04.08.2009

Video des Tages 03.08.09

Heute gibt's was lustiges, für alle Frauen die nicht verstehen warum Männer so gerne spielen ... die Wii für Frauen Shii.

03.08.2009

Video des Tages 02.08.09

Heute gibts ein Musikvideo das ich entdeckt habe... stehe ja total auf das englische Original, hier aber eine deutsche Version.

Oberliga Nordost-Süd 2009/10 - FC Rot-Weiß Erfurt II

Unsere zweite Mannschaft kickt auch in der kommenden Saison in der Oberliga. Der ZFC Meuselwitz hat die Liga nach oben verlassen, Eilenburg, Wolfen und Magdeburg II nach unten. Neu dabei sind der Regionalliga-Absteiger Sachsen Leipzig sowie die drei Landesmeister Dynamo Dresden II (Sachsen), Schott Jena (Thüringen) und der VfL Halle 96 (Sachsen-Anhalt). Im Mittelpunkt der Sommerberichterstattung stand aber sicher RasenBallsport (kurz: RB) Leipzig. Wie das Kürzel vielleicht schon verrät, steckt hinter diesem "Projekt" der österreichische Brausekonzern Red Bull, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, den am Boden liegenden Leipziger Fußball zu reanimieren. Nach Red Bull Salzburg und den New York Red Bulls (in der MLS) ist Leipzig der dritte Standort, dem Flügel verliehen werden soll.

Red Bull übernahm für sein Vorhaben den Leipziger Vorortverein SSV Markranstädt, gab ihm den Namen RasenBallsport (Sponsorennamen sind in Deutschland verboten) und peppte den Kader mit zahlreichen Profis auf. Insbesondere in Augsburg bediente sich RBL. Von dort holte man mit Sven Neuhaus (letztes Jahr Stammtorwart in der 2. Liga) sowie den Verteidigern Ingo Hertzsch (Ex-Nationalspieler) und Thomas Kläsener (Bundesliga auf Schalke) gleich drei Hochkaräter. Doch ich will nicht zu tief in eine Kaderanalyse einsteigen.

Während die Bonzen des Sächsischen Fussballverbandes oder auch der Besitzer des Zentralstadions, in dem mittelfristig Profifussball geboten werden soll, in lauten Jubel ausbrachen verfolgen die Verantwortlichen und Anhänger der beiden rivalisierenden Leipziger Traditionsclubs Lok und Sachsen das Treiben in Markranstädt skeptisch bis ablehnend. Bereits wenige Tage nach Bekanntgabe des Red Bull-Deals hatten einige "Fans" den Rasen des Stadions in Markranstädt mit Unkrautbekämpfungsmitteln ruiniert und zahlreiche Werbebanden besprüht. Plötzlich haben die beiden so verfeindeten alteingesessenen Leipziger Vereine ein gemeinsames Feindbild. Der Hass, der sie bisher trennte, könnte sie nun, zumindest so lange es gegen Red Bull geht, einen. Man darf gespannt sein, wie sich die Situation in Leipzig entwickelt.

Angesichts der zahlreichen Stadtderbys in Leipzig, dem Mitwirken der zweiten Mannschaften von Erfurt, Dresden, Jena und Aue sowie anderer traditionsreicher Vereine mit großer Fanschar (Zwickau) dürfte eine interessante und für die Sicherheitskräfte sicherlich brisante Oberliga-Saison bevorstehen. Albert Krebs und seine Jungs wollen erneut die Klasse halten, sicherlich aber etwas souveräner als im vergangenen Jahr. Stärkster Neuzugang sollte Christian Beck sein, der aus Halle zurückkam.

Anbei eine Übersicht mit allen Terminen unserer Jungs, die Tabelle wird im Laufe der Saison regelmäßig aktualisiert.

02.08.2009

Eisbecher der Woche - 31. Kalenderwoche 2009

Am Donnerstag hatte ich drei Kandidaten nominiert, aber, welche Überraschung, der Sieger war darunter nicht zu finden. Denn noch größer als die Leistungen von Schumi, Gold-Paule und dem Kaiser war die von

Ulla Schmidts Chauffeur

Wohl selten hat ein Auto-Diebstahl so hohe Wellen geschlagen...

Ganz ehrlich: Ich mag Ulla Schmidt nicht. Sie ist das Gesicht dieser unglaublich vermurksten Gesundheitsreform. Seit 1998 darf Ulla nun schon am deutschen Gesundheitssystem rumwursteln und egal in welcher Koalition: es ist nur Müll bei rum gekommen. Man zahlt mehr bei weniger Leistung.

Deshalb find ich's prima, dass die Ulla, die sich dann auch noch feixend und bestens gelaunt im Spanienurlaub ablichten ließ, von der Öffentlichkeit mal schön eins auf die Jacke bekommt. Wer mit Steuergeldern Urlaub macht, für einen Vortrag bei deutschen Rentnern in Spanien auch noch seine Staatssekrtärin einfliegen läßt, die dann auf Kosten von uns drei Tage Urlaub im Süden machen kann, der hat es nicht anders verdient. Und wer war Schuld? Der deshalb diese Woche gekrönte Chauffeur, der so nett war und sich beklauen ließ. Und die Ulla und ihre Partei damit ganz schön in die Defensive trieb...

Die nächsten Nominierungen gibts wieder am Donnerstag!
DFB-Pokal 2009/10 - 1. Runde (02.08.09)

FC ROT-WEISS ERFURT - MSV DUISBURG 1:2 (0:1)

Tja, das erwartete ist eingetreten... wir sind raus. Doch wie so viele Außenseiter in Runde 1 hatten auch wir eine gehörige Portion Pech am heutigen Nachmittag. Oder nennt man den Dusel, den die Zebras heute hatten, einfach Clevernis?

Offiziell 7047 Zuschauer (realistisch 2000 mehr) hatten sich im Steigerwaldstadion eingefunden, um die heute in rot-weiß-gestreiften Trikots spielenden Erfurter auf Zebrajagd zu erleben. Unter anderem war auch Ministerpräsident Dieter Althaus erschienen, um sich vor dem Spiel, nach ein paar Floskeln, zu einem Umbau des Steigerwaldstadions zu bekennen. Ob er dann in vier Wochen, nach der Landtagswahl noch darüber zu entscheiden hat, bleibt abzuwarten. Die Ultras erinnerten den Regierungschef zu Spielbeginn mit einem Banner (schöne Aktion!) auch nochmal an die Wichtigkeit dieses Anliegens.

Zum Spiel: Trainer Hörgl schickte zwei neue aufs Feld, nämlich Stenzel als Rechtsverteidiger für Malura und Pagenburg stürmte für den formschwachen Cannizzaro. Beide Mannschaften begannen recht schwungvoll und suchten den Weg nach vorn. Zunächst waren die Gäste, insbesondere Stürmer Caiuby, stärker, aber nach ca. 15 Minuten nahmen wir das Heft des Handelns in die Hand. Die größte Chance hatte Semmer, der nach einem verunglückten Duisburger Rückpass in den Ball spritze und diesen am Duisburger Torwart Starke aber leider auch Zentimeter an dessen Gehäuse vorbei schlenzte. Das Publikum war mit dem Auftritt ihrer Lieblinge hochzufrieden, als (leider mal wieder) die Stunde unserers "Torwarts" schlug. Wagner nimmt einen langen Ball auf, dringt in den Strafraum ein und was macht Orlishausen? Schleppt sich wie ein gehbehinderter Rentner durch den Strafraum, kommt dank seines nicht vorhandenen Tempos und seiner Unentschlossenheit natürlich zu spät und kann den Duisburger Stürmer nur foulen. Den Elfer verwandelt Tararache sicher zur unverdienten Duisburger Führung. In der Folgezeit bis in die zweite Halbzeit rein hatten beide Mannschaften einige Chancen, zählbares sprang dabei aber nicht heraus. Wir hatten Vorteile beim Ballbesitz, wirkten aggressiver, die Duisburger hatten qualitativ bessere Möglichkeiten und zeigten sich im Zweikampfverhalten cleverer.

Nach einer Stunde wackelte dann das SWS. Tino Semmer markierte den verdienten Ausgleich, als er einen vom Duisburger Torwart abprallenden Ball in den Maschen unterbrachte. Doch der MSV schlug eiskalt zurück. Freistoß Tararache und der Ball rollt an Freund und Feind sowie dem am Boden knieenden Orlishausen vorbei ins lange (Torwart-)Eck. Oh Mann. Noch so ein vermeidbarer Treffer. Wieder war die ehemalige Nr. 28 nicht schuldlos. Hörgl wechselte dann noch zweimal aus, Hauswald und Cannizzaro kamen für Becker und Pagenburg. Bereits kurz nach der Führung war der in der Folgezeit gute Malura für Stenzel gekommen. Viel tat sich aber nicht mehr. RWE wirkte weiter bemüht und versuchte alles, die letzte Präzision fehlte. Dennoch hatte Cannizzaro in der Nachspielzeit den Ausgleich auf dem Schlappen, traf aber aus sechs Metern das Tor nicht. So blieb am Ende die Erkenntnis, dass es nach dem unfaßbar dünnen Auftritt vom Mittwoch etwas aufwärts geht. Auch wenn unsere Außenverteidiger wieder einige Mal überlaufen wurden, wirkten wir insgesamt verbessert. Mit dem hoffentlich bald zurückkehrenden Abwehrchef Pohl wird das Defensivverhalten möglicherweise nochmal einen Schub bekommen. Der nächsten Aufgabe in Ingolstadt sehe ich dennoch reichlich skeptisch entgegen, die Mannschaft muss dann mit genauso viel Einsatz und Leidenschaft spielen wie heute. Und hoffentlich auch mit einem neuen Torwart...

Video des Tages 01.08.09

Heute musste Pierre seinen ersten Tag als Azubi in der Hummel überstehen. ZUr Feier des Tages dürfte er sich das heutige Video aussuchen. Leider lässt sich das Video nicht einbetten, deshalb gibt's nur den Link zu Youtube.

Elsterglanz - Der Kaltmacher

01.08.2009

Video des Tages 31.07.09

Beim Arbeiten hier an der neuen Homepage fällt mir auf das wir früher auch einen Bereich "Tanzen" hatten ... da war ja was, ich tanze ja eigentlich auch noch, aber irgendwie ist da dieses Jahr noch nicht viel passiert. 1!!! mal Training und ein Turnier und das Jahr ist schon mehr als halb rum. Deshalb gibts heut mal ein kurioses Tanzvideo von Franco Formica & Oksana Nikiforova von den German Open.

PS: Man mag es bei den beiden Namen kaum glauben, aber die beiden starten für Deutschland.

Video des Tages 30.07.09

Was ein Sch***-Tag. Heute ging auf Arbeit irgendwie alles schief was nur schief gehen kann, aber komischerweise nicht nur bei mir sondern bei allen. Irgendwie war der Wurm drin.

Deshalb gibt's heut einen Song mit dem Titel "Bad Day" ... alleine der Anblick von Samaire Armstrong hilft mir, mich wieder von diesem Tag zu erholen.

