18.10.2010

Roger kommt ins Heim

Unserem René scheints im Steigerwaldstadion zu gefallen. Nach dem Derbysieg gegen den FCC war er nun auch gegen Dresden anwesend. Und wieder schüttete es aus Eimern. Aber wieder gab es einen Heimsieg, der gegen die zuvor fünfmal ungeschlagenen Sachsen deutlicher ausfiel, als vor dem Kick erwartet. Die Skepsis ergab sich unter anderem aus der Tatsache, dass unsere im Laufe der Saison keinesfalls sattelfeste Abwehr (noch kein Spiel ohne Gegentor) zu drei Vierteln gesprengt war. Pohl (fünfte Gelbe), Hillebrand (Gelb-Rot) und Malura (Rot) waren nach dem Heidenheim-Spiel gesperrt. Der einzig übriggebliebene Jens Möckel bekam mit Thomas Ströhl (links), Rückkehrer Tom Bertram (IV) und Fabian Stenzel (rechts) gleich drei neue Abwehrkollegen an die Seite gestellt.

Und wie das immer so ist, mit der vermeintlichen Verlegenheitsabwehr standen wir hinten sicherer als mit dem Stammpersonal. Für die gesperrten Jungs dürfte eine Rückkehr in die Startelf schwerer sein, als zunächst gedacht. Da staunte auch unser Ehrengast Andreas, der „seine Dynamos“ sicherlich in besserer Form erwartet hatte. Da Andreas aber ein Freund des gesamten Ostfußballs ist und er ja über besonders innige freundschaftliche Beziehungen zu den Zipfelmützen verfügt, war er nicht ganz so traurig.

Abschließend noch ein Wort zu der im ersten Moment vielleicht merkwürdigen Überschrift. Roger hat sich seine Heimeinweisung redlich verdient, denn der RWE-Nachwuchsspieler loste in der Halbzeit das TFV-Pokal-Viertelfinale aus und zog seinen zukünftigen Arbeitgeber doch tatsächlich in ein Auswärtsspiel an die Ufer der Saale. Mein lieber kleiner Roger, diesen Fauxpas musst Du in ein paar Jahren wieder gut machen, wenn Du die FCC-Kasper in einem Derby (so es denn dann noch eins gibt und die Westsachsen dann nicht schon in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sind) mit einem Doppelpack (mindestens!) abschießt.











Keine Choreo und 30 Minuten Schweigen - stiller Protest der Kurve gegen eine pauschale Bestrafung für den Böller im J...-Spiel













Bei diesem Spielstand würde ich, WÄRE ich denn heimlicher Dynamo-Fan, komisch gucken. ;-)





10.10.2010

Auswärtssiege vor dem Ilmenauer Sportlerball

Am punktspielfreien Wochenende nutzten Teile der Zipfelmützen das herrliche Herbstwetter und besuchten im Ilmenauer Hammersgrund das Frauen-Landesklassen-Spiel zwischen Germania Ilmenau dem dem SC 06 aus Oberlind.

Aus „organisatorischen“ Gründen verpassten wir die erste halbe Stunde. Das war aber nicht weiter tragisch, denn zum Zeitpunkt unseres Eintreffens stand es noch 0:0. Aber das sollte sich ändern. Unsere ersten Eindrücke ließen nichts Gutes erwarten. Die Gäste belagerten das Tor der Germania-Frauen, die sich kaum aus der Umklammerung befreien konnten. Das es zuvor eine stürmische Anfangsviertelstunde der Ilmenauerinnen gegeben hatte, erfuhren wir erst in der Halbzeit. Da stand es bereits 1:0 für Ilmenau, denn die Gastgeberinnen nutzten gleich ihre erste Ecke zur überraschenden Führung.

In der Halbzeitpause machten beide Trainer ihrem Unmut Luft. Während der 06-Trainer monierte, dass eine Spielerinnen „einmal geschlafen hätten“, rüttelte Germania-Trainer Zelle seine Spielerinnen lautstark wach und machte deutlich, dass sie wohl nicht nocheinmal so viel Glück hätten, wie in Hälfte eins. Doch am Spiel änderte sich zunächst wenig. Oberlind fuhr gegen die nervös und hektisch verteidigenden Ilmenauerinnen Angriff auf Angriff. Nur mit aller Mühe gelang es den Gastgeberinnen, die Bälle zu klären. In der 52. Minute klingelte es dann aber – ein Blackout der heute sehr unsicheren Germania-Torfrau, die einen 35-Meter-Freistoß unterschätze, führte zum verdienten Ausgleich. Ich fürchtete angesichts des Dergebotenen nun wirklich um die Germania-Frauen. Sollte mit dem Ausgleich alles zusammenbrechen? Zunächst nicht, denn auch die Torhüterin der Gäste verteilte Geschenke. Einen Freistoß aus spitzem Winkel ließ sie in die lange Ecke fallen und genauso überraschend wie Ilmenau 1:0 führte, führte es nun 2:1. Die robust spielenden Gäste, die nach einer gelb-roten Karte wegen Meckerns nur noch zu zehnt spielten, hätten sich nach einem hässlichen Foul im Mittelkreis über einen weiteren Platzverweis nicht beschweren dürfen. Der Schiri hatte aber wohl nicht den Mumm, innerhalb weniger Minuten zwei Platzverweise auszusprechen und gab lediglich Gelb verbunden mit einer letzten Ermahnung.

Doch auch zehn Gäste waren heute zuviel für die Gastgeberinnen. Nach einer Ecke nutzten die Gäste das Durcheinander (Marcel Reif spricht in immer von „vogelwild“) und erzielten aus dem Gewühl heraus erneut den Ausgleich. Doch fast wären die Ilmenauerinnen wieder in Führung gegangen, die körperlich sehr dominante Stürmerin scheiterte jedoch bei einem Konter im Eins-gegen-Eins an der 06-Torfrau. Nach dem zehn Minuten vor Schluss auch noch Abwehrchefin Anika Ortlof verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, geriet die Germania-Abwehr noch mehr ins Schwimmen. Ein Abschlag wurde dann unmittelbar vor dem 16er vertändelt und in der 87. schoben die Oberlinderinnen zum auf Gästeseite viel umjubelten Siegtreffer ein.

