-Freistoß unterschätze, führte zum verdienten Ausgleich. Ich fürchtete angesichts des Dergebotenen nun wirklich um die Germania-Frauen. Sollte mit dem Ausgleich alles zusammenbrechen? Zunächst nicht, denn auch die Torhüterin der Gäste verteilte Geschenke. Einen Freistoß aus spitzem Winkel ließ sie in die lange Ecke fallen und genauso überraschend wie Ilmenau 1:0 führte, führte es nun 2:1. Die robust spielenden Gäste, die nach einer gelb-roten Karte wegen Meckerns nur noch zu zehnt spielten, hätten sich nach einem hässlichen Foul im Mittelkreis über einen weiteren Platzverweis nicht beschweren dürfen. Der Schiri hatte aber wohl nicht den Mumm, innerhalb weniger Minuten zwei Platzverweise auszusprechen und gab lediglich Gelb verbunden mit einer letzten Ermahnung.

Doch auch zehn Gäste waren heute zuviel für die Gastgeberinnen. Nach einer Ecke nutzten die Gäste das Durcheinander (Marcel Reif spricht in immer von „vogelwild“) und erzielten aus dem Gewühl heraus erneut den Ausgleich. Doch fast wären die Ilmenauerinnen wieder in Führung gegangen, die körperlich sehr dominante Stürmerin scheiterte jedoch bei einem Konter im Eins-gegen-Eins an der 06-Torfrau. Nach dem zehn Minuten vor Schluss auch noch Abwehrchefin Anika Ortlof verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, geriet die Germania-Abwehr noch mehr ins Schwimmen. Ein Abschlag wurde dann unmittelbar vor dem 16er vertändelt und in der 87. schoben die Oberlinderinnen zum auf Gästeseite viel umjubelten Siegtreffer ein.

Ein verdienter Erfolg für die Gäste, die konsequenter spielten, hinten sicherer standen und im Offensivspiel wesentlich mehr Gefahr erzeugten als der SV Germania. Nächsten Sonntag treten die Ilmenauerinnen in Sünna an, die Erfurter Zipfelmützen sind erneut vor Ort.

Am Abend gab es dann trotz der Niederlage eine Menge zu feiern. Die SV Germania hatte den ersten Ilmenauer Sportlerball organisiert. Die Erfurter Zipfelmützen und ihre Freunde folgten der Einladung von Germania-Trainer Marco Zelle ebenso wie Bundestagsabgeordnetet Tankred Schipanski, Landrat Benno Kaufold und Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber. Ein originelles Torwandschießen und der Kampf mit einem Tischtennisroboter waren zwei der Highlights des Abends. Ganz unbescheiden darf ich erwähnen, dass ich das Torwandschießen gewonnen habe. Bereits früh am abend hatte ich die Marke von fünf Treffern gesetzt, an der sich alle anderen die Zähne ausbissen, u. a. auch zahlreiche Spieler und Spielerinnen der SV Germania. So, Schluß mit dem Eigenlob. Am Tischtennisroboter machte Cassandra die beste Figur unserer Truppe. Mit ihren 23 Treffern setzte sie sich in der Spitzengruppe fest und war, nach unserer Einschätzung, die beste Frau des Abends. Glückwunsch! Geehrt wurde auch unser Marco, der als Anerkennung für sein Engagement für den Frauen- und Mädchenfußball aus den Händen des Vereinspräsidenten die Ehrennadel der SV Germania in Bronze erhielt. Anbei ein paar Bilder vom Abend.




































alle Bilder (zum Vergrößern bitte draufklicken!) von Cassandra Römer


Am frühen Nachmittag hatte unsere Mannschaft ihr Thüringenpokal-Achtelfinale in Altenburg nach anfänglichen Schwierigkeiten sicher mit 4:0 gewonnen. Reichwein und El Haj Ali erzielten jeweils zwei Treffer.

Neben uns stehen auch der FC Carl Zeiss (noch 3. Liga), der ZFC Meuselwitz (Regionalliga), Wacker Gotha (Oberliga), der SC 1911 Heiligenstadt und der 1. FC Gera 03 (beide Thüringenliga) sowie aus der Landesklasse Thuringia Struth-Helmershof und Wartburgstadt Eisenach. Das Viertelfinale wird nächsten Samstag in der Halbzeit des Spiels unserer Jungs gegen Dresden ausgelost.