30.07.2009

Eisbecher der Woche

31. Kalenderwoche 2009

Die Kandidaten

1) Michael Schumacher

Also ganz ehrlich, wirklich leiden konnt ich den Schumi ja noch nie. Aber dass er sich nun, nach dem Unfall von Felipe Massa, mit 40 nochmal hinters Steuer setzt, verdient Respekt. Er könnte sein Leben genießen, seine hunderte von Millionen Euro ausgeben, seine Zeit mit Frau und Kindern verbringen, als "Berater" ohne Druck zu den Rennen fahren und sich vor Ort in Dubai, Valencia und sonst wo die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Stattdessen treibt ihn die Sucht nach Geschwindigkeit in den Ferrari. Und genauso wie nach dem Massa-Unfall spekuliert wurde, ob Schumi sich als Ersatzfahrer zur Verfügung stellt, wird nun diskutiert, ob er nächstes Jahr nochmal eine ganze Saison in Angriff nimmt. Eines muss man zugeben: Schumi hat die Formel 1 wachgeküsst. Die Tribünen werden voll sein, die Einschaltquoten explodieren. Und Ober-Fan Heiko Waßer hat jetzt schon wieder eine feuchte Hose. Respekt! Die Bild-Zeitung hat heute errechnet, dass Schumi sogar noch Weltmeister werden kann: http://www.welt.de/sport/formel1/article4223454/Schumacher-kann-sogar-noch-Weltmeister-werden.html

2) Paul Biedermann

Unser neuer Super-Schwimmer. Der Hallenser gewann bei der WM in Rom zweimal Gold: über 200 und 400 m Freistil. Über die kürzere Distanz schlug er sogar Michael Phelps, der in Peking noch gefühlte 32 Goldmedaillen gewonnen hatte und ähnlich unschlagbar schien wie einst der BFC Dynamo in der DDR. Leider kommen natürlich sofort die Fragen nach der Ursache für den Leistungssprung. Sind es nur die Wunderanzüge? Ist es diese scheinbar magische Verbindung zwischen Biedermann und seinem Trainer Frank Embacher? Bemerkenswert, dass insbesondere die Amis die Natürlichkeit der Leistung von Biedermann anzweifeln. Als Phelps in Peking die Konkurrenz mit Fabelzeiten in Grund und Boden schwamm, fragte im Fast-Food-Land niemand nach Doping oder dem damaligen Wunderanzug ihres Olympiahelden.

3) Franz Beckenbauer

Immer wenn man sich fragt, wo der Kaiser wohl grad wieder golfspielend seinen Lebensabend genießt und sich auf die Zeit vorbereitet, in der Uli Hoeneß ihn als Präsident des großen FC Bayern abgelöst hat, meldet sich der Schrecken aller Weihnachtsfeiern wortgewaltig zurück. Ziel des kaiserslichen Donnerwetters war diesmal Franck Ribery, der verhinderte Superstar von Real Madrid. Seit seinem gescheiterten Wechsel wirkt Ribery in der Öffentlichkeit auffallend lustlos: beim Training, dass er regelmäßig abbricht oder bei Fototerminen, die er gelangweilt über sich ergehen lässt. Dem scharfen Blick des Kaisers entgehen diese Mätzchen natürlich nicht und so sprach er dass aus, was viele sich nur dachten, aber nie laut gesagt hätten: „Wozu schließe ich denn einen Vier-Jahres-Vertrag, wenn ich nur drei Jahre bleiben will? Der ist nur zu Bayern gekommen, um sich einen Namen zu machen. Das ist ein Franzose, dem ist München wurscht!“ Jawoll, so ist das! Den Bayern-Bossen hat es gar nicht gefallen, mir schon, deshalb die Nominierung.

Der Sieger wird am Sonntag bekannt gegeben!

Der SPD-Kanzlerkandidat hat ein Problem

Die Dienstwagenaffäre um unsere Gesundheitsministerin läßt einige kreativ werden. Anbei ein Vorschlag für ein CDU-Wahlplakat, gefunden auf http://www.bild.de/

Hörgls Heimpremiere verpatzt

3. Liga 2009/10 - 2. Spieltag (29.07.09)
FC ROT-WEISS ERFURT - KICKERS OFFENBACH 0:2 (0:1)

Gegenüber dem Bremen-Spiel änderte Rainer Hörgl seine Mannschaft auf einer Position: Im Sturm wurde Pagenburg durch Tino Semmer ersetzt. Mehr Schwung brachte dies zunächst nicht. Im Gegenteil. Schon nach fünf Minuten hätte es 1:0 für die Gäste stehen müssen, als Albayrak aus sechs Metern unbedrängt den Ball am Tor vorbeischob. Es dauerte 15 Minuten bis wir langsam in Schwung kamen. Da wir aber viel zu behäbig nach vorne spielten, gab es außer nach den wirklich ordentlichen Standards kaum gefährliche Bälle in Richtung Offenbacher Tor. Ich wollte das Geschehen gerade per SMS vermelden, als der OFC in Führung ging. Mal wieder war unsere linke Abwehrseite verwaist, Flanke in den Strafraum in dem Orlishausen ziellos umherirrt und am langen Pfosten braucht Verteidiger Schutzbach nur noch einköpfen. Bis zur Halbzeit passierte bei uns wenig bis gar nichts, nur Semmer erkämpfte sich einmal schön den Ball, scheiterte aber im eins-gegen-eins an Wulnikowski. Die Mannschaft wurde mit Pfiffen in die Kabine verabschiedet. Schon zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Schwächen des neuen Systems gezeigt.

1. Über die Flügel sind wir außerordentlich verwundbar. Sowohl vor der Riesenchance von Albayrak wie auch vor dem Gegentor war die linke Abwehrseite verwaist.
2. Im Offensivspiel fehlen uns die Anspielstationen auf den Außenbahnen.
3. Nach Abstößen von Orlishausen stand Ströhl mehrmals mutterseelenallein im linken Mittelfeld, eingebunden wurde er von seinen Mitspielern viel zu wenig.
4. Jedes theoretisch noch so gute System kann nicht funktionieren, wenn man sich ohne Ball zu wenig bewegt, Fehlpässe am laufenden Band produziert und insgesamt zu langsam und ohne Zug zum Tor spielt.
5. Die Innenverteidigung Peßolat/Pinske ist für den Spielaufbau eine Katastrophe.
6. Wir brauchen einen Wechsel im Tor.

Nach der Pause präsentierten sich unsere Jungs zunächst verbessert, neben dem guten Semmer konnte insbesondere Becker einige Akzente setzen. In dieser Phase vergaben Cannizzaro, den man bei fast jeder Aktion anmerkte, wie verunsichert er ist, und Semmer die dicksten Chancen. Auch Becker und Rockenbach hatten gute Einschussmöglichkeiten, die jedoch von der Kickers-Abwehr geblockt werden konnten. Auch der für den schwachen Humbert gekommene Hauswald und Carsten Kammlott (er kam für den starken Semmer, dessen Auswechslung von den 6577 Zuschauern mit Pfiffen und lautstarken Tino Semmer-Rufen begleitet wurde) konnten dem Spiel keine Wendung geben. Es war teilweise erschreckend, wie wir uns in teilweise kaum zu überbietender Landsamkeit unserem Schicksal ergaben. Der OFC musste nichts, aber wirklich gar nichts unternehmen und konnte sich für das Pokalderby am Sonntag gegen die Eintracht schonen. Zehn Minuten vor dem Ende dann einer der wenigen Offenbacher Konter über die wiedermal vollkommen offene linke Seite, Zinnow macht per Flachschuss das 2:0 und die Heimpremiere von Rainer Hörgl war endgültig im Eimer. Der kurz zuvor eingewechselte Montabell zeigt in den gut zehn Minuten nochmals, warum er kein Drittliga-Format besitzt.

Als wir vorhin den Spielbericht des mdr begutachteten kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Unsere vier, fünf Chancen und die zwei Offenbacher Tore wurden gezeigt. Kein kritisches Wort, nichts. Wer nur den Bericht gesehen hat, könnte von einer unglücklichen Niederlage sprechen. Die war es aber nicht. Im Gegenteil. Ein enttäuschender Auftritt, der in beängstigender Weise an einige Spiele aus der letzten Rückrunde erinnerte. Von vier Wochen Saisonvorbereitung habe ich nichts gesehen. An Aufstieg braucht so in Erfurt niemand denken. Im Gegenteil. Dennoch freue ich mich auf das Pokalspiel am Sonntag gegen Duisburg, denn schlechter kann es einfach nicht mehr werden. Gute Nacht!

Video des Tages 29.07.09

Ich muss heute wieder was zum Thema Bike als Video der Woche posten, als ich dieses Video gesehen habe konnte ich nicht anders.

Was Danny Macaskill hier auf seinem Trial-Bike veranstaltet ist echt der absolute Wahnsinn, was für eine Körperbeherrschung... und Schwerkraft scheint für ihn nicht zu existieren.

28.07.2009

Video des Tages 28.07.09

Da soll doch nochmal jemand sagen Freerider oder Downhiller wären lebensmüde.

Viel mehr gibts zum heutigen Video wohl kaum zu sagen. Man beachte die Nähe zu den Felswänden oder den knappen Abstand zum Boden in einer Szene.

Viel Spaß und passt auf das Euch der Unterkiefer nicht vor Erstaunen auf den Schreibtisch knallt.

Thüringer Städtekette weiter verbessert

Lückenschluss zwischen Marienthal und Ingersleben

Bin grad von einer Trainings- bzw. Feierabendrunde zurückgekehrt. Bin über Molsdorf, Möbisburg, Ingersleben, Neudietendorf, Apfelstädt, Kornhochheim und Molsdorf geradelt. Die km kann ich leider nicht sagen, da mein Tacho ja immer noch irgendwo zwischen Kleinrettbach und dem IKEA im Felde liegt.

Zum Thema: Auf meiner Runde habe ich hocherfreut festgestellt, dass sich der Radsportler zwischen dem Marienthal und Ortseingang Ingersleben die Straße (L 2154) nicht mehr mit den Autofahrern teilen muss. Zwischen den genannten Punkten wurde nun ein kombinierter Fuß- und Radweg angelegt. Spitze! Nach dem bereits vor ein paar Monaten zwischen Wandersleben und dem Freudenthal ein Radweg asphaltiert wurde, folgt nun die zweite Verbesserung auf der Städtekette innerhalb kurzer Zeit.

Video des Tages 27.07.09

Montag Nacht, die Arbeit hab ich hinter mir und lasse den Tag beim ruhigen umhersurfen im Netz ausklingen. Die fehlenden Videos vom Wochenende stehen gedanklich schon fest, nur zum Montag will mir einfach nix einfallen, ist auch irgendwie nix passiert.

Als ich grad irgendwas zum Thema Mountainbike bei Google suche (glaube es waren Touren in Südtirol) komme ich auf einen Blog einer Truppe von MTB-Marathonfahrern. Und da versteckt sich ein Videolink den ich anfangs erstmal gekonnt ignorierte, zum Glück hab ich doch noch draufgeklickt.