Ein verdienter Erfolg für die Gäste, die konsequenter spielten, hinten sicherer standen und im Offensivspiel wesentlich mehr Gefahr erzeugten als der SV Germania. Nächsten Sonntag treten die Ilmenauerinnen in Sünna an, die Erfurter Zipfelmützen sind erneut vor Ort.

Am Abend gab es dann trotz der Niederlage eine Menge zu feiern. Die SV Germania hatte den ersten Ilmenauer Sportlerball organisiert. Die Erfurter Zipfelmützen und ihre Freunde folgten der Einladung von Germania-Trainer Marco Zelle ebenso wie Bundestagsabgeordnetet Tankred Schipanski, Landrat Benno Kaufold und Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber. Ein originelles Torwandschießen und der Kampf mit einem Tischtennisroboter waren zwei der Highlights des Abends. Ganz unbescheiden darf ich erwähnen, dass ich das Torwandschießen gewonnen habe. Bereits früh am abend hatte ich die Marke von fünf Treffern gesetzt, an der sich alle anderen die Zähne ausbissen, u. a. auch zahlreiche Spieler und Spielerinnen der SV Germania. So, Schluß mit dem Eigenlob. Am Tischtennisroboter machte Cassandra die beste Figur unserer Truppe. Mit ihren 23 Treffern setzte sie sich in der Spitzengruppe fest und war, nach unserer Einschätzung, die beste Frau des Abends. Glückwunsch! Geehrt wurde auch unser Marco, der als Anerkennung für sein Engagement für den Frauen- und Mädchenfußball aus den Händen des Vereinspräsidenten die Ehrennadel der SV Germania in Bronze erhielt. Anbei ein paar Bilder vom Abend.




































alle Bilder (zum Vergrößern bitte draufklicken!) von Cassandra Römer


Am frühen Nachmittag hatte unsere Mannschaft ihr Thüringenpokal-Achtelfinale in Altenburg nach anfänglichen Schwierigkeiten sicher mit 4:0 gewonnen. Reichwein und El Haj Ali erzielten jeweils zwei Treffer.

Neben uns stehen auch der FC Carl Zeiss (noch 3. Liga), der ZFC Meuselwitz (Regionalliga), Wacker Gotha (Oberliga), der SC 1911 Heiligenstadt und der 1. FC Gera 03 (beide Thüringenliga) sowie aus der Landesklasse Thuringia Struth-Helmershof und Wartburgstadt Eisenach. Das Viertelfinale wird nächsten Samstag in der Halbzeit des Spiels unserer Jungs gegen Dresden ausgelost.

03.10.2010

Männer gewinnen erneut das Bowling Masters

Großartigen Sport boten die 3. Zipfelmützen Bowling Masters am Samstag im Erfurter „F 1“. Nach zwei spannenden Stunden konnten die Herren der Schöpfung zum dritten Mal in Serie den Geschlechterkampf gewinnen und bleiben weiterhin ungeschlagen. Allerdings dauerte es bis eine Viertelstunde vor Schluß, bis die Jungs das Blatt zu ihren Gunsten wenden konnten.

Die Mädels begannen bärenstark und hatten in der ersten Stunde zwischenzeitlich einen Vorsprung von fast 300 Punkten. Ein ums andere Mal räumte das schöne Geschlecht alle zehn Pins von der Bahn und ließ die Jungs ungläubig staunen. Die wiederum brauchten eine ganze Weile, bis sie einigermaßen in Schwung waren. Die Ergebnisse der ersten Runde waren bei den Jungs durchweg indiskutabel.

Doch je länger der Abend dauerte, um so mehr schmolz der Vorsprung der Ladies. Leidenschaftlich angefeuert von Teamchef Marco schalteten die Männer in den fünften Gang und kamen Wurf für Wurf näher. X X / / X X / / - der Monitor über der Bahn zwölf glühte nach halb elf förmlich, als die Jungs einer nach dem anderen alles abräumten.

Am Ende stand ein verdienter Sieg für die Jungs, die aber um den Triumph noch nie so zittern mussten, wie am Samstag. Manuel aus dem siegreichen Männerteam zeigte sich nach dem Erfolg dennoch cool: „Ein gutes Pferd springt eben nur so hoch wie es muss.“

In der Pärchenwertung gab es im dritten Wettbewerb die dritten Sieger: diesmal durften sich Claudia und Björn die Krone aufsetzen. In den Einzeln gewann Cassandra ganz souverän den Damenwettbewerb, bei den Männern siegte Manuel hachdünn vor Marco.

Auch an dieser Stelle nochmals vielen Dank für den rundrum gelungenen Abend. An Diddi & Doreen für die vorzügliche Bewirtung sowie an Marco für den Bowlingabend. Und für Anika alles Gute für das Studium in der schönsten Stadt der Welt!

Alle Ergebnisse gibts hier draufklicken:


Punkt gewonnen - Abwehr verloren

Endlich brachte der FC Rot-Weiß von einem Auswärtsspiel mal wieder was zählbares mit nach Hause. Beim 1:1 in Heidenheim erkämpften unsere Götter ihren zweiten Auswärtspunkt. Den bezahlten wir aber teuer. Martin Pohl sah seine fünfte gelbe Karte und ist damit für das Heimspiel gegen Dresden ebenso gesperrt wie die Außenverteidiger Denis Malura (berechtigte rote Karte nach bösem Foul im Mittelfeld) und Dennis Hillebrand. Letzterer wurde Opfer des vollkommen überforderten Schiedsrichters Dietz aus Kronach, der Hillebrand Gelb zeigte, als Dennis dem Schiri anzeigte, dass Erfurt auswechseln wollte. Als er danach dem Schiri seine Rückennummer zeigte, gab es nochmal Gelb. Es ist immer wieder erstaunlich, welche "Pfeiffen" der DFB jede Woche auf den deutschen Profifußball losläßt. Und die Vereine müssen die Suppe ausbaden...


28.09.2010

Freeriden in Südtirol (1. Woche)

Die erste Woche im Freerideurlaub ist um, also was ist bisher passiert?