Ein kleines Video zum Thema Biken, kein Focus auf einen speziellen Bereich, keine Hardcore Downhill oder Freeride Action und trotzdem macht's Lust sich auf seinen Gaul zu schwingen.

Eine einfache Idee, untermalt mit prima Musik. Unbedingt anschauen.

P.S.: Passenderweise heißt das Video auch noch Monday.

Video des Tages 26.07.09

Diese Nacht war Downhill Weltcup in Mont Saint-Anne in Kanada. Nur noch ein oder zwei Rennen dann ist die Weltcupsaison beendet. Das nächste Rennen ist in Bromont in Kanada.

Der von mir hochgeschätzte Renn-Opa und hauptberufliche Getränkevernichter ;-) Dr. Steve Peat hat mit seinem zweiten Platz seine Ambitionen auf den Gesamtweltcupsieg untermauert. Nur der Australier Sam Hill liegt ganze zwei Pünktchen vor ihm. Aber auch die hinter den beiden liegenden Gee Atherton und Greg Minaar haben noch Chancen.

Hier ein Video von der Qualifikation:

Video des Tages 25.07.09

Es wird Zeit wieder die Videos vom Wochenende nachzuholen.

Es gibt mal wieder was musikalisches auf die Ohren, schon ein paar Jahre alt, hier aber in einer Live-Version zusammen mit Avril Lavigne ... Wie ich finde sehr gelungen.

27.07.2009

3. Liga 2009/10 - Vorschau auf den 2. Spieltag

Gleich zu Beginn also eine englische Woche, wer am Samstag verloren hat und auch heute/morgen nicht punktet, könnte noch im Juli die erste Krise haben. Nach der ausführlichen Vorschau zum 1. Spieltag ist es gar nicht so einfach, die ersten Spiele so auszuquetschen, dass man nun zu jedem Spiel Aufsätze schreiben kann.
DI 18:30: AUE vs. INGOLSTADT
Beide können mit ihrem ersten Ergebnis gut leben, Ingolstadt wurde seiner Favoritenrolle gegen ein vermeintliches Top-Team gleich gerecht, Aue erkämpfte sich in Offenbach einen Punkt. 2:1 für Ingolstadt.
DI 18:30: WIESBADEN vs. DRESDEN
In Hessen bereitet man sich auf das Schlimmste vor. Laut HR 3 von heut morgen, blickt die Wiesbadener Polizei dem Spiel gespannt entgegen, schließlich werden 3000 Dynamo-Fans, „darunter auch gewaltbereite“ in der hessischen Landeshauptstadt erwartet. Naja... Da sich der Wasserkocher-Blechkasten praktisch in Steinwurfnähe ;-) des Innenministeriums befindet, schaut der oberste Dienstherr der hessischen Polizei vielleicht mal vorbei, wie sich seine Jungs so schlagen. Sportlich stehen beide schon etwas unter Druck, die Sachsen sicherlich mehr als die Gastgeber, die ihre Niederlage bei den Unaussprechlichen ihrer schlechten Mauer und der miesen Chancenauswertung zuschreiben konnten. Unentschieden.
DI 19:00: DORTMUND II vs. BRAUNSCHWEIG
Da die Dortmunder Reserve immer recht ordentlich unterstützt wird und die Erste ja noch nicht begonnen hat, könnte es heute in der Roten Erde eine schöne Kulisse geben. Wie haben die BVB-Babies ihre Last-Minute-Pleite in Burghausen weggesteckt? Kann sich Braunschweig oben festsetzen? Fragen über Fragen... 1:1
DI 19:00: OSNABRÜCK vs. BREMEN II
Heimpremiere für Karsten Baumann. Nach dem enttäuschenden Auftritt in Braunschweig muss ein Sieg her. Sonst lohnt es sich vielleicht gar nicht, dass seine Frau ihren Job in Köln gekündigt hat und, im Gegensatz zu EF, zu ihm ziehen will. Ob es in OS so schön ist? Mir klingt immer noch das „Kühe, Schweine, Osnabrück“ in den Ohren. Heimsieg!
DI 19:00: BAYERN II vs. HACHING
Das wird schon schwer interessant. Die Bayern starteten ziemlich schwach in der Audi-Stadt, Haching quälte sich nach dem Fink-Abgang zu einem Unentschieden gegen Sandhausen. Wer verpatzt den Saisonstart? Ich tippe auf Haching, denn Bayern wird 2:1 gewinnen.
MI 18:30: ERFURT vs. OFFENBACH
Ich weiß nich, aber irgendwie war meine erste Eingebung ein 0:0. Mit Becker, Malura und Pinske dürften alle unsere Ex-Offenbescher zur Startformation gehören, ganz besonders heiß ist ja Malura aufs Spiel (siehe TA von heute). Ich hoffe, das Semmer wenigstens auf die Bank zurückkehrt und wir nach 60 Minuten so führen, dass Pohl Spielpraxis für den Sonntag sammeln kann.
MI 18:30: SANDHAUSEN vs. J...
So, ihr Sandhäuser, wir ham noch was gut. Nachdem die Fehlfarbenen letzte Saison bei Euch den Klassenerhalt feiern durften, gibt’s jetzt aber eine auf den blau-gelb-weißen Sack. Die Chancen stehen auch nicht schlecht. Nach dem 2:1-Duselsieg gegen Wehen wähnt sich der durchschnittliche Heinz-Fan schon kurz vor der 2. Bundesliga. Wer ist da schon Sandhausen? 2:0!
MI 19:00: STUTTGART II vs. HEIDENHEIM
Über 4000 Zuschauer waren beim Heidenheimer Heimauftakt dabei. Nicht schlecht. Wie viele Heidenheimer den 1. FC wohl zum Derby in die Landeshauptstadt begleiten? Da ich über so was philosophiere merkt ihr, dass mir zu dem Spiel nur wenig einfällt. Aber fein, dass die VfB-Bubies in Dresden gewonnen haben. Mir ist egal, wer hier punktet.
MI 19:00: WUPPERTAL vs. REGENSBURG
Der Spitzenreiter gibt sich am Zoo die Ehre. Und nach diesem Standard-Satz weiß ich auch hier nicht, was ich schreiben soll. Irgendwie meine ich ein 1:1 in der Glaskugel erkannt zu haben.
MI 19:00: KIEL vs. BURGHAUSEN
Döööööörbyyyyyyyy. Ich würde mal wetten, die Hälfte der Stadiongänger in Kiel erfährt heute zum allerersten Mal von der Existenz des Ortes Burghausen. Die Störche stehen nach der Klatsche bei Abstiegskandidat Regensburg schonmal schön unter Druck, denn mit dem Batzen Geld, den Holstein ausgegeben hat, planen sie sicherlich nicht nur Abstiegskampf. Man heißt ja nicht J... Heimsieg!

25.07.2009

Video des Tages 24.07.09

Heute auf dem Weg zur Arbeit hab ich am Autobahnzubringer in Ilmenau ein Spionagefahrzeug von Google gesehen. Die Fahrzeuge habe eine riesigen Kameraaufbau auf dem Dach und fotografieren die Straßen für die Streetview-Funktion von Google Earth.

Hab dann auch gleich schön gelächelt damit auch ja nicht mit fieser Miene im Google Earth auftauche. Ach nee, die Datenschützer in Deitschland haben ja durchgesetzt das alle Personen unkenntlich gemacht werden. Na vielleicht sieht man ja meinen Flitzer, glaube aber nicht mal daran weil die Google Karre am Strassenrand stand un außerdem glaube nur Strassen in Städten aufgenommen werden. Aber ich werde dran bleiben Und das prüfen. Bin gespannt wie lange das dauert bis die Daten aufgearbeitet und ins Google Earth eingearbeitet sind.

Deswegen gibt's heut mal ein Video mit einer Sammlung von Google Earth Kuriositäten.

23.07.2009

Video des Tages 23.07.09

Gestern gabs ja den bösen Tour de  France Crash von Jens Voigt zu sehen und ich hab dazu gesagt das das mit einem dicken Freeridebike nicht passiert wäre.

Natürlich bewahrt einen so ein Bike nicht vor gefährlichen Stürzen wenn Todessehnsucht beim Fahrer dazukommt, so wie hier:

22.07.2009

Video des Tages 22.07.09

Gestern bei der Tour de France ist Jens Voigt böse gestürzt. Mit ca. 80-90 km/h hat's ihm an einer Bodenwelle das Rad verrissen. Mit einem vollgefederten, schweren Freerideboliden wär das wohl nicht passiert. Aber ich will das nicht ins lächerliche ziehen, kenne ja schließlich aus eigener Erfahrung die Auswirkungen eines Sturzes bei hohen Geschwindigkeiten. Hier das Video des Unfalls:

21.07.2009

Video des Tages 21.07.09

Da Björn gestern eine Einladung zum Johann König Auftritt in Erfurt verschickt hat gibt's heute ein Video von Johann König. Viel Spaß.

Video des Tages 20.07.09

Dieses Video ist ein Tribut an die Leistung die Björn und ich bei unserer Tour durch die Eischlebener Alpen (= flaches Land) vollbracht haben. ;-)

3. Liga 2009/10 - Vorschau auf den 1. Spieltag

BREMEN II – ERFURT
Langweiliger Saisonauftakt bei einer Reserve-Mannschaft. Bremen hat mit Heider und Holsing zwei Spieler extern verloren, die zu den Profis aufgerückten Schmidt, Perthel und Oehrl dürften wohl weiter hauptsächlich bei der II. zum Einsatz kommen. Reserveteams sind grad zu Saisonbeginn immer Wundertüten, gleich neun (sicherlich gut ausgebildete) A-Junioren bereichern neben zwei externen Neuzugängen den Kader. Viel mehr als ein Platz im unteren Mittelfeld dürfte für Bremen wohl nicht drin sein, für uns noch lange kein Grund den Gegner zu unterschätzen. Unser Kader offenbart noch zahlreiche Baustellen: wir haben ein Torwart-, ein Abwehr- und ein Chancenverwertungsproblem. Dazu stellt sich mir die Frage, wie lange unsere neue Außenverteidigung Ströhl/Malura das kräftezehrende Spiel durchhält. Richtiger Optimismus will sich bei mir nicht einstellen, ich wäre mit einem Punkt fast schon zufrieden. Auf die Saison betrachtet sehe ich uns zwischen 5 und 8.
BRAUNSCHWEIG – OSNABRÜCK
Das offizielle Saisoneröffnungsspiel, dass der DFB dieses Jahr seltsamerweise am Samstagnachmittag „versteckt“. Nach dem Abstieg haben den VfL erwartungsgemäß eine ganze Menge Spieler verlassen, allerdings ließen die lila-weißen mit einigen interessanten Neuverpflichtungen aufhorchen. Namen wie Barletta, Lindemann, Kotuljac, Siegert, Hansen oder der uns bestens bekannte Alexander Schnetzler versprechen gehobenen Drittliga-Fußball. Dem neuen Trainer Karsten Baumann, der das schwere Erbe von Pele Wollitz antritt, bieten sich in Kombination mit weiteren interessanten Neuzugängen von Reserve-Teams also einige Möglichkeiten. Ich bin gespannt, ob er auf seiner zweiten Trainerstation etwas mehr Glück hat. Die in Erfurt gewonnenen Erfahrungen könnten hilfreich sein. Den VfL sehe ich im ersten Drittel der Tabelle, Gastgeber Braunschweig eher im Mittelfeld. Fünf Neuzugänge haben sich bisher in der Löwenstadt vorgestellt, eine wirkliche Verstärkung des Kaders scheint mir nicht erfolgt zu sein, da auch einige Stammkräfte (z. B. Schied, Rodridues, Nastase) den Verein verlassen haben.
REGENSBURG – KIEL
Während der Jahn mit dem neuerlichen Klassenerhalt zufrieden sein dürfte, hat Kiel, obwohl „nur“ Aufsteiger, andere Ambitionen. Der Etat, der den Störchen angeblich zur Verfügung steht (9 Mio?), haben manche Zweitligisten nicht. Dementsprechend wurden mit Heider (Bremen II), Lamprecht (Wolfsburg), Sykora (Osnabrück), Jerat (Wuppertal) oder Müller (J...) tlw. gestandene Profis bzw. drittligaerfahrene Spieler geholt, die die Norddeutschen ins Mittelfeld der Tabelle katapultieren sollten. Dagegen ist bei den finanziell klammen Oberpfälzern Schmalhans wiedermal Küchenmeister. Mit Brysch, Bambara und Hiemer verlor der Jahn gestandene Stammspieler an Ligakonkurrenten. Die Neuzugänge waren mit Ausnahme von Haller (bei Absteiger Aalen) keine Stammkräfte, wie sie einschlagen, erscheint ungewiss. Regensburg ist für mich wie schon letztes Jahr Abstiegskandidat Nr. 1. Aber das war ja vor Jahresfrist kein schlechtes Omen. ;-)
DRESDEN – STUTTGART II
Die Sachsen erwarte ich weiter oben in der Tabelle (Platz 3 – 6). Was in der Mannschaft steckt, hat sie gegen Ende der letzten Saison bewiesen, als sie sich aller Abstiegssorgen entledigte und (auch dank der Schwächen der Konkurrenz) noch auf einen einstelligen Tabellenplatz marschierte. Dazu kommt das endlich fertiggestellte Stadion, dass die Euphorie des treuen Dresdner Publikums wohl nochmal steigern sollte. Auch dass die Vereinsführung zu Beginn der letzten Saison Geduld mit Ruud Kaiser hatte, dürfte sich nun auszahlen. Der gewiefte Holländer kennt nun die Liga und seine Mannschaft. Dies ist sicher auch ein Grund, warum Dynamo sehr gezielt nach Neuen suchte. Drei Abgängen (Bröker, Pergl und Truckenbrod – die tun aber richtig weh) stehen fünf Neuzugänge gegenüber, von denen wohl Ibad Muhamadu (Erstliga-Erfahrung in den Niederlanden) heraussticht. Aber auch Soltau, Solga und Trehkopf scheinen für Drittliga-Verhältnisse guten Fußball zu versprechen. Achso... Zu den Geschichten an der Tanke und zur Sponsorensuche bei der NPD sag ich nix weiter... Zum VfB kann ich nur wenig schreiben, sie dürften sich irgendwo im Mittelfeld herumtreiben.
J... – WIESBADEN
Der Erzfeind hat eine unruhige Sommerpause hinter sich. Das beruhigendste vorne weg: der unfähige Herr Schreiber ist immer noch Präsident und allein dies verspricht für den RWE-Fan in der kommenden Saison ähnlich viel Spaß wie in der Sommerpause. Mit dem Ex-Sportdirektor, aus dem dann der Ex-Geschäftsführer wurde (nachdem man dessen Vertrag eigentlich erst verlängern wollte) steht man demnächst vor dem Arbeitsgericht, die Meinung zum zottligen Doppelgänger von Familie Flodder wurde innerhalb von sechs Wochen komplett umgekehrt, für den Abstiegskampf wurden ein paar Millionen verbrannt, Aufsichtsräte traten zurück, ein ganzer Batzen Geld und ein Trikotsponsor fehlen auch noch. Muss man dem FCC fast wünschen, dass sie nicht zu oft gewinnen, sonst reißen die Siegprämien noch mehr Löcher. Ein Satz zum sportlichen: Hinten scheinen einige vernünftige (und notwendige) Verpflichtungen gelungen zu sein (Lanzaat, Truckenbrod, Sievers), vorne fehlt es aber weiter an allen Ecken und Enden. Psycho Ziegner darf weiter den Spielmacher geben, der blinde Hänghe weiter stürmen und Neuling Smeekes (so eine Art Ivaylo Ivanov mit Muskeln) soll die rechte Seite beackern. Ohne zu sehr die rot-weiße Brille aufzuhaben verspricht das zähen Fußball und eine Dauerkarte in der unteren Hälfte. Beim Gegner aus Hessen ist alles neu, der Umbruch erinnert fast an die Ausmaße von Aue im letzten Jahr. Einige interessante Namen (Weigelt, Landeka, Damjanovic) sind dabei, aber für den Wiederaufstieg dürfte es nicht langen. Oberes Mittelfeld, Platz 5 – 8, so unsere Kragenweite etwa. Gespannt dürften die Macher auch sein, wie Drittliga-Fußball in der nicht sonderlich fußballbegeisterten hessischen Landeshauptstadt angenommen wird.
UNTERHACHING – SANDHAUSEN
Die Gastgeber kann ich nur schwer leiden. Nicht nur, das wir dort immer haushoch verlieren, da helfen die Oberbayern dem blau-gelben Pöbel auch noch im Kampf um den Klassenerhalt. Nicht zu fassen... Im Kader tat sich wenig, der Abgang von O. Fink nach Düsseldorf dürfte schmerzen, immerhin ist Torjäger Anton Fink noch da. Allerdings ist das Transferfenster auch noch sechs Wochen geöffnet. Haching dürfte wieder eine gute Rolle spielen, gehört zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten. Die Gäste haben trotz des guten achten Platzes im Vorjahr ihren Kader mächtig durcheinander gewirbelt. Neben den zweitligaerfahrenen Regis Dorn und Daniel Jungwirth fällt vor allem auf, dass sich die Nordbadener hauptsächlich bei den zweiten Mannschaften der Bundesligisten bedient haben. Wenn es Trainer Dais gelingt, einige dieser gut ausgebildeten Fußballer in die Mannschaft zu integrieren, sollte mehr als „nur“ die Bestätigung von Platz 8 drin sein.
OFFENBACH – AUE
„Meine“ Offenbacher sehe ich im oberen Tabellendrittel. Die Abgänge dürften die Offenbacher nicht schmerzen. Wir müssen hoffen, dass Malura und Becker bei uns besser zu recht kommen. Neben dem im Vorjahr ausgeliehenen Steffen Haas, den man für verhältnismäßig kleines Geld aus seinem Vertrag in Hoffenheim kaufte, sticht bei den Neuen vor allem Nils Pfingsten-Redding, der aus der Emder Konkursmasse verpflichtet wurde, heraus. Wenn dann auch noch der Hebestreit von Offenbach, Suat Türker, nach seinem mißglückten Freiburg-Gastspiel in der Rückrunde 2009 nicht sonderlich stark, wieder zu gewohnter Form findet, können die Hessen in den Aufstiegskampf eingreifen. Trainer Boysen weiß ja, wie das funktioniert. Und Aue? Tja, die haben ihren wichtigsten Spieler (Feick) für verhältnismäßig wenig Geld (150.000 €) abgegeben. Der Kosovare Albin Ramaj (4 Tore in Emden) und Najeh Braham (unter Linz in Magdeburg natürlich ganz okay) sollen nun die Tore schießen. Dazu kamen einige Nachwuchsspieler. In Aue hofft man, dass Neu-Trainer Ricco Schmidt aus dem Kader mehr herausholt als sein Vorgänger. Ich bin skeptisch, Aue dürfte im Mittelfeld umherdümpeln, für mehr scheint insbesondere die Offensive zu schwach besetzt.
BURGHAUSEN – DORTMUND II
Das sie im beschaulichen Burghausen an der österreichischen Grenze mal ganz dankbar in Richtung Ostfriesland schauen, hätte wohl auch niemand gedacht. Nur dank des Emder Rückzuges in die Niedersachsenliga (wegen der unsinnigen Stadionforderungen des DFB) bleiben die Oberbayern drittklassig. Allerdings müssen sie eine komplett neue Mannschaft aufbauen. Leistungsträger wie Calamita (Braunschweig), Solga (Dresden) oder Mitterhuber (Haching) sind weg, die neuen von Überall her zusammengeholt. Und da dürften noch einige kommen. Es wird wohl wieder Abstiegskampf bis zum Schluß geben. Die Gäste haben mit Nöthe, Hillenbrand und Gordan wichtige Spieler verloren. Trainer Theo Schneider, einzige Konstante bei Borussias Reserve, hat wieder die Aufgabe, zahlreiche der starken Dortmunder A-Junioren (Vizemeister) in die Mannschaft zu integrieren. Fraglich ist, wie die junge Mannschaft mit den (zu erwartenden) Niederlagen umgehen wird und ob sie dem Abstiegskampf gewachsen ist. Unteres Tabellendrittel.
HEIDENHEIM – WUPPERTAL
Nach dem überraschenden Abstieg von Aalen ist Heidenheim plötzlich die Nummer 2 in Württemberg hinter dem VfB. Die Konzentration an der Brenz galt in der Sommerpause mehr dem Vereinsumfeld, das Stadion wurde (und wird) für die dritte Liga fit gemacht, am Anfang muss deshalb mglw. ausgrechnet in Aalen gekickt werden. Es wurden nur wenige Transfers getätigt, neben einigen Regionalliga-Spielern ist Christian Beisel (Sandhausen) der einzige Neue, der über Drittliga-Erfahrung verfügt. Man will hauptsächlich dem Aufstiegskader vertrauen. Das kann gut gehen (Oberhausen vor zwei Jahren), dass kann total in die Hose gehen (Nöttingen 2004/05). Die Gäste haben nach der verkorksten Spielzeit kräftig ausgemistet, 15 Spieler gingen bzw. mussten gehen. Die ohnehin dünn besetzte Offensivabteilung verlor mit Reichwein ihren besten Mann, auch Jerat oder Heinzmann dürften fehlen. Karsten Fischer (der in Paderborn nicht über die Rolle als Joker hinauskam) oder der Ecuadorianer Jose Valencia (immerhin Stammspieler in der zweiten niederländischen Liga) sollen die Lücken füllen. Wuppertal bleibt wohl eine graue Maus, beide Teams erwarte ich am Saisonende nicht weit voneinander getrennt in der Tabelle.
INGOLSTADT – BAYERN II
Mal abgesehen von Falko Götz in Kiel treffen hier wohl die prominentesten Trainer der dritten Liga aufeinander. Der bundesligaerfahrene Horst Köppel tut sich auf seine alten Tage die dritte Liga nochmal an und Mehmet Scholl betreut nun hauptamtlich die Bayern Bubis. Das sich die finanziell starken Ingolstädter nicht in der zweiten Liga halten konnten, hat mich überrascht. Wie bei Absteigern üblich gab es eine große Fluktuation, was eine Einschätzung schwierig macht. Mit Ruprecht, Gerber, Bambara oder Fleßers konnten aber einige namhafte Leute in die Audi-Stadt gelockt werden, andere erfahrene Leute (z.B. Neuendorf, Demir) konnten gehalten werden. Die Oberbayern erwarte ich im oberen Tabellenbereich, sind einer der Aufstiegskandidaten. Eine starke Rolle traue ich auch den Bayern-Bubis zu. Auch wenn insb. Badstuber (van Gaals neuer Liebling), aber auch Müller sicherlich nicht mehr so oft zur Verfügung stehen werden, verfügt die Zweite des Rekordmeisters über einen Kader, der gehobenen Drittliga-Ansprüchen genügt. Mit Hajdarovic (der ja auch bei uns mal im Gespräch war) aus Saarbrücken und Sene aus Großaspach, konnten zwei der stärksten Oberliga-Torjäger für die Mannschaft gewonnen werden. Dazu muss Scholl vier A-Junioren in den Kader integrieren. Kann sich wenigstens einer der beiden genannten Stürmer durchsetzen, gehört Bayern II zu den stärksten Teams.