Dienstag "Ab auf die Tuffalm"

Schon obligatorisch ist der Besuch auf der Tuffalm am ersten Tag nach der Anreise. Meine Eltern wandern vom Völser Weiher aus hoch, ich fahr mit dem Rad von unserer Unterkunft in San Konstantin aus hoch. Nur 400hm sind dabei auf breiten Schotterwegen zu bewältigen, aber meine Lunge pfeift schon. Ich merke das meine Kondition diese Sommer stark gelitten hat. Oben auf der Tuffalm treffe ich dann meine Eltern wieder und wir lassen es uns dann in der Sonne gutgehen. Ein paar Minuten vor mir fährt ein anderer Biker den direkten Rumpelpfad zum Weiher runter. Ich brauchte noch einen Moment um Knieschützer und Helm anzulegen. Schade der ist nun weg, hätte mich gerne noch etwas mit ihm unterhalten. Jetzt geht der Spass los, schön steiler Weg mit Steinen, Felsen und wie Bordsteinkanten hoch stehenden Wasserrinnen. Und wie das Spass machte, so sehr das ich fix unterwegs war und den anderen Biker noch vor dem Weiher wieder eingeholt hatte und mich dann doch noch mit ihm unterhalten konnte. Dabei dachte ich das ich auf den Rumpelwegen eher langsam unterwegs bin...

Mittwoch "...und ewig lockt das Gerumpel"

Heute war beabsichtigt eine kleine Runde ohne technischen Anspruch geplant, also bin ich nur mit normalem Helm und ohne Protektoren los. Von San Konstantin ging's erstmal etwas nach St. Vigil, der Weg lag schön schmal bergab in einer Rinne zwischen den Bäumen fast versteckt. Auf einer kleinen Strasse ging's weiter nach St. Oswald. Von hier aus wieder bergauf Richtung Seis, evtl. auch noch an einem Ausblickspunkt vorbei. Aber der Weg ging ganz schön steil bergauf, da war schnell schieben angesagt, vor allem als der Weg dann nur noch aus Felsen bestand. Bergab würde das hier sicher Spass machen. Endlich oben angekommen hab ich dann den Abzweig zum Ausblickspunkt nicht gleich gefunden und den recht langweiligen Weg nach Seis wollte ich dann doch nicht fahren, nach dem bergaufschieben muss man sich doch mit einer schönen Abfahrt belohnen, also Kehrtwende und den ganzen Weg nach St. Oswald wieder runter. Aber eher vorsichtig, schließlich hatte ich ja keine Protektoren dabei. An einer Stelle mit Felsstufen mitten in der Kurve kam ich leider doch nicht ohne Fusskontakt zum Boden durch, das geht auch besser. Danach ging's von St. Oswald wiedeer auf einer kleinen Strasse nach Seis und von dort auf einem wunderschönen Trail zum Völser Weiher, leider wird der Fahrfluss immer mal wieder von ein paar Meter hohen Wellen im Weg unterbrochen die in Verbindung mit Felsen und Wurzeln teilweise zu steil sind um bergauf fahrbar zu sein. Spaß machts trotzdem. Vom Völser Weiher ist es dann ja nur noch ein kleines Stück bergab nach San Konstantin zurück.

Donnerstag "Techniktraining"

Heute war keine Tour geplant, da ich abends ein Fahrtechniktraining in einer Ski- und Mountainbikeschule mitmachen wollte. Also konnte icwh tagsüber mit meinen Eltern ins Sarntal, einer Ecke die wir bisher noch nicht besucht hatten. Um fünf ging's dann los, der Guide hatte bedenken ob er mir noch was zeigen konnte, normalerweise hat er eher mit Anfängern zu tun, aber letztendlich konnte ich doch noch einiges lernen das ich sicher schonmal in Zeitungen gelesen hatte, aber wenn man's gezeigt bekommt ist es halt doch besser. Ein paar Tourentipps und die überaus interessante Information das es nächstes Jahr in Kastelruth eine Downhillstrecke mit Liftbetrieb geben soll gabs noch dazu.

Freitag "Es rumpelt wieder"

Heute bin ich irgendwie platt, also nur ein kleines Ründchen. Ich entscheide mich die schöne Abfahrt vom Mittwoch nochmal zu fahren, diesmal aber gleich direkt von Seis dort hin, ohne erst hochschieben zu müssen. Der Anfang des Holperweges lässt sich ohne viel Anstrengung von Seis aus erreichen, ich kann also ausgeruht in die Abfahrt gehen, die auch gleich doppelt so viel Spass macht da ich diesmal die Schutzausrüstung dabei hab und somit das Bike mutiger rollen lassen kann. Auch die Stellen an der ich am Mittwoch noch den Fuß absetzen musste hab ich diesmal gemeistert. Von St. Oswald ging's dann wieder wie am Mittwoch nach Seis zurück, von da aber auf der leichten ausgeschilderten Bikeroute nach San Konstantin zurück.

Samstag & Sonntag

Wegen Regen ist an Biken nicht zu denken, also ist ausruhen angesagt.

Das war's in der ersten Woche, für die 2. Woche hoffe ich wieder auf besseres Wetter als am Wochenende, schließlich will ich noch die vom Guide empfohlene Abfahrt von der Tschafonhütte runter und auch noch die 3-Gondeltour in Bozen abfahren... das bedeutet je nachdem wieviel Zeit ich Bozen habe 3000-5000hm Abfahrt mit Gondelunterstützung, Freeride pur.


Position:Fraktion Lengstein,Italie

27.09.2010

Feuchter Traum

Trotz Dauerregens und Durchfeuchtung bis auf die Haut erlebten Herr Schulz, René, die Gebrüder H. (teilweise mit Lebensabschnittsgefährtin erschienen) und meine Wenigkeit einen richtig schönen Samstag. Eigentlich musste es ja regnen, denn René war zu seiner RWE-Taufe erstmals zu einem Punktspiel im SWS erschienen und zur Taufe brauchts... Wasser! Und das gab es reichlich. Dank Marco Riemers (die goldene Ehrennadel des Vereins haben schon andere bekommen, die sich um das Wohlergehen des RWE weniger verdient gemacht haben, als der spät eingewechselte FCC-Verteidiger) tödlichem Pass auf Danso Weidlich waren aber die nassen Jacken, T-Shirts und Unterwäsche vergessen und aus dem infernalischen Regenwetter wurde ein feuchter Traum. Einfach herrlich!