Video des Tages 19.07.09

Mal wieder was musikalisches, rockt ordentlich und geht mir nicht mehr aus dem Kopf.

Video des Tages 18.07.09

Ein sehr kurzer aber genialer Sketch aus der Bullyparade. Viel Spaß.

17.07.2009

Video des Tages 17.07.09

Heute was ganz kurzes. Ich bitte um eine physikalische Erklärungen wie der das gemacht hat. Normalerweise kickt einen eine Rampe doch eher nach hinten kippend raus.

Video des Tages 16.07.09

Mit leichter Verspätung heut noch das Video von gestern.

Diesmal ein klassisches Webfundstück, wollte für Basti von Kurt Krömer die Pummelfee raussuchen und bin dabei hier drüber gestolpert:

15.07.2009

Video des Tages 15.07.09

Heute gibt's mal was zum Lachen. Nierenspender hat's ja gestern Abend schon in der Hummel gesehen, aber hier nochmal zum genießen. Viel Spaß.

14.07.2009

Video des Tages 14.07.09

Ich habe heute endlich eine Möglichkeit gefunden auch ohne Kreditkarte kostenpflichtige Apps und Musik bei iTunes zu erwerben.

Es gibt im Supermarkt Gutscheine für iTunes die ähnlich den Prepaidkarten für Handys funktionieren, also Gutschein laufen, Code eingeben und der Bezrag wird gutgeschrieben... klappt einwandfrei und ich brauchir um ne Kreditkarte keine Gedanken machen.

Hab mir auch gleich eine EP der Band "The Sessions" gekauft die es nur dort gibt. Kenne drei Lieder von denen von der MTB-DVD "Seasons" und nem MTB-Webvideo "Richie Schley Cronicles". Auf der EP sind sechs Lieder, inkl. aller drei die ich schon kenne... und ich muss sagen alle sehr gut gelungen, erinnert ein wenig an "The Killers", aber hört euch selber mal einen Song an:

13.07.2009

Video des Tages 13.07.09

Heute eine kleine Zeitreise in meine Jugend ( ja ich weiss das ist lange her) obwohl das Video ja eigentlich aktuell ist (also doch keine Zeitreise, vllt. ein Anachronismus?).

12.07.2009

Video des Tages 12.07.09

Was für ein Luxus.

Endlich mal ein Sonntag ohne arbeiten.

Also heute mal die Zeit genutzt etwas Gelände für Warhammer 40.000 anzumalen und sich dabei mit nem Herr der Ringe Triple Feature berieseln zu lassen.

Passend dazu heute ein Video in dem die Serie "Lost" mit "Der Herr der Ringe" verbunden wird, alles dargestellt mit Actionfiguren beider Serien. Insgesamt gibt's zehn Teile davon, in denen immer "Lost" mit anderen Sachen vermischt wird, wirklich sehenswert.

11.07.2009

Video des Tages 11.07.09

Gestern standen vor der Hummel zwei Touren-Enduro Motoräder, eine davon eine BMW wie bei Long Way Round... Und da war es wieder dieses spezielle Gefühl, Fernweh gepaart mit Abenteuerlust... deswegen heute eine meiner Lieblingsstellen aus Long Way Round.

10.07.2009

Video des Tages 10.07.09

Heute ohne viele Worte, das Video ist selbsterklärend.

09.07.2009

Video des Tages 09.07.09

Bei dem schönen Wetter heute fällt es natürlich besonders schwer aufs Biken zu verzichten, aber der Hobel steht ja noch bei der Durchsicht.

Deswegen gibt's heute ein paar Freeride-Impressionen aus Whistler. Wenn ich mein Rad dann wieder hab ist das Wetter dann sicher auch wieder so feucht wie in Whistler.

Die Sequenz stammt übrigens aus "Seasons", einem der besten Mountainbikefilme.

08.07.2009

Video des Tages 08.07.09

Es musste ja kommen, ein Puma mit IK-Kennzeichen in meiner Farbe vor der Hummel. Man ist halt doch meist weniger einzigartig als man denkt.

Deswegen heute ein Video von einem Puma dem das sicher nicht passiert.

07.07.2009

Video des Tages 07.07.09

Ursprünglich hatte ich ja vor zur Abschiedsfeier von Michael Jackson ein Video von ihm zu schicken, aber da man momentan ja so sehr mit Michael Jackson bombardiert wird gibt's doch was anderes.

Bei dem momentanen Wetter hab ich schon wieder Sehnsucht auf die Südseite der Alpen. Hab ein Video von ein paar Italienern gefunden, die auch mit dem Bike über den Schlern sind, leider haben die die Tragepassage hinter der Tierser Alpl und die extreme Abfahrt nicht mitdokumentiert ... wahrscheinlich waren die selber zu sehr damit beschäftigt nicht zu stürzen.

06.07.2009

Video des Tages 06.07.09

Heut wieder ein musikalisches Video des Tages. Kurz nachdem ich das gestrige Video verschickt hatte, hör ich doch glatt den neuen Song von Billy Talent. Da das letzte Album meine Biketouren auf Fuerteventura perfekt untermalt hatte und meiner Meinung nach zu den Besten Rock (oder Punk) Alben der letzten Jahre zählt, gibt's also heute das neueste Lied der Kanadier als Video des Tages.

05.07.2009

Video des Tages 05.07.09

Heute mal was musikalisches, hab den Song grad im Auto im Radio gehört ... schnell mit Shazaam auf dem iPhone während der Fahrt herausgefunden welches Lied das ist. Es lebe die moderne Technik.

Hier also meine Entdeckung als Video:

Video des Tages 04.07.09

Ich dachte mir mal ich werde in Zukunft immer mal Youtube-Videos hier posten ... zu aktuellen Geschehnissen oder was immer mir halt grad im Kopf rumschwirrt oder zufällig bei Youtube über den Weg läuft.

Heute anlässlich der Tour de France ein Video das die Gegensätze des Radsports zeigt.

15.06.2009

FC Rot-Weiß Erfurt 2008/09

Die Abschlußtabellen der Top-Nachwuchsmannschaften

U 23 - Oberliga Nordost-Süd















U 19 - A-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost















U 17 - B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost

31.08.2007

2. Bundesliga 2007/08 - 4. Spieltag (31.08.2007)

KICKERS OFFENBACH - FC AUGSBURG 1:0 (0:0)

Eines vorneweg... die Anzeigetafel auf dem Bieberer Berg funktioniert immer noch nicht.

Am heutigen Freitag feierte ich unter Flutlicht meine OFC-Saisonpremiere. Im Gegensatz zu früheren Spielen hatte mich diesmal in den Stehplatzbereich der Waldemar-Klein-Tribüne begeben. Die Stimmung der gut 10 000 wirkte hier, direkt unter dem Dach, noch gigantischer.

Das Spiel in Halbzeit eins war leider gar nicht gigantisch. Augsburg startete mit leichten Vorteilen, dann erarbeitete sich der OFC ein leichtes Übergewicht, zum Schluss noch mal die Gäste. Insgesamt aber eine schwache erste Hälfte mit vielen Fehlern. Insbesondere die Kickers agierten viel zu ungenau und hatten mit dem griechischen Stürmer Agritis einen absoluten Totalausfall auf dem Platz. Gefährlich wurde es nur, wenn der Linienrichter auf der Haupttribünenseite die Abseitsregel „im Zweifel für den Stürmer“ auslegte. Das machte der gute Mann sehr zum Unmut der Kickers-Fans gleich viermal zu Gunsten der Schwaben (aus meiner Sicht waren alle Entscheidungen aber richtig!) und in der 40. Minute musste OFC-Keeper Endres daher gegen den durchgebrochenen Szabics retten.

In der Halbzeit erlöste OFC-Trainer Frank Agritis und die Zuschauer und wechselte den Griechen gegen Epstein aus. Der OFC kam mit viel Schwung aus der Kabine. Insbesondere über die linke Seite über Judt erzeugten die Hessen viel Druck und kamen zu ersten Chancen. Doch erst eine unfassbare Dummheit von FCA-Torwart Sven Neuhaus leitete die Kickers-Führung ein. Der Ball (und meine Augen) waren bereits wieder auf dem Weg in Richtung Mittelfeld als Neuhaus OFC-Stürmer Epstein vollkommen unmotiviert zu Boden stieß und der ordentliche Schiri Fischer zu Recht Elfmeter gab. Weshalb die Ersatzspieler der Gäste wild gestikulierend auf den Schiri los stürmten, bleibt ihr Geheimnis. Der Elfer war berechtigt und Sieger nutzte die Chance nach einer Stunde eiskalt. Die Augsburger blieben in der Folgezeit vieles schuldig und Chancen Mangelware. Lediglich nach einem Freistoß brannte es zehn Minuten vor Schluss im Strafraum der Kickers. Ansonsten pflückte Endres alle Bälle sicher runter. Mehr Mühe als mit dem Gegner hatte der OFC in Halbzeit zwei mit dem Schiri, der zum Schluss etwas seine großzügige Linie verlor, eine vollkommen lächerliche Gelbe Karte zeigte und auch unter seinem Haupttribünen-Linienrichter litt, der nun immer im Zweifel gegen den Stürmer winkte. Spielentscheidende Fehler machte das Pfeiffen-Trio aber nicht. Fazit: Ein glücklicher OFC-Sieg gegen eine Augsburger Mannschaft, die mich schwer enttäuscht hat.

30.10.2006

Regionalliga Nord 2006/07 - 13. Spieltag (28.10.2006)

UNION BERLIN - FC ROT-WEISS ERFURT 2:4 (1:3)

Um zehn vor neun, und damit zwanzig Minuten (die uns später noch weh tun sollten) später als geplant, rollten Manja & Christian vor und damit begann ein absolut unfassbarer Trip in die Hauptstadt. Wir waren noch nicht mal am Hermsdorfer Kreuz, als ich bereits ahnte, dass das mit dem Ankommen an der Alten Försterei bis zweie knapp werden könnte. Die Vollsperrung bei Eisenberg und die anschließende Rallye durch die dunkelsten Gebiete des Zeisslandes kostete weitere Zeit, so dass ich um kurz vor elf in Weißenfels sicher war: das wird nix mehr mit Björni und der Wuhlheide. Doch weil Chrischi dann zeigte, dass er auch aus einem vollbesetzten Fiesta dauerhaft 180 rausholen kann, rollten wir um halb eins in Potsdam ein. Das Einchecken in der JH wäre vermutlich dreimal so schnell gegangen, hätte die Empfangstante mal mehr gearbeitet als gequasselt. Kurz vor eins dann ab in die S-Bahn und auf gings ans andere Ende von Berlin. Für den Weg brauchten wir ne knappe Stunde und leider für den mies bis gar nicht ausgeschilderten Weg in Richtung Alte Försterei noch mal ne reichliche Viertelstunde. Die Hoffnungen auf eine Verschiebung der Anstoßzeit, welche Thomas, der ebenfalls noch in einem der Busse durch Köpenick irrte, noch eben genährt hatte („der Beutel fragt bei Union an“), zerschlugen sich bei Ankunft am Stadion. Die Uhr zeigte 14:20 Uhr (siehe erster Satz!!!) als wir irgendwo zwischen Sicherheitskontrolle und Kartenkauf vom bereits im Stadion anwesenden RWE-Mob über das 1:0 informiert wurden. Nicht nur im Gästebereich des Stadions wurde gefeiert, auch am Ticketschalter wurde fleißig gegrölt und gefeiert. Schon hier, am Tickethäuschen, war mir klar, dass dieser Elferpfiff völlig korrekt war :-). (Eine fatale Fehleinschätzung, wie sich später am TV herausstellen sollte. Doch das ist mir eigentlich völlig egal, wir sind schon so oft behumpst worden. Ich sag nur Düsseldorf letztes Jahr. Der Schiri ist damals wie heute Schössling. Nur böse Zungen behaupten, der wollte noch was gut machen.)

Nachdem auch wir den weit mehr als 1000 Leute starken und bereits tüchtig feiernden RWE-Block erreicht hatten, ging die rot-weiße Party auf dem Feld munter weiter. Langer Ball auf Kumbela, der tanzt die zwei Union-Innenverteidiger, die in dieser Szene ungefähr so steif waren wie der Berliner Fernsehturm, aus und macht im Fallen das 2:0. Wat war denn hier los? 2:0 nach ner knappen halben Stunde? Das konnte nicht mehr besser werden. Dachte ich fünf Minuten lang, bis Brunne aus vierzig Meter abzieht und die Kugel ins Tor jagte. 3:0. So ein Tag, so wunderschö... Nur noch 1:3. Man kam ja kaum zum Luft holen. Spork knallte das Leder aus ein paar Metern auf die kurze Ecke und Ratajczak, der für den verletzten Orle ins Tor gerückt war, ließ den Ball durch die Hosenträger rutschen. In der folgenden Stunde sollte meine Lebenserwartung um mehrere Jahre abnehmen. Angriff auf Angriff rollte auf das RWE-Tor zu. Während wir überhaupt nichts mehr zu Stande brachten, hatte Union Großchance auf Großchance. Insbesondere vor der Pause rettete Rata ein ums andere Mal in höchster Not. Neben dem eisernen Unvermögen stand uns auch das Glück zur Seite. Ein Heber trudelte auf die Latte. Die Halbzeitpause stellte nur eine lästige Unterbrechung des Union-Sturmlaufs dar. Nach einer gefühlten halben Stunde wagte ich das erste Mal einen Blick auf die Uhr. Acht nach drei! Waren hier schon die Uhren umgestellt worden. Erst acht Minuten in Halbzeit zwei gespielt? Ich wollte es nicht glauben. Und Union griff weiter an…

Nach einer Stunde wurden die Unioner für das Anrennen belohnt. 2:3. Der Anschluß. Viel zu früh. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich reichlich Zweifel, dass wir das irgendwie über die Zeit bringen würden. Die Atmosphäre in der engen Försterei kochte nun, der Union-Anhang hoffte auf die Wende, wir alle auf eine schnell laufende Uhr.

Irgendwann griffen dann auch wir mal wieder an und plötzlich tobte der Block. Brunne wird im Strafraum klar elfmeterwürdig gefoult, doch der Pfiff blieb aus. Gedanken an Düsseldorf kamen auf, sollte uns der Schössling etwa wieder verpfeifen (zu diesem Zeitpunkt konnte noch keiner von uns ahnen, dass der erste Elfer keiner war)? Mit fortschreitender Spieldauer konnten wir uns vom Dauerdruck etwas befreien, zwar fuhren wir keinesfalls einen Konter nach dem anderen, doch gelang es uns besser, Bälle mal länger zu halten und die Eisernen in ihrem Rhythmus zu stören. Und der erste richtig gute Konter führte dann auch gleich zur Entscheidung. Schnuphase auf Brücker, der auf Schnetzler und der Alex zwirbelt das Bällchen nach 87 Minuten direkt vor unserem Block ins Tor. 4:2. Auswärtssieg! Auswärtssieg! Nun tobte der Block endgültig. So geil war es zuletzt in Wattenscheid im Mai. Berlin war eingenommen – besser hatte es auch die Rote Armee im Mai 1945 nicht gemacht. Der helle Wahnsinn. Unsere Götter wurden mit LaOla und einem gepflegten, aber recht kurzen Ufta gefeiert.

Der Weg zurück in Richtung Bahnhof glich, nachdem wir uns von den in die Busse eilenden RWE-Fans getrennt hatten, einen gemütlichen Herbstspaziergang durch die köpenickschen Wälder. Meinen Schal hatte ich dennoch vorsorglich in die Tasche gesteckt. Man kann ja nie wissen. Und so erfuhren die Union-Fans, die am Bahnhof unmittelbar neben uns standen und sangen „Wo sind denn die Erfurt-Fans?“ nie, wie nahe sie uns waren. Als uns dann auch noch die Kunde von Chrischis drittem Platz (einschließlich gewonnenem Pokal!) beim Potsdamer Tanzturnier erreichte, war das Wochenende, welches mit Sightseeing in Berlin und Potsdam bis Sonntag verlängert wurde, perfekt. Da störte uns der auf der Rückfahrt bei Leipzig schlapp machende Hinterreifen an Chrischis Rennfiesta auch nicht weiter.

Ein kulinarischer Tipp noch: Wer in Potsdam Hunger hat, sollte mit der S 7 zur Station Babelsberg fahren. Der Döner im Bahnhof (Geöffnet täglich bis 5 Uhr morgens!) ist richtig klasse! Und ich, der unter hessischen Preisen leiden muss, fand den Döner mit 2,50 auch preismäßig schwer in Ordnung.

16.09.2006

Regionalliga Nord 2006/07 - 8. Spieltag (16.09.2006)

FC ROT-WEISS ERFURT - WUPPERTALER SV 0:0

Der Block 3 in der Kurve feierte. Der Block E auf der Tribüne feierte. Und das noch eine halbe Stunde nach dem Spiel. Unaufhörlich wurde gesungen und gefeiert. Wir hatten das Stadion schon lange verlassen. Wir waren bereits an unseren Autos. Und immer noch hallte es aus dem Stadion. Was gab es zu feiern? Ein torloses Remis gegen einen biederen Gegner, der, so hatte man das Gefühl, nicht wirklich nach Erfurt gekommen war, um auf Teufel komm raus zu gewinnen. Ein 0:0 animierte zu solchen Reaktionen der Fans? Warum? Weswegen?

Am nackten Ergebnis kann es nicht gelegen haben. Denn das 0:0 ist im Abstiegskampf deutlich zu wenig. Der Abstand zum rettenden Ufer wuchs auf nun schon fünf Punkte an. Es war wohl die Art und Weise, wie das Team an diesem sonnigen Samstag vor der Saison-Minuskulisse von 2249 treuen Fans aufgetreten war. Nach den blamablen Vorstellungen gegen Dresden und in Magdeburg präsentierte sich die Mannschaft runderneuert. Nicht nur was die Einstellung anging, sondern (teils auch gezwungenermaßen) personell. Pavel Dochev verzichtete in seinem Schicksalsspiel erneut auf Ronny Hebestreit (der aber im Gegensatz zum Magdeburg-Kick immerhin wieder auf der Bank Platz nehmen durfte), erstmals auch auf Dominick Kumbela sowie auf den gesperrten Björn Brunnemann und den verletzten Thorsten Görke. Während die kaum geforderte Viererkette (Heller-Holst-Bertram-Pätz) durchweg mit bekannten Namen besetzt war, präsentierten sich Mittelfeld und Angriff vollkommen durcheinander gewürfelt. Die Görke-Position im defensiven Mittelfeld übernahm Matthias Peßolat, rechts spielte der neue Kapitän Alex Schnetzler, den Spielmacherpart übernahm der aus Essen gekommene, erst neunzehnjährige Moritz Stoppelkamp und im Sturm wirbelte neben Albert Bunjaku Danny Cornelius. Dazu kam der mittlerweile auf links gesetzte Daniel Brückner.

Das Spiel begann verheißungsvoll. Mit in den letzten Wochen nicht für möglich gehaltener Laufbereitschaft kauften die sehr aggressiven Rot-Weißen ihren Gästen sofort den Schneid ab. Die Bergischen konnten sich nur selten aus der eigenen Hälfte befreien. Doch bei allem Druck zeigte sich auch wieder ein Manko: über gute Ansätze kommt das RWE-Spiel einfach nicht hinaus. Zwingende Torchancen blieben Mangelware. Und wenn es doch einmal gefährlich wurde, klebte dem RWE-Angriff mal wieder das Pech am Stiefel. Oder besser gesagt am Kopf. Denn eine (man höre und staune) gefährliche (!) Schnetzler-Ecke wurde auf Bunjakus Kopf verlängert, der aber davon so überrascht war, dass er den Ball nur noch unkontrolliert an den Pfosten abfälschen konnte. Das torlose Remis zur Pause machte Hoffnung auf mehr. Gegenüber den deswegen entsetzten Brüdern Heimbürge brachte ich sogar meine „latente Begeisterung“ (Was ist das??? ;-)) zum Ausdruck. Die beiden „Herrn H.“ waren zwar auch zufrieden, wollten meine Überschwänglichkeit nicht ganz teilen, schließlich sollten Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft eigentlich etwas alltägliches sein… Was solls… Ich freute mich trotzdem.