Später bei Sport im Osten hab ich mich dann gefragt, was das wohl für Zeug ist, was der Kurbjuweit vor dem Spiel in rauhen Mengen genommen haben muss. Zu blöde, um nen Spieler zu verplichten (ich spiele auf die Öztürk-Geschichte an), aber im Fernsehn über den Schiri herziehen. Anstatt sich über die sieben gelben Karten für seine Stümpertruppe aufzuregen, hätte er lieber dankbar sein sollen, dass es nicht zwei Rote gab (für Smeekes nach seiner Tätlichkeit und dem groben Foul von hinten in der Anfagsphase - Name ist mir entfallen). Aber es passt ja zum Niveau der MDR-Sportredaktion, dass solchen Blinzen auch noch ein Forum geboten wird.

25.09.2010

Derbysieger!

Mehr zum FEUCHTfröhlichen Derbysieg im Laufe des Wochenendes! Die Nummer 1 im Land sind wir!

22.09.2010

Ohne Worte...

Es gibt Dinge, zu denen fehlen mir einfach die Worte. Das dritte Mal im fünften Auswärtsspiel nach zwei Minuten das erste Gegentor. Nach acht Minuten das 0:2. Nach einer halben Stunde das 0:3. Und damit waren wir noch gut bedient...

20.09.2010

Ab in den Süden

Es geht los, der Hobel ist huckepack fest auf dem Auto verzurrt. Ab jetzt heißt es Kurs eins-acht-null, immer südlich.




Position:Ilmtal,Deutschland

19.09.2010

Pfingsten-Reddigs süße Rache

Der FC Rot-Weiß hat seine hervorragende Bilanz (jetzt 6 Siege, 5 Unentschieden und 2 Niederlagen) in meinem „Privat-Derby“ ausgebaut und den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter gestürzt. Zeitgleich bereitete sich der FC Carl auf das Derby kommenden Samstag vor (O-Ton Lars Sänger) und verlor in Ahlen 0:3. Ein herrlicher Samstag!

Bei strahlendem Sonnenschein erlebten 4 103 Zuschauer im Steigerwaldstadion einen hervorragend agierenden FC Rot-Weiß. Vom Anpfiff weg kauften wir den Gästen mit Zweikampfstärke und Bewegungsfreude den Schneid ab und ließen den OFC zu keiner Phase der ersten Hälfte ins Spiel kommen. Zedi mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze und Semmer, der von einem Offenbacher Black-Out profitierte und den starken Wulnikowski im OFC-Tor freistehend in die Arme köpfte, scheiterten noch am 1:0. Doch als der der starke Schiedsrichter Steinberg nach einem Foul des hüftsteifen OFC-Kapitäns Kopilas an Hauswald (nix mit eingefädelt, wie uns der MDR weiß machen wollte – klarer geht ein Elfer nicht!) auf den Punkt zeigte, passierte es. Nachdem Reichwein (gegen Werder II) und Semmer (in Burghausen) verschossen hatten schnappte sich der Ex-Offenbacher Nils Pfingsten-Reddig die Kugel und ließ Wulnikowski keine Chance. Vor der Pause hatte Hauswald dann sogar selbst noch die Chance zum 2:0, doch eine Caillas-Hereingabe, die Reichwein knapp verpasst hatte, setzte Hausi aus spitzem Winkel ans Aluminium.

Trainer Wolf schien seine Mannschaft in der Pause ordentlich die Gehörgange durchgeblasen zu haben, denn nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Hessen wesentlich engagierter. Bereits der erste fix vorgetragene Angriff nach wenigen Sekunden landete am RWE-Pfosten. Und auch der bis dahin bei der starken Innenverteidigung Pohl/Möckel vollkommen abgemeldete OFC-Torjäger Occean zeigte sich nun, als er Orlishausen mit einem satten Schuß prüfte (52.). Den Abpraller jagte Haas aus sechs Metern an die Latte – Schwein gehabt. Das war’s dann aber schon wieder mit der hessischen Herrlichkeit. Als Martin Hauswald im Strafraum erneut von Kopilas gefoult wurde, hatte der Schiri den Mut, erneut Elfmeter zu geben. Und Nils Pfingsten-Reddig ließ sich die Chance erneut nicht entgehen – 2:0. Die Provokation vor dem Gästeblock hätte er sich sparen können, dennoch war es die verdiente Krönung für eine ganz starke Leistung von Nils am heutigen Tage. Vor dem Spiel hatte ich mir noch vorgenommen, auf ihn heute speziell zu achten, da ich ihn bisher in unseren Spielen noch gar nicht so wahr genommen hatte. Doch so sehr konzentrieren musste ich mich dabei nicht, er fiel heute von selbst auf.
























Nach dem Elfer plätscherte das Spiel so dahin, ehe sich Feldhahn die Kugel schnappt und aus 25 Metern aufs Erfurter Gehäuse zielt. Orle hätte die Kugel wohl mit dem Hut gefangen, hätte Möckel seinen Schädel nicht dazwischen gehalten und das Bällchen unhaltbar abgefälscht. Nur noch 1:2. Und der OFC ist ja eine Spitzenmannschaft. Machen die hier doch noch ihren Punkt? Nö, die große Schlußoffensive blieb nämlich aus, auch weil Trainer Emmerling bis zur 85. Minute nicht getauscht hatte und mit seinen Auswechslungen das Spiel immer wieder geschickt unterbrach. Die eingewechselten Lüttmann (zuletzt sechs Tore in drei Spielen bei der Zwoten) und Weidlich (Denis war von einem Infekt geschwächt) waren dann auch am entscheidenden Konter beteiligt, den Olivier Caillas mustergültig zum 3:1 vollendete.