In der Pause sorgte die Pokalauslosung für Abwechslung. Sportlich ist das Los absolut machbar, RWE muss zu Motor Zeulenroda (Landesklasse Ost) und damit allerdings reisetechnisch in die Randgebiete des Freistaats vordringen. Die zweite Halbzeit begann sehr gut. Wieder sorgte eine Ecke für Gefahr (Unfaßbar!). Einen Heller-Kopfball konnte die WSV-Abwehr in Person von Bayertz (Arschloch!) erst auf der Linie klären. Leider war nach ca. einer Stunde die Luft etwas raus. Der sehr agile Cornelius (der nach dieser Leistung vom Trainer hoffentlich immer einen Platz in der Startelf erhält) musste angeschlagen heraus, der eingewechselte Kumbela erwischte leider einen ganz schwachen Tag. Auch die zehn Minuten vor Schluß eingewechselten Hebestreit und Frank konnten keine neuen Impulse setzen, so dass die letzte halbe Stunde wohl als gemütlicher Sommerfussball abgehakt werden muss. Das störte die Fans überhaupt nicht. In Block 3 und im E-Block auf der Tribüne herrschte eine grandiose Stimmung. Sicherlich auch eine Reaktion auf die von einigen Spielern nach dem Dresden-Spiel geäußerte Kritik an uns. Es wurde gesungen. Und gesungen. Und gesungen…

04.09.2006

Regionalliga Nord 2006/07 - 6. Spieltag (03.09.2006)

FC ROT-WEISS ERFURT - DYNAMO DRESDEN 0:2 (0:1)

Ich gehöre sicherlich nicht zu denjenigen Fans, die nach einem schlechten Spiel sofort draufhauen und voreilig das Ende des Erfurter Fußballs vorhersagen. Doch was gestern Nachmittag beim Ost-Derby gegen Dynamo Dresden passiert ist, hat auch mir irgendwie die Sprache verschlagen. Fünf Spiele, vier Punkte. Zwei Heimspiele in Folge verloren. Fortschritte zum Vorjahr vermag ich nicht zu erkennen. Einfach frustrierend. Entsprechend hart sind vielleicht ein paar Formulierungen.

An solchen Sonntagen wie gestern sind die mehrstündigen Fahrten ins Hessenland immer besonders nervig. Statt bei einem Frustbierchen im Zipfelmützenkreis sich den Frust von der Seele zu diskutieren, knattere ich bei Dauerregen, grauem Himmel und tiefhängenden Wolken durch die gottverlassene Rhön Richtung Offenbach.

Vier Stunden vor der Rhön war die Laune bei Christian und mir, als wir das Stadion betraten, noch wesentlich besser. Die Grütze, die wir dann zu sehen bekamen, lässt sich eigentlich kaum in Worte fassen. Dennoch hier ein Versuch in Form einer Einzelkritik:

TOR: Dirk Orlishausen war der beste Erfurter auf dem Platz. An den beiden Gegentoren war er schuldlos, er wurde durch seine Vorderleute gnadenlos im Stich gelassen. Mit mehreren Paraden sorgte er dafür, dass wir lange auf ein Unentschieden hoffen durften.

INNENVERTEIDIGUNG: Eine Katastrophe. Schon in der Anfangsphase wurden Heller und Holst durch Doppelpässe schnell überspielt. Insbesondere die Leistungen und Fehler von Holst sind, wenn man an das vergangene Jahre denkt, nicht zu erklären. Der Junge ist völlig von der Rolle. Natürlich, auch wenn er den Ball vor dem 0:2 nicht vertendelt hätte, hätten wir wohl verloren. Dennoch, so ein Klops passiert vielleicht einmal in einer Saison (wir sind ja alle nur Menschen). Aber in zwei Heimspielen in Folge?

AUSSENVERTEIDIGUNG: Nicht regionalligatauglich. Was auf den Außenbahnen von Pätz (links) und Bertram (rechts) geboten wurde, war unterirdisch. Fehlpässe im Spielaufbau, mangelndes Zweikampfverhalten in der Defensive (Bertram vor dem 0:1) – einfach grottenschlecht. Natürlich sind beide Spieler keine gelernten Außenverteidiger, dennoch war das zu wenig. Neben dem Sturm DIE absolute Problemposition von RWE. Sollte der von Essen ausgeliehene Stoppelkamp im offensiven Mittelfeld einschlagen (und nur dann), könnte Schnetzler wie im Vorjahr die rechte Verteidigerposition übernehmen. Aber links? Kühne fällt noch lange aus.

MITTELFELD DEFENSIV: Die Standards von Görke waren zum Vergessen. Die Freistöße flogen in Richtung Weimar, aber keinesfalls aufs Tor. Die Ecken waren der absolute Witz. Jemandem der nicht dabei war, kann man gar nicht mit Worten erklären, mit welcher Präzision die viel zu flachen Ecken in den Strafraum flogen. Immer schön auf den ersten Dresdner Verteidiger, der diese dann (ich vermute mit zunehmender Spieldauer fast gelangweilt) herausköpfen konnte. Auch die langen Einwürfe flogen nach Schema F in den Strafraum. Gefahr? Null!

MITTELFELD AUSSEN: Von Brückner kam nichts, von Brunnemann nicht viel. Mit ein paar Solos deutete Brunnemann seine Gefahr an, konnte mit dem Ball am Fuß auch mal an ein paar Dynamos vorbeigehen, doch von der in der vergangenen Saison ausgestrahlten Torgefahr war nix zu sehen.

MITTFELFELD OFFENSIV: Ronny, Glückwunsch zu Deinem 300. Spiel! Und Danke, für die vielen tollen Tore in der Vergangenheit. Doch mit der Leistung von gestern (und den anderen Spielen in dieser Saison) hast Du in der Regionalliga nichts mehr verloren. Am allerwenigsten auf der (vakanten) Spielmacherposition. Nur ein starker Pass kam von Ronny auf Schnetze, der dann elfmeterreif (?) gefoult wurde. Ansonsten war es gruselig. „Höhepunkt“: Als Ronny nach Brunnemann-Zuspiel (also nach einem Pass eines Mitspielers) kurz vor Schluß getunnelt wurde. Ohne Worte…

STURM: Von Bunjaku nach seiner Verletzung Wunderdinge zu erwarten, wäre falsch gewesen. Entscheidend durchsetzen konnte er sich (noch) nicht, dennoch habe ich hier die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass dieser Mann die dringend notwendige Verstärkung im Sturm darstellt. Und Kumbela? Er war unser bester Feldspieler, brachte das Dynamo-Tor mehrfach ernsthaft in Gefahr. Leider aber versemmelte er mal wieder alle Chancen (Flugkopfball an die Latte, allein vor dem Tor Berbig angeschossen). Und letztlich wird ein Stürmer an Toren gemessen. Dennoch war seine Auswechslung nicht nachvollziehbar.

RESERVESPIELER: Cornelius und der angeschlagene Schnetzler sorgten für Belebung im Offensivspiel, leider kamen sie viel zu spät. Cornelius’ Problem aus meiner Sicht: er spielt nur als Joker gut, konnte, wenn er von Anfang an spielt (Mönchengladbach) keine Akzente setzen.

TRAINER: Kein Thema, die Aufgabe eines Trainers ist es auch, sich schützend vor seine Spieler zu stellen. Doch was Pavel nach dem Spiel so alles erzählt hat, nimmt mir jede Hoffnung, dass irgendwer im Verein den Ernst der Lage erkannt hat. Von einem unverdienten Dynamo-Sieg zu sprechen oder davon, dass RWE den Gast beherrscht hat, ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Außerdem muss sich der Trainer den Vorwurf gefallen lassen, viel zu spät und falsch ausgewechselt zu haben. Warum er für Cornelius Kumbela raus nahm, Pätz 81 Minuten und viele andere (Ronny, Bertram) 90 Miunten durchstolpern durften, bleibt auch sein Geheimnis.

DER VEREINSVORSTAND: Vieles läuft gut bzw. besser als in der Vergangenheit. Aber manchmal fasst man sich nur noch an den Kopf: Rombach und/oder Beutel hätten sich, bevor sie einen Ronny Trettmann zur Volksbelustigung verpflichten, vielleicht etwas besser mit der Herkunft dieses unterbelichteten Hilfsschülers, bei dessen Auftritt ich mich fragte, aus welcher Klapsmühle der wohl geflohen ist, befassen sollen. Ein Thüringer lacht noch lange nicht über einen Sachsen, schon gar nicht bei einem Derby zwischen zwei Teams aus diesen Bundesländern und erst recht nicht, wenn der Sachse mit seiner Herkunft so hausiert, wie dieser Trettmann. Wann (und warum) wurde die Todesstrafe bloß abgeschafft??? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrzahl der Dynamo-Anhänger auf diesen Menschen stolz ist. Mancher mag die Kritik vielleicht ein bisschen kleinkariert finden, dennoch sind es genau solche Kleinigkeiten, die einfach dazugehören. Oder in diesem Fall eben nicht dazugehören.

DIE FANS: Wir waren nicht besser in Form als die Mannschaft. Ganz, ganz mau. Es kam nicht viel. Von Derbystimmung keine Spur. Die Capos stimmen zu 80 % einfallslos die üblichen Schmähgesänge gegen den Gegner an, alles 08/15 wie immer. Anstatt nur platt den Gegner zu beschimpfen, sollte vielleicht die eigene Mannschaft unterstützt werden. Gesänge, die von anderen Gruppen aus dem Block angestimmt wurden („Wir sind alle Erfurter Jungs“), wurden ignoriert, stattdessen schallte zum x-ten Mal das „Scheiß-Dynamo“ oder das nervige Dy-Dy-Dy-Lied durch das Stadion. Tiefpunkt des ganzen war das „Wir fahren Fahrrad ohne Dynamo“ – schwachsinnig und sinnlos.

FAZIT: Alles scheiße, bis in zwei Wochen zum Wuppertal-Spiel!

11.08.2006

Regionalliga Nord 2006/07 - 3. Spieltag (11.08.2006)

FC ROT-WEISS ERFURT - VFL OSNABRÜCK 1:2 (0:2)

Jens Voigt sei Dank – weil der CSC-Profi am Samstag das Hainleite-Radrennen gewinnen wollte (und dies ja dann auch tat), durften unsere Götter mal wieder am Freitag Abend unter Flutlicht kicken. Jens Voigt sei Dank – weil der CSC-Profi am Samstag das Heinlaite-Radrennen gewinnen wollte (und dies ja dann auch tat), war die Werner-Seelenbinder-Straße gesperrt. Und weil das so war, lotste ich Herrn Schulz per Handy zum Stadion. Leider überwachte die anwesende Oberförsterei nicht nur die Sicherheit während des Spiels sondern auch die im Straßenverkehr. Und so musste Christian vierzig Euro löhnen und kassierte schon vor dem Anpfiff einen Punkt. Nicht in der Regionalliga. Sondern in Flensburg. Letzte Woche die Batteriepanne, diese Woche das Bußgeld. Es ist noch nicht die Saison des Herrn Schulz.

Da Christian trotzdem zweimal am Tag warm essen kann machten wir uns froh gelaunt auf den Weg ins Stadion. Nach der mal wieder superlangen Schlange am Kartenschalter und einer diesmal ungewöhnlich ausführlichen Sicherheitskontrolle („Falten Sie mal Ihre Fahne auf!“ – Gab es auch für Erfurt eine Terror-Warnung?) nahmen wir unsere Stammplätze ein, bei denen uns schon bald einige vom Bunten Haufen Gesellschaft leisteten. Doch auch durch das Gemeinschaftserlebnis wurde der Abend nicht schöner. Eine gute Anfangsphase mit einigen Chancen der mittleren Kategorie und das Zwischenergebnis aus Offenbach (OFC – FCC zur Halbzeit 2:0) sorgten für gute Laune. Gegenüber dem sehr guten Ahlen-Kick hatte Pavel Dotchev die Mannschaft nur auf einer Position geändert. Für Robert Stark verteidigte Tom Bertram auf der linken Seite. Tom hat seinen Stammplatz in der Innenverteidigung an den erfahrenen Neuzugang Lars Heller verloren und Dotchev sucht für den talentierten U19-Nationalspieler einen neuen Platz im Team. Doch das Experiment ging total daneben. Tom spielte grauenvoll. Höhepunkt des Abends war sein lässiger Querpass am eigenen Strafraum zu Holst, der, so in Bedrängnis gebracht, den Osnabrücker Reichenberger (der in seiner Karriere auch schon größere Tage erlebt hatte) so unglücklich anschoss, dass der Ball vom Knie des VfL-Stürmers ins Tor flog. Wir hatten dieses hochalberne Tor gerade verdaut, da zappelte die Kugel schon wieder im Netz. Bertram konnte einen Osnabrücker nur unfair stoppen und den fälligen Freistoß köpfte Brunnemann ins eigene Tor. Auch Orle machte bei dem Tor keine gute Figur. Nach 30 Minuten 0:2. Und in Offenbach stand es nur noch 1:2. Dazu wurde den Osnasen auch noch ein aus meiner Sicht reguläres Tor wegen Abseits aberkannt. Es war ein trister Abend am Steigerwald. Denn kurz vor Ende der Halbzeit meldete das Handy das Ausgleichstor in Offenbach. *SING* Jena, Jena, Jena, diese Mannschaft kotzt uns an! *SING*

Nach der Pause (Stark ersetzte den völlig überforderten Bertram) bemühte sich RWE zwar, zurück ins Spiel zu kommen, doch die eingesetzten Mittel reichten nicht einmal ansatzweise aus. Eine bedingungslose Aufholjagd sieht anders aus. Leidenschaftlicher. Emotionaler. Willensstärker. Auch der schwache Schiri Gerber aus dem Sachsenland tat mit seiner kleinlichen Pfeiferei sein übriges. Und so plätscherte das Spiel in Halbzeit zwei so vor sich hin. Bis zur 83. Minute. Denn da schoss der für Brückner eingewechselte Cornelius den Anschlusstreffer. Glückwunsch zum ersten Tor im rot-weißen Dress. Leider war das an diesem Abend zu wenig, denn Schnetze und Cornelius scheiterten in der Schlussminute mit satten Schüssen am Osnabrücker Torwart. Statt dem erhofften Sturm an die Tabellenspitze gab es den Rückfall ins Mittelmaß. Und so blieb Christians Punkt der einzig gewonnene an diesem Abend.

05.08.2006

Regionalliga Nord 2006/07 - 1. Spieltag (05.08.2006)

FC ROT-WEISS ERFURT – BORUSSIA M'GLADBACH II 1:0 (1:0)

Vier quälende, fußballfreie Wochen haben endlich ein Ende. Am Samstag startete der FC Rot-Weiß mit einem Heimspiel gegen Mönchengladbachs U23-Team, dass seinen Namen im Gegensatz zu vielen anderen Amateur-Truppen auch (fast) verdient hat, in die Saison 2006/07. Neben 4300 anderen Fans, darunter ein für Reserve-Teams ordentlicher Fohlen-Mob, hatten sich auch die Zipfelmützen Chrischi, Christian, Marion und meine Wenigkeit im Steigerwaldstadion versammelt. Dem wegen der Erhöhung der Eintrittspreise erfolgten Boykott-Aufruf der Ultras, die das Spiel vor dem Eingangstor hinter der Anzeigetafel verfolgten, hatte sich kaum jemand angeschlossen. Die Lust auf RWE und die neue Saison war größer als der Frust über den einen Euro, den man nun mehr löhnen musste.

Vom Supersommer der letzten Wochen war nix mehr zu sehen, als das Team um kurz vor zwei, leider ohne A-Team-Musik *GRRRR*, den heiligen Rasen betrat. Der weiterhin akuten Geldnot zum Trotz hatten wir es wieder geschafft, dass elf Spieler das neue, schicke und selbstverständlich rote Trikot auf ihren Schultern trugen. Im Tor bleibt Dirk Orlishausen die Nr. 1. Konkurrent Ratajczak ließ seinen Frust darüber in der Bild-Zeitung ab und wurde von Trainer Dotchev daraufhin doch zum Stammkeeper befördert – allerdings in der zweiten Mannschaft. Im Gegensatz zu einigen Testspielen wirkte Orle sehr sicher und entschärfte auch die wenigen gefährlicheren Situationen der Gäste souverän. In der Viererkette ersetzte Robert Stark auf links den Verletzten Rico Kühne. Stark erledigte seinen Job genauso unauffällig wie Silvio Pätz auf rechts. Silvio ersetzte dort im Vergleich zur vergangenen Saison Alex Schnetzler, der zunächst im offensiven Mittelfeld benötigt wird. In der Innenverteidigung spielte neben dem zu Beginn des Spiels nicht immer souverän wirkenden Matthias Holst unser Neuzugang aus Oberhausen, der auf Grund seiner unglaublich blonden Haare kaum zu übersehende Lars Heller. Den stärksten Eindruck der Neuen hinterließ im defensiven Mittelfeld Thorsten Görke. Der Ex-Chemnitzer könnte der in der vergangenen Saison so oft vermisste Führungsspieler, der Kopf der Mannschaft, werden. Er dirigierte das Spiel, verteilte die Bälle, stand nach hinten sicher und setzte durch seine Freistöße und unheimlich langen Einwürfe (an dieser Stelle sei Rudi Zedi, auch „The Einwurf“ genannt, gegrüßt) auch in der Offensive viele Akzente. Die Außenpositionen im Mittelfeld hatte man vor dem Spiel eigentlich als eine Erfurter Stärke eingeschätzt, doch Björn Brunnemann auf rechts und der Wattenscheider Neuzugang Danny Cornelius auf links, der nicht annähernd an seine in den Testspielen gezeigten Leistungen anknüpfen konnte, hatten nicht ihren besten Tag erwischt. Im offensiven Mittelfeld sollte Alex Schnetzler für die tödlichen Pässe sorgen, doch leider scheint Schnetze auf der Position verschenkt. Über „seine rechte Seite“ war im letzten Jahr oft mehr von ihm zu sehen als heute im Kreativzentrum. Leider bietet sich für diese Position im Kader kein anderer an. Und Pavel Nedved und Alessandro Del Piero wollten um jeden Preis mit Juve in die zweite Liga. Im Sturm war Domi Kumbela der aktivere Mann. Unermüdlich zerrte der „Men in Black“ (der Will-Smith-Kracher wäre im Falle eines Torerfolges von Domi gespielt worden) an den Ketten, ackerte und rackerte, pflügte den Rasen um (nun aber genug der Floskeln, denn…), ein Tor gelang ihm allerdings mal wieder nicht (aber immerhin holte er den spielentscheidenden Elfmeter raus). Sollte Kumbela weiterhin so aggressiv spielen, könnte es für Fußballgott Ronny im Sturm eng werden, wenn der zur Zeit noch verletzte Ex-Paderborner Albert Bunjaku Ende August wieder fit ist.

Zum Spiel: Das Match begann äußerst unterhaltsam, RWE machte sofort Druck, besaß einige gute Chancen, die jedoch alle vergeben wurden. Nach 16 Minuten stand Dominik Kumbela dem Gladbacher Knoche solange auf denselbigen, bis er den Ball hatte, in den Strafraum eindrang und gehalten wurde. Es gab den vollkommen berechtigten Elfmeterpfiff des ansonsten überwiegend nervigen, weil kleinlich pfeifenden und in der Verteilung gelber Karten ohne einheitliche Linie vorgehenden Schiris Lupp aus Waldstadt. Thorsten Görke verwandelte den Elfer souverän. Im Moment als er antrat, machte ich mir ob seiner Erfahrung keine Sorgen, dass er den machen würde. Erst hinterher erfuhr ich, dass er in der Vorbereitung zwei Elfer daneben gesetzt hatte… Fazit: Ich gucke zu wenige Vorbereitungsspiele! ;-) Nach etwa einer halben Stunde ließ RWE die Zügel etwas schleifen und die Fohlen kamen etwas besser ins Spiel. Dabei wurde unsere Innenverteidigung einmal böse überlaufen, Orle machte den Fehler allerdings wett und so ging es mit einer knappen Führung in die Kabinen.

In der Pause staunte ich nicht schlecht, als schon wieder ein Cabrio mit einem Hochzeitspaar vor der Haupttribüne parkte. Diesmal gaben sich Nancy und Mütze (der hieß wirklich so!) das Ja-Wort. Alles Gute unbekannterweise! Allerdings sollten die Verantwortlichen aufpassen, dass dieses Dauer-Geheirate in der Halbzeit nicht zur Klamotte verkommt.

Nach dem Wechsel passierte dann nix mehr. Sieht man es positiv, könnte man sagen, dass wir den knappen Vorsprung im Stile einer (italienischen) Weltklassemannschaft locker und souverän über die Zeit schaukelten. Lediglich Alexander Schnetzler sorgte mit einem geilen Fallrückzieher, den der nicht immer souveräne Fohlen-Keeper aus dem Eck fischte, für Unterhaltung. Ansonsten konnte ich mich komplett auf den in Halbzeit zwei plötzlich neben mir stehenden Herren und seinen bedauernswerten Sohn konzentrieren. Irgendwie wirkten die beiden auf mich wie das Paradebeispiel für die gescheiterte Familienpolitik in Deutschland. Der ordentlich alkoholisierte Daddy versuchte, wenn er nicht grad sinnfrei dichtete (*SING* „Ohne Schiri… Hicks… könnt ihr… Hicks… nicht gewinnen“ *SING*), verzweifelt die Fangesänge mitzulallen. Ehe er allerdings verstanden hatte, welches Lied von der Masse gerade zum Besten gegeben wurde und er vollkommen enthemmt los legen wollte, war es schon wieder zu spät: Die Kurve war fertig. Ein göttlicher Spaß! Das Spiel besaß dagegen nun null Unterhaltungswert. Es passierte nix mehr. Ein paar Auswechslungen hüben und drüben, die Fallrückzieher-Vorbereitungs-Flanke des eingewechselten Müller auf Schnetzler und schon war das erste Spiel rum. Sieg. Zu Null gespielt. Tabellensechster. Die RWE-Welt ist in Ordnung. Aber noch steigerungsfähig.

Nach dem Spiel streikte dann mal wieder der Megane, allerdings nicht meiner (was ihr jetzt schon wieder alle gedacht habt ;-)), sondern der vom Herrn Schulz. Batterie tot. Aber es dauerte nur einen Wattenscheid-Gedächtnis-Regenguss und schon hatte der herbeigerufene ADAC-Mensch die Kiste wieder in Gang gesetzt. Und so kann auch der Herr Schulz am Freitag zum nächsten Heimspiel gegen Osnabrück wieder anreisen. Bis denn dann!