Ein wunderschöner Nachmittag, der mich in der Hoffnung bestärkt, dass die Mannschaft in Braunschweig auch auswärts mal was holen kann. Immerhin geht’s nicht zum Tabellenletzten und auch nicht nach Bayern. Gute Aussichten also für den Dienstagabend. Anpfiff ist halb sieben an der Hamburger Straße!

PS: Respekt & Dank an den Offenbacher Anhang für ihr vorbildliches Verhalten bei der Schweigeminute für Eddy Francke!


12.09.2010

TFV-Pokal-Auslosung

Am Rande des Regensburger Auswärtssieges an der Saale fand heute die Auslosung zum TFV-Pokal-Achtelfinale statt. Und unsere Jungs müssen in der Runde der letzten 16 im größten Stadion Thüringens antreten... Aber es ist kein Heimspiel... Na, jetzt glüht die Rübe, oder???

Spiel auf dem Abbe-Acker? Waren die Kugeln dieses Jahr doch nich angewärmt??? Nööööö... Falsch. Der Sportplatz in Lobeda hat nur 11 000 Plätze. Aber die Himmelsrichtung stimmt. Über das (gemessen an der Kapazität) größte Stadion Thüringens verfügt nämlich der SV Motor Altenburg aus der Thüringenliga. 25 000 Fans passen in die Skatbank-Arena. So viele werden am 9. Oktober zwar nicht kommen, aber ein paar mehr Zuschauer als zuletzt in Pößneck sollten unsere Gastgeber aus dem alleräußersten Osten Thüringens (ich hatte vergeblich auf ein "Heimspiel" in Borsch oder Eisenach gehofft) angesichts der großen Altenburger Fußballtradition schon mobilisieren können.

(C) Wappen: www.wappensalon.de

RWE - Tabellenletzte 0:2

Tja, alles wie immer… Ist die Not so richtig groß, kommt garantiert der FC Rot-Weiß zum Gastspiel und schon sind die allergrößten Sorgen Vergangenheit. So auch für Wacker Burghausen, das bisher sieglose Tabellenschlußlicht der 3. Liga. Wie schon vor drei Wochen in Unterhaching schenkten wir auch dem Team von Mario Basler den ersten Saisonsieg. Besonders bitter… Das Gegentor fiel erst in der 86. Minute und die ansprechende Leistung unseres Teams hätte eigentlich drei Punkte verdient gehabt. Doch weder der allein vor dem gegnerischen Torwart stehende Marcel Reichwein noch Tino Semmer per Foulelfmeter wussten etwas mit ihren Großchancen anzufangen. Und so dümpeln wir dem Tabellenkeller entgegen. Rosige Aussichten vor der schwierigen Woche gegen Offenbach, in Braunschweig und beim Derby. Kleiner Trost: Niemand von denen ist Tabellenletzer. Und auch wenn man dem Feind nicht mal den Dreck unterm Fingernagel gönnt, muss man angesichts unserer Bombenserie gegen Tabellenletzte inständig hoffen, dass der FCC auch nach dem kommenden Mittwoch nicht auf Platz 20 liegt.

11.09.2010

Freeriden in Südtirol

Nur noch etwas mehr als eine Woche, dann geht's für mich für zwei Wochen auf nach Südtirol. Das heißt dann wieder knackige Anstiege, wilde Abfahrten und Traumtrails auf der hoffentlich noch sonnenverwöhnten Südseite der Alpen.

Technisch ist alles bestens, am Bike gibt's keine Änderungen seit dem letzten Urlaub, also alles schon eingefahrene Technik, nur Kette und Reifen sind wegen Verschleiss erneuert. Für die musikalische Unterhaltung unterwegs sorgt seit nun schon einigen Monaten ein kleiner iPod shuffle, der kann im Falle eines Sturzes so gut wie nicht kaputt gehen, ist ja quasi nur ein kleiner Alublock ohne Display und Tasten.




Konditionell hab ich so meine Bedenken, wegen schlechtem Wetter (erst ewig kalt und vereiste Wege, dann verregneter Sommer), viel Arbeit und einem Umzug bin ich dieses Jahr noch nicht viel zum Fahren gekommen, hoffe ich hänge nicht an den Anstiegen wie ein nasser Sack.

Fahrtechnisch hab ich mich verbessert da ich die in Südtirol allgegenwärtigen hohen Steinstufen auch an einer speziellen Stelle in Ilmenau üben konnte, vielleicht kann ich diesmal die Abfahrt vom Schlern komplett fahren... reizen tät mich diese Hammertour ja nochmal, aber da kommt dann wieder die Kondition beim Aufstieg ins Spiel.




Hab extra noch eine App zum Blogs bearbeiten aufs iPad geladen, damit die Berichterstattung bequemer zu erledigen ist, muss dann nur hoffen das ich dort eine prepaid-Karte bekomme, damit ich dann auch ins Internet kann, Björn hat mit der Portugal-Berichterstattung schliesslich die Messlatte hochgelegt.

Ich zähle schon die Tage bis zum 20. und hoffe auf schönes Bikewetter in Südtirol. Bis dahin werd ich vielleicht noch ein paar Konditionseinheiten hier in Stadtilm einlegen... muss ja eh noch die Umgebung hier erkunden.

Vielleicht sehen wir uns ja alle vorher nochmal zum Kanufahren...

05.09.2010

Neues aus der Kreisliga Weimar

Es wird Zeit mal wieder den Blick nach Pfiffelbach zu richten. Die waren ja mit drei klaren Siegen in die neue Kreisliga-Saison gestartet. Letzte Woche gab es dann bei der herben 1:5-Klatsche in Kranichfeld den ersten Rückschlag.

Am Samstag empfing der SVP zu Hause die zwote Mannschaft von Empor Weimar. Wie die Pfiffelbacher ihre erste Saisonniederlage weggesteckt hatten, berichtet exclusiv für erfurter-zipfelmuetzen.de Starreporter (und SVP-Schatzmeister) René:

"Unfassbare Szenen spielten sich heute im Piffelbacher Waldstadion ab. Nach katastrophalen ersten zwanzig Minuten und einem 0:2-Rückstand, den die Gäste aus lediglich zwei Chancen herausschossen, bekam der SVP das Spiel besser in den Griff, ohne sich jedoch zwingende Chancen zu erspielen. In Hälfte Zwo war vom SV Empor II nix mehr zu sehen und nach gefühlten 15:0-Chancen sprang lediglich ein 2:2 heraus, welches den Spielverlauf alles andere als wiederspiegelt."

Als Fazit bediente sich René eines Satzes, den ich vor einigen Wochen nach dem RWE-Sieg gegen Bremen II verwendet hatte: "Ich bin zu alt für diesen Scheiß!"


Pokalhürde in Pößneck im Schongang übersprungen

Ein Vierteljahr liegt die mega-peinliche 1:2-Pokalpleite in Pößneck zurück, am Samstag gelang unseren Jungs die Revanche. Mit 6:0 schossen sie den zwischenzeitlich in die Thüringenliga abgestiegenen VfB 09 ab. Hillebrand, Semmer, Zedi, Reichwein, Weidlich und Hauswald erzielten die Treffer. Schon nach einer Viertelstunde, als es 3:0 stand, war der Käse gegessen. Am kommenden Sonntag, in der Halbzeit des Regensburger Gastspiels an der Saale wird dann dort das Achtelfinale ausgelost. Folgende Mannschaften sind neben dem FC RWE noch im Topf:

aus der 3. Liga: die Unaussprechlichen

aus der Regionalliga: der Titelverteidiger ZFC Meuselwitz

aus der Oberliga: Wacker Gotha

aus der Thüringenliga: SV Borsch 1925, Wacker Nordhausen, Wismut Gera, 1. FC Gera 03, Einheit Rudolstadt, 1. SC Heiligenstadt, Motor Altenburg

aus der Landesklasse: SG Bischleben/Möbisburg, SV Thuringia Struth-Helmershof, Grün-Weiß Siemerode, SV Ehrenhain, Wartburgstadt Eisenach

01.09.2010

Die Erfurter Zipfelmützen trauern um Eddi Francke

Die Erfurter Fußballlegende Eddi Francke ist heute nachmittag im Alter von 92 Jahren verstorben. Diese traurige Nachricht vermeldete der Verein vorhin auf seiner offiziellen Seite. In den Nachkriegsjahren prägte Offensivspieler Eddi wie kaum ein anderer den Erfurter Fußball. Erst am Samstag, vor dem Heimsieg gegen Babelsberg, hatte Präsident Rolf Rombach berichtet, dass Eddi sich auf dem Wege der Besserung befindet. Er hatte bis zuletzt alle Heimspiele des FC RWE besucht, zuletzt das Saisoneröffnungsspiel gegen Hertha BSC. Nun, nach kurzer schwerer Krankheit ist Eddi heute nachmittag im Helios Klinikum verstorben.

Ruhe in Frieden, Eddi!

Erfurter Zipfelmützen on Tor-Tour 2010

Die Erfurter Zipfelmützen sind auch 2010 wieder auf Tor-Tour. Nachdem wir uns 2009 vier Spiele in Nordrhein-Westfalen ausgesucht hatten, geht es dieses Jahr nun etwas weiter weg. Die Tor-Tour wird international. Wir besuchen unsere Freunde in Portugal und endlich auch das Estadio Dragao in Porto. Zweimal, 2004 und dieses Jahr im Juni hatte es mit einem Besuch im Stadion nicht geklappt, im November machen wir Nägel mit Köpfen. Wir besuchen das Europa-League-Spiel FC Porto vs. Besiktas Istanbul und drei Tage später die Mutter aller Spieler in Portugal: FC Porto vs. Benfica Lissabon.

31.08.2010

René führt Thüringer Landtag zum Sieg

Dass unser René nicht nur als Schatzmeister des SV Pfiffelbach eine gute Figur abgibt sondern auch selbst ganz passabel kicken kann, bewies er am Sonntagmittag in Mellingen. Als Mitglied des FC Landtag traf er in einem Freundschaftsspiel auf das Team der Feuerwehr Mellingen.

Der FC Landtag, der neben René u. a. mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Mike Mohring und dem parlamentarischen Geschäftsführer der CDU, Volker Emde, angetreten war, präsentierte sich bereits in der ersten Halbzeit sehr kombinationssicher. Dies war angesichts der Tatsache, dass das Team in dieser Zusammensetzung noch nie miteinander gespielt hatte, sehr erstaunlich. In der Chancenverwertung war die Mellinger Feuerwehr aber cleverer und so führten die Gastgeber zur Pause 2:1.

Angeführt und gelenkt von Abwehrchef René schalteten die jungen Wilden des FC Landtag nach dem Seitenwechsel einen Gang herauf. Spielerisch elegant drehten die Politiker das Spiel gegen konditionell stark nachlassende Mellinger Feuerwehrleute und gewannen am Ende verdient mit 4:2. Und wie es sich nach einem fairen Freundschaftsspiel gehört, trafen sich Sieger und Verlierer anschließend in gemütlicher Runde zu Bier und Bratwurst.

Our René is not only a good treasurer of SV Pfiffelbach football club, at Sunday noon in Mellingen he demonstrated that he is also a magnicifent kicker. As a member of the Thuringian parliament football team he met the team of the Mellingen firefighters.

The parliament team, including CDU-parliamentary group-leader Mike Mohring and CDU-parliamentary group-secretary Volker Emde, showed some good combinations in the 1st half but the goals made Mellingen and so the fire fighters lead 2:1 at half time.


Headed and directed from defence boss René the parliament team changed one gear up and turned the game against the fire fighters, who had conditional problems now. At the end the parliament team won the game 4:2.
After the friendly match winners and loosers curled up by beer and Bratwurst (sausage).

(c) Text/Fotos: René, Übersetzung/Translation: Björn

29.08.2010

Semmer und Weidlich begeistern bei Offensivfeuerwerk

Das nenn ich mal einen feinen Fußball-Nachmittag. Dank einer an alte Glanzzeiten (Brückner, Bunjaku & Co.) erinnernden Offensivleistung bezwangen unsere Jungs die Gäste aus Potsdam mit 4:2. Insbesondere der nach der Verpflichtung von Olivier Caillas, der ordentlich spielte und andeuten konnte, weshalb wir ihn geholt haben, wieder in den Sturm aufgrückte Tino Semmer und der nach seiner Verletzung endlich einsetzbare Denis-Danso Weidlich im rechten Mittelfeld boten jeweils überragende Leistungen.

Das Spiel begann mit einem Semmer-Kopfball an die Latte. Schnell wurde aber auch deutlich, dass unsere Defensive erneut große Probleme hat. Der in einigen Situationen unsicher wirkende Orlishausen hatte einen Ball nicht festhalten können, doch den Nachschuss jagten die Gäste weit über den Querbalken. In der 30. Minute landete der Ball schon wieder am Gestänge des Babelsberger Tores – Reichwein hatte geköpft. Doch diesmal stand Danso Weidlich parat, der zum 1:0 abstaubte. Leider brachte auch der Führungstreffer keine Ordnung in die Defensivreihen. Nur sechs Minuten später rammelte Möckel einen Gäste-Angreifer relativ unmotiviert im Strafraum um – Bundesliga-Schiri Perl gab folgerichtig Elfmeter, den die 03er ganz sicher verwandelten. Dann warteten alle auf den Pausenpfiff, nur Tino Semmer nicht. Tino tanzte vier Verteidiger aus und schlenzte die Kugel an den Pfosten. Dritter Alu-Treffer. Das gibt’s doch nich. Aber keine Sorge… Semmer verwertete den zurückspringenden Ball aus unmöglichem Winkel zur 2:1-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich erneut unsere Defensivschwächen. Auch die beiden Sechser, Zedi und Pfingsten-Reddig, zeigten sich mehrfach indisponiert. Die Gäste hatten im Mittelfeld teilweise haarsträubend viel Platz, im Strafraum wurden die Bälle nicht klar geklärt, teilweise Kerzen produziert. Vor dem 2:2-Ausgleich in der 57. Minute konnte sich die 03er den Ball wie im Training so lange hin- und herschieben, bis sie die perfekte Schussposition gefunden hatten. Doch wir hatten ja Gott sei Dank noch Weidlich. Einen Zedi-Einwurf legt Möckel per Kopf ab und Danso nagelt die Kugel volley ins Netz. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich war die Welt wieder in Ordnung. Und sie blieb es auch. Denn Babelsberg baute zwar etwas Druck aufs rot-weiße Tor auf, wirklich gefährlich wurde es aber nicht mehr. Und so blieb es dem eingewechselten Martin Hauswald vorbehalten, in der 90. Minute nach einem mustergültig vorgetragenen Konter für die Entscheidung zu sorgen.

25.08.2010

Same procedure as every year

Wie immer... Unterhaching halt...

Optimisten würden anmerken, dass wir

1.) dass erste Mal ein Tor geschossen haben, wenn wir in Unterhaching verlieren und

2.) mit Marcel Reichwein endlich mal ein RWE-Stürmer in dieser Saison getroffen hat.

15.08.2010

Pfiffelbach überrennt Fortuna Frankendorf

Der SV Pfiffelbach, Heimatverein unseres Mitglieds René, feierte in der Kreisliga Weimar am Samstag einen erfolgreichen Start in die neue Punktspielsaison. Eine Woche nach dem 4:2-Auftaktsieg im Kreispokal bei Großschwabhausen kam der SVP gegen Fortuna Frankendorf zu einem nie gefährdeten 3:0-Heimerfolg. 145 Zuschauer hatten sich bei bestem Fußballwetter von René 1,50 € Eintritt abknöpfen lassen und sollten diese Investition nicht bereuen. Von Beginn an zeigten die ganz in Rot spielenden Gastgeber, warum mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist. Um die Aufstiegsträume Realität werden zu lassen, bedarf es allerdings einer besseren Chancenverwertung. Erst ein Foulelfmeter (siehe Foto) brachte die hochverdiente 1:0-Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel agierte die Fortuna etwas druckvoller und konnte das Spielgeschehen vorübergehend in die Pfiffelbacher Hälfte verlagern. Doch mitten in diese Drangphase fiel das 2:0 - die Vorentscheidung. Nun fielen die Gäste, deren Nr. 11 bis zu seiner Auswechslung durch ständiges Meckern beim souveränen Schiedsrichter pausenlos negativ auffiel, endgültig auseinander und der SVP kam sogar noch zum 3:0. Schatzmeister René zeigte sich mit der Leistung seiner Schützlinge hochzufrieden: "Mein Gott sind wir heute gut" erklärte er im Exclusiv-Interview für die Erfurter Zipfelmützen.

Ausführliche Infos zum Spiel einschlich der Einschätzung von Trainer Rainer Krause findet Ihr auch auf der Homepage des SV Pfiffelbach, wo sogar von 180 Zuschauern die Rede ist. ;-)



Aufgalopp in die neue Saison

Pfiffelbach (rechts) empfing Frankendorf

Gleich steht's 1:0

11.08.2010

Lockerer Erfolg in Südniedersachsen

Beim Göttinger Bezirksligisten gelang unserer Mannschaft heute ein lockerer Erfolg. Marcel Reichwein, der am Samstag gegen Bremen noch äußerst unglücklich vor dem Tor agiert hatte, gelang dabei ein Hattrick. Mit dabei waren auch drei Testspieler:

Aleksandro Petrovic

Jaroslaw Lindner

Martin Zander

Außerdem hat Sven Lintjens mitgekickt, der sich laut Verein aber bei uns "nur fit hält".

PS: Ein Drittliga-Nachholspiel endete heute übrigens mit dem gleichen Ergebnis... HAHAHAHA!!!

08.08.2010

Ich bin zu alt für den Scheiß!


„Ich bin zu alt für den Scheiß!“
Roger Murtaugh in Lethal Weapon 3


Mein lieber Schwan, war ich fertig, als ich gestern um kurz vor vier das Stadion verließ. Ich konnte (und kann) mich beim besten Willen nicht erinnern, wann ich so ein Spiel unserer Mannschaft schon einmal erlebt hatte.

Es kommt nur selten vor, dass der FC RWE einen Gegner so beherrscht, wie er es gestern mit dem Nachwuchs von Werder Bremen tat. Und noch seltener passiert es wohl, dass eine Mannschaft quasi im Minutentakt hundert- und tausendprozentige Chancen vergibt.

Von der ersten Minute belagerten wir das Werder-Tor. Die ersten Chancen waren schon vergeben, als Marcel Reichwein in der 13. Minute einen Freistoß schnell ausführt, der angespielte Fikri El Haj Ali den freistehenden Martin Hauswald sieht und der kleine Wirbelwind überlegt zum 1:0 abschließt.

Von Bremen kam nichts, aber auch wirklich gar nichts. Doch halt, einmal fielen die Jungs in weiß-grün auf, als Dominic Schmidt nach wiederholtem Foulspiel in der 41. Minute vom guten Schiri Schößling vom Platz gestellt wurde.

Nach der Pause potenzierte sich unsere Überlegenheit sowie die Qualität und Quantität der ausgelassenen Chancen. Allein Marcel Reichwein hätte sich berühmt schießen können, doch entweder scheiterte er am starken-Werder-Torwart Wiedwald oder, wenn dieser geschlagen war, an irgendeinem auf der Torlinie auftauchenden Bremer Abwehrbein. Die 3614 Zuschauer waren der Verzweiflung nahe, erst recht als Reichwein nach einer Stunde selbst einen Foulelfmeter nicht nutzen konnte. Und wie es dann immer so ist… Bei ihrer ersten Offensivaktion in der 75. Minute gelingt den Gästen sofort der Ausgleich. Zu diesem verrückten Spiel passt dann auch der Name des Torschützen: JOHN-DIETER THÖLE! Ist wirklich kein Scherz, es gibt Menschen, die heißen so. Und einer von denen stellte das Spiel eine Viertelstunde vor Ende mehr als auf den Kopf. Doch Gott sei Dank rückte Martin Pohl die Verhältnisse in der 83. Minute wieder gerade. Nach ca. zwanzig ausgelassenen Hundertprozentigen bezeichnenderweise ein Abwehrspieler. Auch das passte zu diesem Spiel, bei dem ich mal wieder um Jahre gealtert bin.

Nächstes Wochenende ist Pokalpause, dann reisen wir nach Unterhaching. So schlecht wie die Oberbayern momentan sind (als einziges Team der Liga warten die nach vier Spielen noch auf ein eigenes Tor) haben wir die Riesenmöglichkeit, dort endlich mal zu gewinnen. Aber wie hieß der alte Spruch: „Ist die Not am größten…“


04.08.2010

RWE holt den ersten Saisonpunkt in Koblenz

Der FC Rot-Weiß Erfurt hat den ersten Punkt der neuen Saison eingefahren. Bei der Tus Koblenz kamen unsere Götter zu einem 1:1-Unentschieden.

Die Partie begann denkbar schlecht. Es waren noch keine 100 Sekunden gespielt, gab es Foulelfmeter und diese Chance ließen sich die Rheinländer nicht entgehen. Bereits nach 17 Minuten sorgte Jens Möckel nach einer Ströhl-Ecke per Kopf für den Ausgleich, den wir dann mit Glück und Geschick über die Zeit retteten. Bitter: Rudolf Zedi musste Mitte der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Die Erfurter Zipfelmützen wünschen Gute Besserung und hoffen, dass Rudi am Samstag gegen Bremen II wieder dabei sein kann.


01.08.2010

RWE zu harmlos - Rostock vom Schiri beschenkt

Es wäre wohl ein typisches 0:0 zwischen zwei offensiv überwiegend harmlosen, sich im Mittelfeld aber intensiv bekämpfenden Teams geworden, wenn Schiedsrichter Bandurski in der 83. Minute nicht völlig sinnfrei auf den Elfmeterpunkt gezeigt und den Gästen einen an Lächerlichkeit nicht zu überbietenden Elfmeter gegeben hätte. Die Aktion passierte zwar auf der anderen Seite vor dem Gästeblock, die Intensität der Proteste unserer Jungs ließen aber eine zumindest umstrittene Entscheidung annehmen. Und beim Studim der Fernsehbilder zeigte sich dann das Dilemma: Pohl bekam von Es-Zeiss-Ratte Schied den Ellbogen ins Gesicht gerammt und berührte im unkontrollierten Fallen den Ball mit der Hand. Nach dem der fällige Pfiff ertönt war rechneten alle mit dem fälligen Freistoß für RWE, als der bis dahin ordentlich pfeifende Schiri plötzlich auf den Punkt zeigte. Meine Fresse... Der Elfer ging natürlich rein und das Spiel war gegessen.

Nicht das wir uns falsch verstehen, dass wir nicht die nach dem Fehlstart in Stuttgart eigentlich anvisierten drei Punkte eingefahren haben, lag nicht am Schiri. Zu harmlos präsentierten wir uns nach ordentlicher erster Hälfte im zweiten Durchgang. Nach vorne lief nach dem Wiederanpfiff überhaupt nichts mehr zusammen. Ein paar katastrophale Flanken von Malura sowie zwei, drei harmlose Einzelaktionen - mehr brachten wir offensiv nicht zu Stande. Rostock spielte in Durchgang Zwo etwas gefälliger, ohne dabei aber zu glänzen. Dazu brachten wir uns selbst mit zahlreichen, teilweise haarsträubenden Fehlpässen im Aufbauspiel immer wieder selbst in Verlegenheit. Ein Wort muss ich noch zu Fikri El Haj Ali schreiben, denn was der Junge nach seiner Einwechslung für Hauswald brachte, war eine Frechheit. Wie ein Rentner trabte er lustlos über den Platz, den hätte ich nach zehn Minuten wieder ausgewechselt. Wenn er so weiter macht, kann er noch vor dem Ende der Wechselfrist im August wieder abgegeben werden.

Im allerersten Spiel mit Saisontickets kassierten Christian und ich die erste "Dauerkarten-Heimpleite". Mittwoch gehts in Koblenz weiter, Samstag kommt Bremens Reserve. Langsam müssen wir mit dem Punkten anfangen...